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Wie von LA Ing. Margreiter gefordert, hat das Land nun eine fixe Zusage bezüglich Kosten-Übernahme im Hochwasserschutz gegeben. Allein für den Bereich von Brixlegg bis Angath („Unteres Unterinntal“) kommen 20 Millionen EURO aus dem Landesbudget.

Tirol/Unterland - 20 Mio. EURO entsprechen 50% jener Kosten, die die Gemeinden selber tragen müssen. Zur Erinnerung: Das gesamte Hochwasser-Projekt kostet von Brixlegg und Angath etwa 250 Millionen EURO, den Großteil davon trägt der Bund. 40 Millionen EURO wäre nach einem bereits verhandelten Verteilungs-Schlüssel von den acht Gemeinden zwischen Brixlegg und Angath zu übernehmen gewesen.
Dazu LA Ing. Alois Margreiter (ÖVP): "Ich bin sehr froh darüber, dass wir nun wissen, wie viel das Land zahlt. Das ist eine gewichtige Zusage und ein starkes Signal!  Damit dürfte auch Wörgls finanzielle Tränendrüse endlich getrocknet sein – denn schließlich kommt der Großteil dieses Geldes mit etwa 11 Mio. EURO Wörgl zu Gute."

Wasserverbands-Gründung verschoben

Die für 12. April geplante Gründung des Hochwasser-Schutzverbandes ist auf Juni verschoben worden. "Mittlerweile befürworten aber alle Gemeinden die Statuten des Wasser-Verbandes. Nun müssen die Gemeindestuben noch die Satzungen beschließen, dann können die Bürgermeister der Gründung zustimmen. Diskutiert wurde zuletzt noch über die Gewichtung jener Flächen, die in den nächsten Jahren durch das Hochwasser-Schutzprojekt von roter/gelber Zone zu potentiellem Bauland werden", erklärt LA Bgm. Margreiter. Sieben Gemeinden sind offenbar dafür, dass diese Flächen nach der Wasser-Menge, die dort durch Schutzbauten verhindert wird, bewertet werden. Sprich: Nach Kubik-Metern Wasser. "Wörgl möchte, dass man die Flächen nach Quadrat-Metern bewertet. Das ist aber auch laut Fachabteilung im Landhaus ungerecht: Es ist schließlich ein Unterschied, ob eine Fläche mit 2 Metern Höhe oder mit 5 cm Höhe überflutet wird…", erklärt Margreiter.

Radfelds Poker um einen "Denkfehler"

Mit dem Hochwasser-Schutzprojekt werden auch Hunderte Hektar landwirtschaftliche Flächen geschützt: Etwa in Kundl 238 ha, in Wörgl 86 ha, in Radfeld 110 ha und in Kramsach 20 ha. Nun fordert Radfeld offenbar noch eine Änderung: Man will dort einen kleineren Retentions-Raum und zudem die Verschiebung der Retentions-Flächen in Richtung Maukenbach, damit man dort, wo jetzt teilweise Retentions-Flächen geplant sind, eventuell später Aussiedler-Höfe für einige Bauern bauen kann.
Dazu Alois Margreiter: "Da gibt es nur einen Denkfehler: Dort, wo man Aussiedler-Höfe bauen möchte, ist bereits rechtsgültig rote Zone! Wenn man dem Projekt nicht zustimmt, hat man keine Sicherheit gewonnen – und wird trotzdem nie bauen! In der roten Zone gibt es keinen Baubescheid mehr…"

Radfeld pokert mit LKW-Fahrverbot durch Kundl

Und Radfelds Bürgermeister Mag. Josef Auer mache die Zustimmung zum Wasser-Verband vom Fall des LKW-Fahrverbotes in Kundl abhängig. Bgm. Mag. Josef Auer erklärt dazu schriftlich: "Das sektorale LKW Fahrverbot durch Kundl geht zurück auf die Errichtung der Grenztankstelle der Firma Berger. Ich habe damals im Gemeinderat davor gewarnt, weil der Verkehrsanstieg durch den Tankverkehr nämlich die Gefahr einer Verkehrsüberlastung auf der B 171 mit sich bringt, was sich dann ja auch bestätigt hat. In weiterer Folge hat dann die Gemeinde Kundl das LKW Fahrverbot beim Land auch erreicht. Die Grenztankstelle ist mittlerweile nicht mehr in Betrieb und es ist damit die Grundlage für die damalige Genehmigung des LKW Fahrverbotes weggefallen. Umweltpolitisch ist das Fahrverbot eine Verschlechterung für die Luftsituation, weil durch den Umwegverkehr natürlich viel mehr Schadstoffausstoß erfolgt. Der Radfelder Gemeinderat ist davon überzeugt, dass die Radfelder Betriebe auch das Recht haben müssen, dass sie über die B 171 zu ihrem Standort zufahren können, so wie z.B. auch die Kundler Firmen SANDOZ, Lindner, etc..." (cm)

Motorradsegnung in Kleinsöll

Sonntag, 30 April 2017
Freigegeben in Lokales
BREITENBACH (klausm) Es wär’ ja nicht Breitenbach, wenn sich nicht nach Regen, Schnee, Kälte, just Tags darauf, am Samstag den 29. April zur Motorradsegnung in Kleinsöll schönstes Maiwetter eingestellt hätte. Am Nachmittag trafen sich also „De Broadä“ vor der Kleinsöller Kirche, um sich und ihre Motorräder von Ortspfarrer Dr. Piotr Stachiewicz segnen zu lassen. „Voriges Jahr kamen etwa 120 Biker nach Kleinsöll und heuer werden’s wohl auch nicht viel weniger sein“, meinte Andreas Rupprechter, Obmann des 35 Stamm-Mitglieder umfassenden Vereins und weiter „De Broadä gibt’s jetzt seit etwa 6 Jahren und gemeinsam interessante Ausfahrten zu organisieren, ist nach wie vor das vordringlichste Vereinsziel.“

Also schritt Pfarrer Stachiewicz zur Tat und segnete alle Anwesenden. Auffallend in dieser ½ Stunde der Andacht; absolute Stille seitens der Anwesenden, sehr beeindruckend. De Broadä überraschten heuer ihren Bürgermeister LA Ing Alois Margreiter mit einer Original-Broadä-Jacke, außerdem sammelte der Verein während der Veranstaltung für einen guten Zweck und übergab unmittelbar nach der Segnung 450,- EURO an Geschäftsführerin Mag. Sabine Eder-Unterrainer vom Sozialsprengel Kundl-Breitenbach. Anwesend waren in Kleinsöll neben LA Bgm Ing. Alois Margreiter auch die beiden Vertreter der Sponsorenbanken Andreas Niederacher (Raiffeisenkasse Breitenbach) und Gerhard Wechselberger (Sparkasse Breitenbach).

Nach der Andacht brachen die Biker ziemlich entspannt zu einer kleinen Runde durch die Nachbargemeinden auf um sich am Ende der Ausfahrt im Gasthof Gwercher bei Valentin Ellinger, einem der Hauptsponsoren neben der Sparkasse und Raiffeisenkasse zu treffen, einerseits um den Tag ausklingen zu lassen, andererseits, um eventuell bereits die ersten größeren Touren zu besprechen.

Man müsse Wörgl endlich die "finanzielle Tränen-Drüse trocknen", sagt ein in der Sache leicht genervter LA Alois Margreiter. Er fordert: "Platter und Geisler müssen bis spätestens 12. April verbindlich sagen, was das Land beim Hochwasser-Schutz beisteuert!" Denn: An diesem Tag wird der Hochwasser-Schutzverband Unteres Unterinntal gegründet!

Tirol - Kürzlich wurde das "generelle Projekt" für den Hochwasser-Schutz im Tiroler Unterland vorgestellt. Im Bereich Kramsach, Brixlegg, Rattenberg, Radfeld, Kundl, Breitenbach, Wörgl und Angath kostet das Schutz-Projekt 250 Millionen EURO. Davon zahlt 80% der Bund, 5% ASFINAG und TIWAG. Bleiben noch 15% (37,5 Mio.) den Gemeinden. Auch die Aufteilung der Kosten unter den Gemeinden steht: Wörgl trifft es demnach mit 49,3%, das sind über 18 Millionen EURO.

Margreiter: "Wörgl die finanzielle Tränen-Drüse trocknen!"

Über den Aufteilungs-Schlüssel ist man sich einig. Auch die Verbands-Gründung steht mit 12. April. Doch angesichts der Summe sperrt sich Wörgl: Man könne das kaum bezahlen. "Das ärgert mich. Wörgl kann dem Land nicht immer Untätigkeit vorwerfen, während man sich dort selber sperrt, zumal 2005 Wörgl NICHT wegen dem Hochwasser überflutet wurde, sondern weil ein Damm gebrochen ist... Das ist ein wichtiger Unterschied! Wir müssen Wörgl die finanzielle Tränen-Drüse endlich trocken legen! Daher verlange ich von LH Günther Platter und LHStv Geisler (beide ÖVP), dass sie bis spätestens 12. April – also noch vor der Verbands-Gründung – endlich sagen, wie viel vom Gemeinde-Anteil das Land noch zuschießt!", fordert Breitenbachs Bürgermeister LA Ing. Alois Margreiter (ÖVP). Wären das beispielsweise 50%, träfe es Wörgl "nur" noch mit 9 Mio. EURO...

Hedi Wechner als Obfrau

Margreiter lässt weiter aufhorchen: "Ich werde Wörgls Bürgermeisterin Hedi Wechner als Obfrau für den Hochwasser-Verband nominieren." Wörgl müsse schließlich am meisten zahlen. Darüber hinaus bekäme Wörgl am meisten Bauland aus der roten und gelben Zone heraus.  Aus beiden Gründe stehe Wechner die Funktion als Obfrau zu. Der Verband ist nach Gründung jene juristische Person, die beim Land als Projekt-Werber auftritt und beim Bund die Fördermittel beantragen wird. (cm)
KUNDL (klausm) Der Österr. Alpenverein (ÖAV) setzt sich aus Sektionen und deren Ortsgruppen in ganz Österreich zusammen. Eine der vielen Ortsgruppen mit etwa 480 Mitgliedern besteht in Kundl/Breitenbach. Innerhalb der Ortsgruppe wird eine Alpin-, Kletter-, Jugend- und seit 2008 auch eine reine Familiengruppe angeboten. Jeden 1. Samstag eines Monats trifft sich die Familiengruppe zu einer gemeinsamen Aktivität. Da gibt’s dem Alter der Teilnehmer angepasst Wanderungen verschiedener Schwierigkeitsgrade, Übernachtungen auf ausgewählten Hütten, Zeltlager, Besuche in Museen, auf Schlössern, ja und im Winter wird nicht nur gewandert sondern wenn’s passt auch gerodelt.

Am Samstag den 01. April - zufällig der Samstag an dem in Kundl die Ortsreinigung durchgeführt wurde - hat die Familiengruppe des ÖAV-Kundl/Breitenbach nicht nur an der Ortsreinigung teilgenommen und den Weinberg auf Vordermann gebracht, in stundenlanger Arbeit hat ein ca. 40-50 Teilnehmer starkes Kreativteam vom späten Vormittag bis in den späten Nachmittag am Weinberg einen sehenswerten „Weidenpavillon“ errichtet, ausschließlich mit natürlichen Materialien natürlich und in Absprache mit der Marktgemeinde.

Am Ende präsentierte sich ein wirklich sehenswertes Kunstwerk, für Foto’s geradezu eine ideale Location. So wurde der Weidenpavillon am Weinberg inklusive der fleißigen und mit Recht stolzen Erbauer von allen Seiten ausgiebig geknipst. Für die Familiengruppe des ÖAV-Kundl/Breitenbach mit dem Vorsitzenden Christian Zeindl und seinen Vorstandsmitgliedern gibt’s für diese großartige und originelle Idee von der Stelle aus einen großen Applaus.

Fotos:



Waldkindergarten ab Herbst auch in Breitenbach

Dienstag, 28 März 2017
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BREITENBACH (klausm) Am Montag den 27. März präsentierten Vize-Bürgermeisterin Martina Lichtmannegger, Gemeinderätin Daniela Brandacher, sowie die beiden Kindergartenpädagoginnen Veronika Rinnergschwentner und Renate Streiter den neuen Waldkindergarten in Breitenbach. Für diverse Fragen der Eltern stand am Ende der Präsentation neben den bereits angeführten Initiatorinnen und Vortragenden, Bürgermeister Alois Margreiter zur Verfügung. Er berichtet unter anderem darüber, dass er mit Breitenbacher Gemeinderäten den Waldkindergarten in Schwaz besuchte und die Exkursionsteilnehmer ausnahmslos begeistert waren, so dass dem Entschluss, auch in Breitenbach eine Waldkindergarten einzurichten, nicht’s mehr im Wege stand.

Renate Streiter aus Schwaz, sie gründete vor 10 Jahren den ersten  Waldkindergarten in Schwaz und führt ihn bis heute, präsentierte mit einer unüberseh- und unüberhörbaren Begeisterung das Projekt „Waldkindergarten“. Die Idee dafür kommt ursprünglich ja eigentlich aus Schweden, dort wurden für die Kinder bereits 1892 naturnahe Aktivitäten aller Altersstufen angeboten. Erst in den 70er-Jahren entstand in Deutschland der erste Waldkindergarten und eine staatliche Anerkennung dafür gab’s erst in den 90er-Jahren. In Tirol entstanden mittlerweile schon mehrere Waldkindergärten, wie etwa in Kufstein, Schwaz, Zirl, Völs, Fügen oder Maurach und laufend werden es mehr.

Waldkindergarten Breitenbach

Der Breitenbacher Waldkindergarten, eine „Lernwerkstatt Natur“, befindet sich im Gemeindewald am First, auf weitgehendst naturbelassenem Gelände. Hier finden Kinder ausreichend  Möglichkeiten, die Natur in ihrer Vielfalt zu entdecken. Für dieses Projekt wird ein eigens aufgestelltes Gebäude den Kindern als Werkstatt dienen und mit Semesterbeginn 2017/2018 soll dieser wunderbare alternative Kindergarten seinen Betrieb aufnehmen. Die Außenmaße des Gebäudes mit zwei Eingängen betragen 10m x 2,40m, natürlich gibt’s Wasser- und Stromanschluss. Die Inneneinrichtung setzt sich aus beweglichen Modulen zusammen, was der notwendigen Kreativität der Kinder sehr entgegenkommt. Eine weitere Besonderheit: Spielsachen aus Plastik wird’s wohl nicht geben, sämtliche Materialien zum Spielen und Basteln kommen nämlich vorzugsweise aus der Natur. Der Waldkindergarten wird zum Start mit einer Kindergruppe bis zu 17 Kindern geführt, als Leiterin wird Veronika Rinnergschwentner von Anfang an dabei sein und mit ihr eine Assistentin.

Ähnlich einem herkömmlichen Kindergarten gestaltet sich der Tagesablauf im Waldkindergarten; Dazu gehören Freispielzeiten, Morgenkreis, Gemeinschaftsjause (dabei kommen die Kinder zur Ruhe und erleben das Miteinander in der Gruppe) es folgen verschiedenste Aktivitäten im Wald wie Spaziergänge, Freispiele, Aufsuchen von Waldplätzen, Spurensuche, am Ende gibt’s einen Abschlusskreis mit gemeinsamen Abschlusslied. Es werden gemeinsame Feste gefeiert, diverse ärztliche Vorsorgeuntersuchungen erfolgen durch Dr. Georg Bramböck, ebenso sind augenärztliche Untersuchungen vorgesehen und eine Logopädin gibt’s auch, obendrein wird den Kindern ein Skikurs angeboten. Bringzeit ist von 07:30 – 08:45 und Abholzeit von 11:30 – 13:00 Uhr. Waldkindergärten unterliegen denselben gesetzlichen Auflagen und Richtlinien wie alle üblichen Kindergärten. Anmeldung zum Waldkindergarten im Kindergarten Breitenbach am 05. April von 10:00-12:00 Uhr und von 15:00-17:00 Uhr.

Waldkindergärten

Waldkindergärten = Kindergärten im Wald, ohne Wände und Türen. Kinder können dort die Natur mit allen Sinnen entdecken. Die gesunde körperliche und geistige Entwicklung der Kinder werden ebenso wie das Selbstbewusstsein und deren Sozialkompetenz gefördert. Selbstverständlich ist neben dem sozialen Lernen, die Förderung der Bewegung, das Freispiel, die Umwelterziehung, Motorik und Geschicklichkeit sowie die Vorbereitung auf die Schule bedeutsam. Die frische Luft, die natürliche Bewegung im Wald und das Erfahren der Naturphänomene Regen, Wind, Sonne sind allgegenwärtig.

Auch der Wald kommt nicht zu kurz: Die Kindern erforschen und entdecken ihn. Sie bauen eine einzigartige Beziehung auf. Im Wald werden Lieder gesungen, Reime und Fingerspiele gelernt, Geschichten erzählt, mit Naturmaterialien gewerkt und gebaut, Feste gefeiert – alles zu jeder Jahreszeit im Wald. Die tägliche Bewegung im Freien stärkt das Immunsystem der Kinder, zudem fördert es viele Bewegungsmöglichkeiten und das Wahrnehmen mit allen Sinnen. Daraus entwickelt sich ein achtsamer Umgang und eine besondere Wertschätzung der Natur. Spielen mit einfachen Mitteln fördert die Kreativität der Kinder und lässt ein gutes Selbstwertgefühl wachsen (Quellnachweis: www.waldkindergaerten.at)

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KUNDL (klausm) Die ÖVP-Kundl lud am Sonntag den 19. März zum Frühjahrs-Brunch in’s Foyer des Gemeindesaales. Ziel dieser Aktion am Joseftag war es, den Sonntag Vormittag mit Gleichgesinnten in gemütlicher und entspannter Runde zu verbringen und dies gelang den Veranstaltern absolut perfekt - kein Wunder, haben diesen Brunch doch die ÖVP-Frauen Kundl/Breitenbach mit Obfrau, Vize-Bgm Mag. Barbara Trapl aus Kundl und der Vize-Bgm Martina Lichtmannegger aus Breitenbach organsiert, ja und die Frauen hatten einiges zu tun, immerhin war das Foyer mit etwa 80 Personen bis auf den letzten Platz voll besetzt – wie erfreulich.

Begrüßt hat die Anwesenden Vize-Bgm Mag Barbara Trapl und als besondere Ehrengäste konnte die Obfrau Dr. Bettina Ellinger aus der Wildschönau sowie LAbg Bgm Ing. Alois Margreiter aus Breitenbach willkommen heißen.

Barbara Trapl hielt in ihrer Ansprache ein Plädoyer für die Aufrechterhaltung und Pflege unserer Traditionen und heimischen Werte, vermisste in Kundl - obwohl eine finanzstarke Marktgemeinde -  einen Wirtschaftsausschuss und meinte auf die Zusammenarbeit mit der Gemeindeführung bezogen, dass man gespannt auf die Zukunft sein könne. An dieser Stelle meinte einer der Zuhörer: „Kundl braucht wahrscheinlich deshalb keinen Wirtschaftsausschuss, die haben ja eh' so an guat'n Amtsleiter.“

Alois Margreiter hob wie so oft die gute Zusammenarbeit zwischen Kundl und Breitenbach hervor und belegte dies an ein paar funktionierenden Beispielen wie etwa dem gemeinsamen Recyclinghof, bemerkte aber auch, dass es für einen Bürgermeister mit einem Budget wie in Kundl, nicht besonders schwer ist zu regieren, ging noch kurz aber hörbar engagiert auf das Thema Hochwasserschutz ein und streifte schließlich noch die Mindestsicherung und die Krankenhausfinanzierung.

Bettina Ellinger plädierte für die Pflege des Vereinswesens, was die Gemeindepolitik generell betrifft, hofft sie auf eine vermehrte und verstärkte Zusammenarbeit in den Gemeinden zwischen Bürgern und Kommunalpolitikern, auf richtiges und gesundes Demokratieverständnis, auf einen funktionierenden Informationsfluss, denn ihre Bedenken dazu: „Je weniger UNTEN mitgestaltet und mitorganisiert wird, desto mehr wird im Laufe der Zeit logischerweise von OBEN vorgegeben und diktiert werden, ja und je mehr von oben angeordnet wird, desto weniger hat unten das Volk schließlich mitzureden. Auf EU-Ebene gibt’s dafür bereits das eine oder andere Beispiel.“

Ortsbauernobmann Markus Unterrainer sprach in seiner Wortmeldung noch einmal das Thema Hochwasserschutz bzw. die geplanten Retentionsflächen, etc. an, wobei klar ist, dass in dieser Frage einige Weichen bereits per Gesetz gestellt wurden. Danach erklärte Barbara Trapl das Buffet der ÖVP-Frauen Kundl/Breitenbach für eröffnet. Dieser Frühjahrs-Brunch bot nicht nur Erwachsenen und politisch Interessierten ein paar kurzweilige und informative Stunden, neben feinster Kulinarik war im Gemeindesaal für Kinderunterhaltung gesorgt – so hatte jeder was davon.

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547.000 Übernachtungen gab es in der Tourismus-Region Alpbachtal und Seenland im Sommer 2016. Markus Kofler, GF TVB Alpbachtal Seenland ist mit der Auslastung grundsätzlich zufrieden, sie könnte aber besser sein.

Region - Laut Geschäftsbericht 2016 des TVB Alpbachtal Seenland gab es in der Ganzjahressaison 2015 950.000 Übernachtungen und eine Auslastung von 31,2% der Betten. Im darauffolgenden Sommer folgten 547.000 Übernachtungen. GF Markus Kofler ist sehr zufrieden mit den Zahlen, findet aber, dass "die Auslastung in unserer Region natürlich besser sein könnte".

Kundl ist anders

Die Zahlen variieren je nach Ort. Zum Beispiel Kundl hatte im Sommer eine Bettenauslastung von nur 17%, während Kramsach als Spitzenreiter im Sommer 2016 53% der Betten belegt hatte. "In Kundl gibt es kaum noch Nächtigungstourismus. Der Gewerbe- und Industrieort braucht eine ganz andere Positionierung als ein klassischer Tourismusort. Der Ausflugstourismus mit den Highlights Kundler Klamm und dem Innradweg gibt es immer noch", bestätigt Kofler gegenüber dem ROFAN-KURIER. Interessant ist, dass der durchschnittliche Aufenthalt eines "Touristen" in Kundl 10,3 Tage beträgt, in den übrigen Orten der Region zwischen 3 und 5 Tagen...

Mangel an Hotels mit 4 Sternen

Weiters spricht der GF des TVB Alpbachtal und Seenland von einem Mangel an Hotels im höherwertigen Segment. "Wenn man die Dichte der Hotels mit drei oder vier Sternen vergleicht, kommt man schnell zum Schluss, dass wir einen Mangel an Hotels im höherwertigen Segment haben." Nach dem Verlust des Kramsacher Hofs, der am 23. Dezember geschlossen wurde, gibt es im Inntal zwischen Kundl und Münster nur noch ein Viersternhotel.

Großteils deutsche Touristen

2015 kamen 55% der Touristen aus Deutschland, wie der  Geschäftsbericht zeigt. Um einen neuen Trend handelt es sich hier nicht. Schon 2006 waren über 50% der Gäste Deutsche. Aber auch sehr viele Österreicher machen gerne in Tirol Urlaub. Knapp 10% der Gäste (2006 sowie 2016) sind Österreicher. Eine wichtige Tourismus-Säule fällt nun endgültig weg (Kofler: "Natürlich schmerzt die Betriebseinstellung der Sonnwendjochbahn sehr"), trotzdem blickt Kofler optimistisch auf die nächste Saison. (mk)
Breitenbach entwickelt sich mehr und mehr zum „Musterschüler“ was die Gemeinde-Verschuldung betrifft: In den letzten 10 Jahren konnte der Verschuldungs-Grad Schritt für Schritt gesenkt werden – und wird heuer voraussichtlich etwa bei 19,5% liegen!

Breitenbach - Die Gemeinde Breitenbach geht heuer mit einem Budget von 6,9 Mio. EURO in das Haushalts-Jahr. Die Höhe der frei verfügbaren Mittel ist mit 24.000,- EURO überschaubar. Dafür hat die Gemeinde heuer schon einiges geplant!
Der Verschuldungs-Grad von Breitenbach war vor etwa 15 Jahren bei über 38%. Heute soll er auf 19,5% sinken!
Neben einem ordentlichen Haushault (OH) in der Höhe von 6,48 Mio. EURO gibt es heuer auch einen außerordentlichen Haushalt (AOH) mit 488.000,- EURO.

Drei Groß-Projekte

Mit diesem Betrag packt Breitenbach gleich drei Projekte an: Zum ersten die Sanierung des Sportplatz-Gebäudes mit Zubau für 218.000,- EURO, den Um- und Zubau für das Feuerwehrhaus mit 120.000,- EURO und die Breitband-Offensive mit 150.000,- EURO. Ein Teil der nötigen Mittel kommt aus verschiedenen Landes-Töpfen.

Ausgaben:

Bildung  ist teuer: Breitenbach zahlt heuer für Hauptschule (113.000,-), Volschule (133.000,-) Kindergärten (638.000,- EURO, davon 100.000,- EURO für den Waldkindergarten und 65.000,- für den Kinder-Hort) sowie gesamt 43.000,- EURO für den Berufsschul-, Sonderschul- und Polytechnikum-Beitrag. Das sind in Summe etwa 1 Mio. EURO.
Gesundheit/Krankenhäuser: Für die Landes-Krankenhäuser leistet Breitenbach einen Beitrag in der Höhe von 467.000,- EURO, zum Bezirks-Krankenhaus werden 197.000,- EURO beigesteuert.  
Soziales: Der Sozial-Bereich kostet Breitenbach 230.000,- EURO an Landes-Abgabe, weitere 176.000,- EURO fließen in die Behinderten-Hilfe. Für das Wohn- und Pflegeheim zahlt Breitenbach heuer einen Beitrag von 252.000,- EURO, im Durchschnitt sind pro Jahr etwa 22 Betten von Breitenbachern belegt.
Müll-Kanal-Wasser: Die Müllentsorgung kostet heuer 274.000,- EURO, für Kanalisation werden 360.000,- EURO veranschlagt, wobei hier 107.000,- EURO das Klärwerk/den Abwasserverband betreffen.
Die Straßenerhaltung kostet heuer 600.000,- EURO. 250.000,- fließen in Asphaltierungen, 252.000,- EURO kostet das Bauhof-Personal und etwa 86.000,- sind für Winterdienst vorgesehen.
Knapp 100.000,- EURO zahlt Breitenbach an das Land Tirol als Landes-Umlage. Für Vereine, Kultus und Kultur werden heuer insgesamt 140.000,- EURO ausgegeben.
Die Kosten für Verwaltung mit Personal (ohne Bauhof), Gemeinderat und Gemeindeamt betragen heuer gesamt 1,26 Mio. EURO. Darin enthalten sind auch 607.000,- EURO Personalkosten für Kindergärten und Schulen.

Einnahmen

Auf der Einnahmen-Seite stehen vor allem die eigenen Steuern mit 470.000,- EURO. Darin enthalten ist die Grundsteuer sowie die Kommunalsteuer. An Abgaben-Ertragsanteilen erhält Breitenbach heuer etwa 2,87 Mio. EURO. An Bedarfszuweisungen sind etwa 170.000,- EURO für Straßenprojekte zu erwarten. Gebührenseitig wird ein wenig angepasst: Die Müllgebühr steigt von 18,- auf 20, -EURO, die Hundesteuer wird von 40,- auf 70,- EURO angehoben. Die Erschließungs-Kosten werden um 3% teurer. (cm)
Seit Jahren wünschen sich die Menschen in Kramsach und Breitenbach eine Entlastung: Das mittlerweile 80 Jahre alte Stahlmonster, die 110kV-Leitung von Kramsach nach Kirchbichl, soll endlich aus den Dörfern verschwinden! Am 1. Februar erfolgte dazu der Startschuss…

Kramsach/Breitenbach/Kirchbichl - "Vor Ort" in Kirchbichl fand am Mittwoch, 1. Februar, die mündliche Verhandlung für den ersten Abschnitt der neuen 110kV-Leitung statt. Vom Umspannwerk Kirchbichl über Angerberg bis zum Ortsrand von Breitenbach führt dieser Abschnitt. Dort wird er provisorisch mit der alten 110kV-Leitung durch Kramsach verbunden. Diese Strecke vom Umspannwerk Kirchbichl bis nach Breitenbach – also der "Abschnitt 1" – ist etwa 6 km lang und benötigt 26 Maste. Die Gesamtstrecke bis zum Umspannwerk in Kramsach ist 25,5 km lang und soll in der neuen Variante etwa 110 Masten bekommen. Am 11. November 2016 wurde übrigens per Bescheid festgestellt, dass für den "Ersatzneubau der 110kV-Leitung Kramsach – Kirchbichl kein Verfahren nach dem Umweltverträglichkeits-Prüfungsgesetz nötig ist."

Zeitplan für die Umsetzung

TINETZ-GF DI Thomas Rieder auf Nachfrage des ROFAN-KURIER: "Der Bau des ersten Abschnitts von Kirchbichl über Langkampfen, Mariastein, Angath, Angerberg bis nach Breitenbach … soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 beginnen. Die Bauabschnitte 2 und 4, die im Wesentlichen Breitenbach und Kundl betreffen, sollen in der ersten Jahreshälfte 2017 und der dritte Bauabschnitt von Kramsach bis Breitenbach, in der zweiten Jahreshälfte 2017 zur Genehmigung eingereicht werden. Wir gehen davon aus, dass dann die mündlichen Verhandlungstermine durch die Behörde innerhalb kurzer Frist anberaumt werden." Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung sei aktuell vorgesehen, den zweiten Bauabschnitt (Breitenbach) im Jahr 2018, den dritten Bauabschnitt (Kramsach bis Breitenbach) im Jahr 2019 und den vierten Bauabschnitt (Breitenbach nach Kundl) im Jahr 2020 umzusetzen. Durch die Verlegung der Leitung werden tausende Bürger endlich vor potentiell gesundheits-gefährdenden elektrischen und magnetischen Störfeldern befreit. Auch die Entwertung der Grundstücke durch die Überspannung sowie die negativen Auswirkungen auf das Ortsbild wären dann endlich "Geschichte".

Vorsorge-Werte massiv überschritten!

Die Bürgerinitiative "Leben ohne Hochspannung" prüft auch weiterhin vor allem in den späten Abend-Stunden die Werte, die von der 110-kV Leitung in Kramsach abgestrahlt werden. Ärzte wie der Umwelt-Mediziner der Salzburger Landesregierung, Dr. Gerd Oberfeld, raten dringend: "Im Daueraufenthalts-Bereich sollte ein Wert von 100 Nano-Tesla nicht längerfristig überschritten werden." Ansonsten steige laut Dr. Oberfeld das Risiko von Erkrankungen wie Leukämie im Verhältnis zur Höhe der Belastung. Dies sei auch durch Studien klar belegbar. Beim Messpunkt in Kramsach in 15 Metern Entfernung vom äußeren Leitungs-Strang wurden auch im Jänner 2017 in den Stunden der Nachtruhe massive Überschreitungen der von österreichischen Gesundheitsmedizinern genannten Vorsorge-Werte gemessen! Bis zu 1.350 Nano-Tesla wurde hier abermals festgestellt. Für DI Rieder "hängen die Schwankungen vom Leistungsbedarf der Kunden ab."
Eine Tatsache, die wohl bekannt ist... Die Bürger-Initiative hat Landtags-Abgeordnete sowie zuvor auch LH Günther Platter, Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und die TINETZ um schnellst mögliches Vorantreiben der Verlegung gebeten... (cm)

Großartiger Breitenbacher Adventnachmittag

Sonntag, 18 Dezember 2016
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BREITENBACH (klausm) Der Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde Breitenbach, mit Obmann Gemeinderat Franz Moser, lud am Sonntag den 18. Dezember zu einem stimmungsvollen Adventnachmittag am Schopper-Anger. Eine Bläsergruppe der Musikkapelle, ein Schulkinderchor, ein Märchenspiel (heuer war’s das Dornröschen), Anklöpfler und Christbaumverkauf sowieso.

Bereits zum zweiten Mal beteiligten sich heuer die ÖVP-Frauen Kundl/Breitenbach mit Obfrau, Kundl’s Vizebürgermeisterin Mag. Barbara Trapl und Obfrau-Stellvertreterin, Breitenbach’s Vizebürgermeisterin Martina Lichtmannegger an diesem Adventnachmittag mit einem Gastrostand. Besonders anerkennenswert dabei, der Erlös aus dieser Veranstaltung, konkret geht es um 1.000,- EURO, wird dem Sozialfonds Breitenbach übergeben.

Eine sehens- und besuchenswerte Attraktion war der Kunstgarten der Monika Buchholz, den sie heuer bereits zum fünften Mal aufstellte – sehr zu Freude der Bevölkerung. Ein besonderes Anliegen ist für Monika aber nicht nur dieser Kunstgarten, auch das Kunst- bzw. Künstlerfenster am Ortseingang wird von ihr das ganze Jahr über vorbildlich organisiert und aktualisiert.

Unter den Besuchern beim Adventnachmittag selbstverständlich Breitenbach’s Bürgermeister, LA Ing. Alois Margreiter. Alle Hände voll zu tun hatten die beiden Vizebürgermeisterinnen Martina Lichtmannegger (Breitenbach) und Mag. Barbara Trapl (Kundl) mit ihrem Team am Gastrostand. Hauptverantwortlicher, Gemeinderat Franz Moser, Ausschussobmann Sport- und Kultur, achtete nicht nur auf einen reibungslosen Ablauf, er führte obendrein die Besucher als Platzsprecher durch den Nachmittag. Franz Moser möchte sich bei dieser Gelegenheit auch auf diesem Weg bei allen freiwilligen Mitwirkenden - Privatpersonen ebenso wie Vereine -  auf das herzlichste bedanken.

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