A+ A A-
Zwischen Sonntag, 8., und Mittwoch, 11. Juli, finden die Tirol-Etappen der Österreich Radrundfahrt statt. Vor allem die dritte Etappe am Montag, 9. Juli, wird für Verkehrsprobleme im ROFAN-KURIER-Gebiet sorgen.

REGION - Die dritte Etappe der Österreich-Radrundfahrt führt am Montag, 9. Juli, von Kufstein auf das Kitzbühler Horn. "Entlang der Strecke auf den Bundes- und Landesstraße ist mit kurzfristigen Anhaltungen, temporären Sperren und damit verbundenen zeitlichen Verzögerungen zu rechnen", informiert die Landespolizei-Direktion Tirol. Die teilnehmenden Fahrer starten um 11:00 Uhr in Kufstein und kommen über Kirchbichl, Niederbreitenbach und Mariastein etwa um 11:30 Uhr ins Seengebiet in Kramsach. Die Ankunft im Dorf von Kramsach wird auf etwa 11:45 geschätzt. Danach geht es für die Rad-Profis weiter nach Rattenberg (etwa 11:52 Uhr), über die Tiroler Straße nach Kundl (etwa 12:04 Uhr), Breitenbach (etwa 12:06 Uhr) und wieder zurück nach Niederbreitenbach. Über Kufstein, St. Johann und Kitzbühl geht es dann aufs Kitzbühler Horn. Die Zielankunft ist um etwa 14:22 Uhr erwartet.

Weitere Etappen in Tirol

Die Etappe am Sonntag, 8. Juli, führt von Feldkirch nach Fulpmes, die Dienstag-Etappe von Kitzbühel nach Prägraten und die letzte Tirol-Etappe am Mittwoch, 11. Juli, von Matrei im Ostitiorl zum Fushcer Törl. (mk)

Neuer Geh- und Radweg zwischen Kramsach und Brixlegg

Donnerstag, 05 Juli 2018
Freigegeben in Lokales
Seit einiger Zeit ist die Autobahnbrücke zwischen Kramsach und Brixlegg erschwert passierbar. Bis jetzt waren Sanierungs-Arbeiten am Plan. Ab Montag, 9. Juli, wird am Autobahn-Zubringer ein Geh- und Radweg zwischen den Gemeinden gebaut.

KRAMSACH/BRIXLEGG -  Gemeinsam mit dem Land Tirol errichten Kramsach und Brixlegg einen Geh- und Radweg über die Autobahnbrücke zwischen den Gemeinden. Dadurch kann es auf der L47 Kramsacher Straße immer wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen. Für beide Bürgermeister ein wichtiges Projekt: "Ich war früher selbst Tagespendler und bin jeden Tag mit dem Fahrrad nach Brixlegg gefahren. Deswegen weiß ich, wie gefährlich das Radfahren am Autobahn-Zubringer ist. Diese Brücke ist sehr stark befahren", erklärte Kramsachs Bürgermeister Hartl Zisterer (ÖVP) bereits im ROFAN-KURIER-Budget-Gespräch 2017.
Auch während der Bauarbeiten können Fußgänger den Autobahn-Zubringer gefahrlos überqueren. Zur Zeit ist eine "temporäre Notbehelfs-Brücke für Fußgänger" an der Brücke angebracht. Die Bauarbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen werden.
Kurz vor dem offiziellen Baubeginn des Geh- und Radwegs am Montag, 9. Juli, (bis jetzt waren "nur" Sanierungs-Arbeiten der Brücke im Gang) schickten die beiden Gemeinden eine Bürger-Information an die Haushalte und ersuchen darin um Verständnis der Verkehrsteilnehmer.

Rattenberg: Pumptrack-Eröffnung im August

Montag, 02 Juli 2018
Freigegeben in Lokales
Knapp 100.000,– EURO gibt die TVB-Region für Mountainbiker aus. Neben dem bereits errichteten Mountainbike-Skillpark wird voraussichtlich Ende August der Pumptrack eröffnet. Und fast alle Gemeinden zahlen...

RATTENBERG - "Alle Gemeinden müssen mitziehen" – hieß es auf verschiedenen Gemeinderatssitzungen in Bezug auf den Pumptrack in Rattenberg. Alle Gemeinden der TVB-Region  Alpbachtal Seenland sollen beim Pumptrack mitbezahlen – nur sehen das nicht alle ein: Die Gemeinde Brandenberg fasste bei der Gemeinderatssitzung mit dem Thema Pumptrack einen einstimmigen Beschluss – gegen die Mitfinanzierung des Projektes: "Aus touristischer Sicht finde ich das Projekt gut, nur der Aufteilungsschlüssel passt für uns nicht"“, sagt Brandenbergs Bürgermeister Hannes Neuhauser. Die 1.800,– EURO, die Brandenberg bezahlen hätten müssen, übernimmt nun die Stadtgemeinde Rattenberg. Fast alle restlichen Gemeinden stimmten dem Projekt bereits zu,  1.800,– EURO zu bezahlen – nur in Alpbach und Breitenbach stehen die Gemeinderatsbeschlüsse noch aus. Insgesamt kostet der Pumptrack – also die Erweiterung des Skillparks – etwa 62.000,– EURO.
Der Pumptrack wird laut TVB dann Ende August eröffnet werden und soll das "sehr gut angenommene" Angebot des Skillparks in Rattenberg erweitern. (mk)

"The Doors of Perception" ausgezeichnet

Montag, 02 Juli 2018
Freigegeben in Lokales
Für die Glasdesign-Diplomarbeiten der HTL Kramsach wurde heuer das erste Mal ein Award vergeben. Für den ersten Platz bekam Johanna Öller 1.200,– EURO von der Privatstiftung der Sparkasse Rattenberg.

KRAMSACH - "Was die Industrie für die Chemie-HTL ist möchten wir für das Pendent mit Glas sein", erklärte der Sparkassen-Direktor Friedl Anrain kürzlich in seiner Ansprache bei der Verleihung des ersten Glaskunsthandwerk und -Design Award 2018. Der Preis wurde von der Privatstiftung der Sparkasse Rattenberg gespendet. Ausgezeichnet wurden Diplom-Arbeiten der Abschlussklassen.

Siegerprojekt "The Doors of Perception"

siegerprojekt
Johanna Öller mit ihrem Kunstwerk "The Doors of Perception".

Den Glaskunstwerk- und Design Award konnte Johanna Öller gewinnen. Mit ihrem Werk "The Doors of Perception" überzeugte sie die Jury: "Mein Objekt symbolisiert den Inhalt des Essays 'The Doors of Perception' von Aldous Huxley", sagt sie im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER. In diesem Schriftstück geht es um die Erfahrungen des Autors mit bewusstseinserweiternden Substanzen, die zu einer außerordentlichen visuellen Wahrnehmungsfähigkeit führen.
Die Visualisierung dieses Themas erfolgte durch einen Glasquader, der im Dunkeln verschiedene Schichten des Querschnitt eines Schädels beleuchtet. Jede dieser Schichten stellt Wahrnehmungsebenen dar.
Den zweiten Platz erreichte Bernadette Höpperger, Dritte wurde Johanna Rinnergschwentner.
38 Unternehmer waren dabei, als der Verein "Naturjuwel Rofan" zur Generalversammlung lud. Der Wahlvorschlag zum neuen/alten Vorstand wurde ohne Gegenvorschlag und einstimmig angenommen. Nächster Schritt auf dem Weg zum neuen Lift soll nun die Gründung einer Lift-Genossenschaft sein.

KRAMSACH - Wie geht es weiter mit dem Lift in Kramsach? Diese Frage stellen sich im Unterland viele. Etliche Fragen zum Thema "Lift" wurden kürzlich in der Generalversammlung des Vereins behandelt.

Finanzen

Wie der ROFAN-KURIER bereits berichtete, wird der TVB, der jährlich etwa 4,4 Millionen EURO an Abgaben von regionalen Betrieben erhält, 25% der Kosten des Lift-Baus übernehmen. Die Gemeinde Kramsach hat 1,4 Millionen EURO zugesagt, in Teilbeträgen von 100.000,– EURO pro Jahr. Sollte das nicht reichen, gibt es zusätzliches Geld, begrenzt bis zu einem Höchstbetrag von 2 Mio. EURO.
Weitere 500.000,– EURO kommen vom Land Tirol, wobei Vereins-Obmann Sepp Kreidl hier auf das Doppelte hofft. Dazu müsste aber die Landes-Aktion "Bürgermeister-Lifte" in Kraft treten. Von den Bergbahnen Alpbach erwartet man sich eine Abschlags-Zahlung. Die noch zu gründende Genossenschaft soll einen Kredit aufnehmen. Bisher sind 217.000,– EURO Spenden eingegangen. Davon wurde laut Kassier Franz Dollinger etwa die Hälfte für Studien, Konzepte oder Begehungen ausgegeben. Auch der Sohn von Bundes-Präsident Van der Bellen (GRÜNE) arbeitete am Projekt mit erhielt eine Zahlung vom Verein für eine Begehung.

Doch mit dem Rollstuhl...

Durch das Einhängen von Gondeln in jeden zweiten Seilabschnitt des Sesselliftes will man die Möglichkeit schaffen, dass man nun doch mit Kinderwagen oder Rollstuhl ins Wandergebiet kommt. "Das macht den Lift zwar ein wenig teurer, aber das ist uns wichtig", heißt es in der Generalversammlung.
Dank des Einsatzes von Lothar Moser wurde in Zusammenarbeit mit der Raiffeisen-Bank bereits ein Genossenschafts-Vertrag aufgesetzt. Die Details für eine Mitgliedschaft bei der Genossenschaft werden aktuell erarbeitet. Angedacht wurde eine „Beitrittsgebühr“ von 500,– EURO und eine Mindesteinlage von weiteren 500,– EURO, maximal 5.000,– EURO. Die Genossenschaft soll dann den Lift auch betreiben.
Der neue und alte Vorstand: Obmann: Sepp Kreidl, Obmann-Stv.: Markus Vögele, Kassier: Franz Dollinger, Kassier-Stv.: Ludwig Hechenblaikner, Schriftführer: Egon Burgstaller, Schriftführer-Stv.: Conny Margreiter, Beirat: Lothar Moser, Georg Lenk, Kassaprüfer: Georg Sappl, Hannes Gang.
Der Sommer ist da, die Bade-Saison auch. Und am Reintaler See ... beschimpfen Fischer Schwimmer, beschweren sich Schwimmer über Fischer und Nudisten verlangen von Fischern, sie sollen sich ausziehen. Wer darf hier eigentlich was? Der ROFAN-KURIER hat nachgefragt...

KRAMSACH - Wenn sich verschiedene Freizeit-Aktivitäten im gleichen Raum begegnen, ist ein wenig Toleranz gefragt. Das funktioniert meist, jedoch nicht immer, wie Erlebnisberichte vom Reintaler See zeigen: Fischerboote fahren während des Bade-Betriebes den See ab und ziehen Angelschnüre hinter sich her. Im See schwimmen orange Mini-Bojen, die Köderstellen markieren. Wer näher ranschwimmt, wird vereinzelt von Fischern wütend vertrieben... Am Ufer stellen Fischer ihre Angeln auf. Nicht immer an sinnvollen Plätzen. Schwimmer sehen die Schnüre unter Wasser nicht, schwimmen hinein – und beschweren sich... Und einige Nackt-Bader auf der Halbinsel sollen andere Badegäste und Fischer sogar schon dazu aufgefordert haben, sich auszuziehen oder zu verschwinden!

Wer darf was?

Der ROFAN-KURIER hat bei Dr. Michael Geiger, Haupteigentümer des Sees und behördlich vereidigter Fischerei-Bewirtschafter, nachgefragt. Er sagt: "Wichtig ist mir, dass die Menschen miteinander auskommen! Fakt ist: Der Fischer darf am gesamten See fischen. Das hat nach Vorgaben des Tiroler Fischerei-Gesetzes zu erfolgen." Dr. Geiger ergänzt aber auch, dass es für Fischer, über die fundierte Beschwerden eingehen, keine Fischerkarte mehr geben wird. Es sei auch wenig sinnvoll, dort zu fischen, wo die Strände sind, weil "da nichts beißt".
Er ergänzt: "Fischer und Badegäste sind gleichgestellt. Sie müssen sich bezüglich Nutzung arrangieren." Es gäbe aber auch illegale Bade-Zugänge, die Schwimmer nutzen. Sie stören dort Sport-Fischer, die sich extra abseits der öffentlichen Strände platzieren. Schwimmen darf man überall im See. Genehmigte Wasser-Zugänge sind aber ausschließlich: Mu-Strand, Fischer-Stube, Kohler-Wiese, Halbinsel-Spitz und (teils) Süd-Ufer, Zugang Alois Brunner und Zugang Andreas Brunner.
Zu den Begehrlichkeiten mancher Nackt-Bader sagt Dr. Geiger: "Nackt-Baden ist hier nur geduldet, nicht erlaubt! Niemand MUSS sich im Bereich der Halbinsel ausziehen."
FKK ist in Tirol generell verboten. Eine einzige Anzeige gegen den FKK-Bereich am Reintaler... und das Nackt-Baden würde behördlich eingestellt.

Schlusskonzert der Landesmusikschule Kramsach

Donnerstag, 21 Juni 2018
Freigegeben in Lokales
Wieder geht ein sehr erfolgreiches Schuljahr zu Ende. Die Schülerinnen und Schüler der Landesmusikschule Kramsach möchten Sie recht herzlich zum traditionellen einladen

SCHULSCHLUSSKONZERT
DONNERSTAG - 28. JUNI - 18.30 UHR
VOLKSSPIELHAUS KRAMSACH

Es erwartet Sie ein sehr abwechslungsreiches Programm, vorgetragen von Solisten und Ensembles in den verschiedensten Besetzungen und Stilrichtungen. Auf zahlreichen Besuch freuen sich die Schülerinnen und Schüler der Landesmusikschule Kramsach


Ausstellung Marina Hanser in Kramsach

Freitag, 15 Juni 2018
Freigegeben in Lokales
KRAMSACH (klausm) Am Donnerstag den 14. Juni lud der Kultur- und Dorfentwicklungsausschuss Kramsach zur Eröffnung der Ausstellung „Transformation“ von und mit der Künstlerin Marina Hanser. Auf den Weg gebracht haben diese Vernissage Vize-Bgm Mag. Karin Friedrich und Andreas Bankler. Von „Fadlviera“ musikalisch umrahmt, übernahm Andreas Bankler die Begrüßung. Neben anderen kamen Gemeinderat Fritz Widmann, Prof. Mag. Helmut Nindl, die Künstler Heidi Gandler, Julia Kerschbaumer und Alois Schild, Dir. Wolfgang Schonner sowie Dir Friedrich Anrain.

Marina Hanser

Marina Hanser steht für die junge Generation von Künstlerinnen – weitgereist, weltzugewandt und in der Glastradition auf der Höhe der Zeit. Die internationale Glaskünstlerin und Designerin Marina Hanser, Jahrgang 1986, lebt und arbeitet in Kramsach. Am Anfang stand die Glasfachschule, danach studierte die junge Künstlerin ab 2008 an der Bozener „Vetroricerca, Glas & Modern Schule“ und setzte ihr Studium ab 2010 an der „Australien National University“ in Canberra/Australien fort. Mit 2014 „Bachelor of Visual Arts“ führten sie ihre Arbeiten unter anderem nach Peru, USA und England und 2016 schließlich zurück nach Kramsach. Heuer führt sie der Weg nach Corning New York sowie Berlin Glas.

Die Arbeiten von Marina Hanser sind das Ergebnis langer und komplizierter Herstellungsprozesse:

„ Künstlerin zu sein ist nicht nur Beruf oder Arbeit um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es ist ein großer Teil von mir und meiner Persönlichkeit. Ich sehe mein persönliches Leben nicht so sehr von meinem Berufsleben getrennt. Meine internationalen Eindrücke in den letzten 16 Jahren durch Studium, Reisen, Arbeiten und Leben im Ausland haben mir neue Perspektiven und Erfahrung gegeben. Dadurch hat sich mein Charakter als Künstlerin und Person geformt.“

„Bereits als Kind wußte ich, dass ich in einem kreativen Bereich arbeiten wollte. Mein Vater ermutigte mich im selben Jahr als er starb, bei der Glasfachschule Kramsach eine Bewerbung abzugeben. Bereits die ersten Berührungen mit dem Material Glas erweckten in mir die Leidenschaft, künftig mit diesem Werkstoff zu arbeiten. Ich verlor meinen Vater, aber eines der letzten Dinge die er mir hinterließ - Er zeigte mir meinen Weg.“

Fotos:


Auf der Suche nach einem Masterplan

Montag, 28 Mai 2018
Freigegeben in Tirol-Nachrichten
Wie soll es in Kramsach weitergehen? Diese Frage stellte sich neben Kramsacher Bürgern und Gemeinderäten auch die Firma Communalp. Diese präsentierte kürzlich die Ergebnisse ihrer Dorf-Entwicklungsstudie.

KRAMSACH - Zehn verschiedene Projekte – das ist der Output des Dorferneuerungskonzeptes der Firma Communalp. Diese zehn Projekte reichen von einer neuen Volksschule über "junges" bzw. "betreutes" Wohnen bis hin zu einem neuen Verkehrskonzept. Sehr wichtig war dabei die Idee eines neuen Dorfzentrums. Fragt man sich in Kramsach doch oftmals, wo dieses eigentlich ist...

Kramsacher ideenfreudig

Via App, Postkarte oder einem persönlichen Besuch beim Wohnwagen der Communalp konnte sich jeder Kramsacher einbringen. Über 1.000 Ideen brachten die Kramsacher bereits letztes Jahr in den Dorferneuerungsprozess ein. Alle Ideen sollen miteinbezogen worden sein. Nun wird, mithilfe der Architekten DI Helmut Reitter, DI  Rainer Köberl und DI Johannes Wiesflecker, ein Masterplan für Kramsach erstellt. Bereits vor der Infoveranstaltung hatten die Architekten die Möglichkeit sich ein Bild von Kramsach zu machen. Wichtig dabei: Die Ideen der Architekten werden ohne Berücksichtigung der Besitzverhältnisse in Kramsach aufgestellt...
Bei der Info-Veranstaltung hatten Kramsacher noch die Möglichkeit, ihre Ideen miteinzubringen. "Die Ideen der Architekten sollen noch vor der Sommerpause fertig werden", sagt Bgm. Hartl Zisterer (BÜRGERMEITSERLISTE). Danach werden in Abstimmung mit dem Gemeinderat die weiteren Fragen geklärt. Etwa, wo soll gebaut werden, was soll gebaut werden, was soll es kosten...(mk)
Wenn der Linien-Bus nicht fahren kann, der Bauer nicht zum Feld kommt und die Rettung nicht mehr durchkommt... dann ist es Sommer an der Brandenberger Ache. Auf der Suche nach kostenloser Erholung und Parkplätzen stürmen Leute aus allen Bezirken Tirols - vor allem aus dem Großraum Innsbruck - den Wasserlauf.

BRANDENBERG/KRAMSACH - "Wildes parken" ist in Kramsach und vor allem in Brandenberg an heißen Sommertagen seit Jahrzehnten ein Problem. Die Ache wurde von Einheimischen und auch von Gästen belagert – fixe Parkplätze gab es (so gut wie) keine. Ein wahres Park- und Müllchaos. Links und rechts neben der Straße wurde und wird geparkt, auch Privat-Besitz wird von den Erholungs-Suchenden aus dem Großraum Innsbruck und anderen Gegenden in Beschlag genommen! Rettungsfahrzeuge kommen dann nur schwer oder gar nicht durch, der Linienbus wurde sogar teilweise eingestellt.
Das bestätigt in mehreren Interviews auch der Bürgermeister von Brandenberg, Hannes Neuhauser (LISTE UNABHÄNGIGER BRANDENBERGER). Doch damit soll nun Schluss sein. Vielleicht nicht heuer, aber bald...

"Besucher-Lenkung": Kaiserhaus-Parkplatz bereits fertig

Die Bundesforste, die betroffenen Gemeinden Kramsach und Brandenberg und der Tourismusverband Alpbachtal Seenland haben zusammen eine Machbarkeitsstudie zur Besucherlenkung in Auftrag gegeben.
Der erste Parkplatz der Besucherlenkung wurde bereits umgesetzt. Am Eingang in die Kaiserklamm errichtete die Bundesforste (ÖBf) einen Parkplatz für 100 Autos und drei Busse. Die Planung, Ausführung und die Kosten von 130.000,– EURO wurden von den ÖBf übernommen.  Dass es weitere Parkmöglichkeiten geben wird (und muss), ist der Gemeinde Brandenberg bekannt. Bei der Gemeinderats-Sitzung im Mai wurde  die Planung des Gesamtprojektes in Auftrag gegeben – bei DI Bernadette Fleisch. Sie war Bestbieterin (34.500,– EURO) bei der Ausschreibung des LEADER-Projektes "Besucherlenkung zum Schutz des Naturdenkmals Brandenberger Ache".
Das Projekt geht nun in die Planungsphase und auch die Behördenverfahren sollen 2018 noch abgeschlossen werden.
Bürgermeister Neuhauser hofft auf Baubeginn 2019. "Das ist jedoch ein sportlich gesetztes Ziel", sagt er. Die Fertigstellung der Besucherlenkung soll dann innerhalb eines Jahres erfolgen.

Bgm. Neuhauser: "Wollen Besucherzahl NICHT erhöhen"

"Ziel der Besucherlenkung ist nicht, dass mehr Leute an die Ache kommen, viel wichtiger ist es, dass das 'wilde Parken' abgestellt wird", sagt Bgm. Hannes Neuhauser. "Wild-Parker" sollen dann auch zur Kasse gebeten werden.
Kosten soll die Besucherlenkung etwa 300.000,– EURO, Parkgebühr ist die ersten Jahren keine angedacht. Zumindest für die Parkplätze, die im LEADER-Projekt drin sind... Der Bundesforste Parkplatz am Kaiserhaus wird für sechs Stunden 3,– EURO kosten, für 24 Stunden 5,– EURO.
LEADER-Parkplätze sollen in Brandenberg in Pinegg oder in Furt entstehen, in Kramsach sind Parplätze am Eingang der Tiefenbachklamm und beim Saubach in Planung. "Die Besucherlenkung ist ein gemeinsames Projekt und die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut", das bestätigt auch Kramsachs Bürgermeister Hartl Zisterer (BÜRGERMEISTERLISTE). Der Kampf gegen die "Wild-Parker" ist ein gemeinsamer.
Zu einem späteren Zeitpunkt werden dann noch geordnete Grillplätze und natürliche Erholungsräume geschaffen, doch als erstes kommt der wichtigste Schritt: Die Besucherlenkung. (mk)
© Rofankurier