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50 Jahre Wintersportverein (WSV) Kundl

Sonntag, 25 Juni 2017
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KUNDL (klausm) Am 22. Mai 1967 gegründet, ist der Wintersportverein (WSV) Kundl mittlerweile aus der heimischen Vereinsszene nicht mehr wegzudenken, mit derzeit etwa 400 Mitgliedern gehört der WSV obendrein zu den großen Vereinen der Marktgemeinde.

Der Verein

Zu den wichtigsten Großveranstaltungen des WSV gehört die alljährliche Vereins- bzw. Marktmeisterschaft und nicht zu vergessen das legendäre Zwergerlrennen, generell steht jedoch die sportliche Förderung von Kindern und Jugendlichen in den alpinen Wintersportarten im Vordergrund, allerdings bemüht sich der Verein auch abseits der Schipisten um attraktive Angebote für seine Mitglieder und dass das alles in gleichbleibender Qualität kontinuierlich fortgesetzt wird, dafür sorgen seit 50 Jahren aktive und engagierte Obleute, Funktionäre und Trainer.

Abseits der Piste

Regelmäßiges  Wasserschifahren am Hödenauer See gehört für die WSV-Kinder verständlicherweise zu den absolut beliebtesten Trainings- und Freizeitangeboten. Unvergessen bleiben die Sommerfeste am Schießstand, die Organisation des Bergduathlon auf die Saulueg gehört ebenfalls zu den starken WSV-Veranstaltungen abseits von Schnee und Eis.

Vorstandsmitglieder

Bisherige WSV-Obmänner: Dr Oswald Huber (†), Fritz Wöss (†), Adi Fill, Hannes Pöll und derzeit Alexander Wolf. Dazu die jeweiligen Obmann-Stellvertreter: Ludwig Ebner (†), Anton Kern, Adi Fill, Georg Eder, Bruni Seebacher, Georg Fuchs, Stefan Pöll. Schriftführer: Walter Reinisch (†), Karl Kofler (†), Gerhard Liegerer (†), Monika Ebenbichler (†), Verena Moser, Angela Bliem, Walter Kapfinger, Martin Wurzrainer. Kassier: Midi Jöchl (†), Martha Totschnig, Gitti Margreiter, Tanja Leitinger, Helga Kostner.

Festabend

So ein runder Geburtstag verlangt nach einem unvergesslichen Fest, also lud der Wintersportverein am Samstag den 24. Juni zum „Jubiläumsfest des WSV“. Zum Festauftakt konzertierte die Musikkapelle Kundl, obendrein stand Schirennläufer Romed BAUMANN den Festbesuchern für eine Autogrammstunde zur Verfügung. Danach unterhielten „Die jungen Thierseer“. Zum Festbetrieb gehörte weiters eine Tombola mit lässigen Preisen, vor allem mit dem Hauptpreis, einer „Snow Card Tirol“ für die kommende Wintersaison.

Ehrungen

Selbstverständlich wurden an diesem Festabend verdiente Vereinsmitglieder geehrt: In erster Linie die ehemaligen Obmänner Adi Fill und Hannes Pöll. Weiters die besonders engagierten WSV-Mitglieder Toni Kern, Georg Eder sen., Georg Fuchs, Stefan Pöll, Verena Moser, Walter Kapfinger, Martin Wurzrainer, Martha Totschnig, Gitti Margreiter, Tanja Leitinger, Helga Kostner, Peter Adamski, Silvia Ascher, Helmut Benedetti, Margret Berger, Werner Freisinger, Erika Funk, Carola Fessl, Rudi Gschwentner, Walter Haas, Luggi Hohlrieder, Hans Krail, Mary Pfister, Horst Rieder, Rudi Schretthauser, Patrick Wurzrainer, Erwin Zierhofer, Otto Totschnig, Josef Steiner, Dr Friederike Oswald, Walter Doblander, Georg Eder jun., Willi Eder.

Hendl, Schnitzel, Zillertaler Krapfen, Alkoholhaltiges, Alkoholfreies, Kaffee und Kuchen – gastronomisch sowieso alles vom Feinsten, charmant in Windeseile serviert, dazu spitzenmäßig die jungen Thierseer, rundum eine tadellose Festveranstaltung - typisch für den Wintersportverein Kundl halt.

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KUNDL (klausm) Wenn man’s genau überlegt, gibt’s in Kundl für einen gemütlichen Frühschoppen wahrscheinlich keinen originelleren Platz als den „Metzger-Ånger“ beim Bauernladen. Biertische unter alten Kastanienbäumen, aufgekocht wird von einheimischen Bäuerinnen und Bauernladenmitgliedern, selbstverständlich hausgemachte Blechkuchen und Torten, die Getränke sind perfekt gekühlt, das Volksmusikduo „Klaus & Stefan“ aus dem Brixental spielt ohne Verstärker, so dass man sich mit seinen Tischnachbarn durchaus gut unterhalten kann - es fehlt an nichts. Kaum war am Sonntag den 18. Juni die Sonntagsmesse in der Pfarrkirche beendet, war in kurzer Zeit jeder freie Frühschoppenplatz besetzt, sehr zur Freude der Veranstalter natürlich.

Den Kundler Bauernladen mit 12 Mitgliedern, also Lieferanten, gibt’s mittlerweile seit zwanzig Jahren. Geführt wird der Bauernladen nicht als Verein sondern als Arbeitsgemeinschaft und nach Auskunft von Obmann Josef Margreiter wird es daher heuer, vermutlich im September, eine schöne Jubiläumsveranstaltung zum Thema „20 Jahre Kundler Bauernladen“ geben.

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Kundler Fronleichnamsprozession mit neuer Fahne

Donnerstag, 15 Juni 2017
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KUNDL (klausm) Für die Pfarrgemeinde Kundl war die heurige Fronleichnamsprozession am Donnerstag den 15. Juni von ganz besonderer Qualität, wurde doch zum ersten Mal die neue und damit vierte große Prozessionsfahne mitgetragen; neben der „Manderleid-Fu“, der „Buama-Fu“ und der „Weiberleid-Fu“, gibt es jetzt die neu angefertigte „Bruderschafts-Fu“.

Bereits seit einiger Zeit war bekannt, dass sich im Pfarrhaus diverse, über 100 Jahre alte Fahnenbilder befinden mussten, so machten sich die sechs Kundler Fahnenträger Stefan Moser (Thallner), Andreas Seebacher (Schua), Konrad Kurz (Konä), Walter Rinnergschwentner (Rinski), Anton Margreiter (Buna) und Andreas Seebacher (Joggä) auf die Suche danach. Der frühere Kundler Pfarrer Tobias Giglmayr brachte die Suchenden schließlich auf die richtige Spur, zu einem Kramsacher Restaurator nämlich und somit konnte mit der Komplettrestaurierung der wieder entdeckten „Bruderschaftsfahne“ umgehend begonnen werden.

Ersten Kostenschätzungen zufolge begab man sich damit allerdings in eine Preisklasse, welche ein besonderes Finanzierungsmodell verlangte. Nach eingehender Beratung wurde daraufhin der Verein „Gemeinschaft der Kundler Prozessionsfahnen“, mit dem Ziel, über Spendenaufrufe nicht nur die neue Bruderschaftsfahne restaurieren zu können, sondern auch die drei übrigen, ebenfalls bereits in die Jahre gekommenen Fahnen, aufzufrischen, zu erhalten.

Damit werden in der Pfarre Kundl ab sofort im Juni zu Fronleichnam und im August zu Maria Himmelfahrt nicht nur drei, sondern vier große, prächtige Prozessionsfahnen mitgetragen. Mit Johannes Unterrainer jun. und Christoph Mayr stehen die beiden künftigen Fahnenträger der neuen „Bruderschaftsfahne“ fest.

Vereinsobmann Stefan Moser bedankte sich vor der Segnung der neuen Prozessionsfahne durch Pfarrer Piotr Stachiewicz im Namen der Pfarrgemeinde bei allen Sponsoren und Unterstützern. Zum Vereinsvorstand gehören neben Obmann Stefan Moser, Andreas Seebacher, Christoph Mayr und Andreas Hörhager.

An der Gestaltung der Kundler Fronleichnamsprozession nahmen neben den vielen Gläubigen, Gemeindevertreter, die Musikkapelle, die Feuerwehr, die Schützenkompanie, die Schützengilde, der Chorkreis mit Chorleiter Martin Spöck, Bauernschaft, Landjugend und Jungbauern, Lehrpersonen ebenso wie Schüler der Volks- und Mittelschule und natürlich viele Helfer im Hintergrund teil.

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Kundl: KTM-KINI-Alpencup am Weinberg!

Montag, 29 Mai 2017
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Der MC Kundl veranstaltete den zweiten Lauf des KTM KINI Alpencups. Am Weinberg zeigten über 300 Motocrosser ihr Können in acht verschiedenen Klassen.

Kundl - Einen Muttertagsausflug der etwas anderen Art gab es für viele Mütter in Kundl: Am Samstag, 13., und Sonntag, 14. Mai, fand der KTM KINI Alpencup am Weinberg statt. Über 300 Fahrer lieferten ein Spektakel in den verschiedenen Klassen.
In acht Klassen wurde gefahren, wobei die Highlights sicher die 85cc, die Super bzw. die InterClass waren. Auch in der HobbyClass wurde um den Sieg gekämpft.

Siegertreppchen

In der 85cc-Class konnte Johannes Wibmer (KTM Junior Team) vor Maxi Gschwentner vom MC Kundl und Patrick Sonnweber gewinnen. In der SuperClass errang Marcel Stauffer (KTM Junior Racing) punktegleich mit Luca Borz den Sieg. Dritter wurde Florian Hellrigl. In der InterClass holte Tom Schilcher (Rameis Racing) den Sieg. Er gewann vor Hubert Schäpf und Roberto Pirpamer. Die HobbyClass ist in drei „Könnerstufen“ aufgeteilt. Bei der Stufe AA gewann Fabian Premstaller, bei BB Niclas Ritter und bei CC Andreas Mischi. (mk)

Vernissage im Kundler Sozialzentrum "mitanond"

Samstag, 20 Mai 2017
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KUNDL (klausm) Über einen Zeitraum eines ¾ Jahres bereiteten sich zehn - manchmal waren’s zwölf - Bewohner der Wohngruppen 1 und 2 des Kundler Sozialzentrum’s „mitanond“ auf die Ausstellung „Kreative Malerei – entspannend, motivierend“ vom 20. Mai bis 06. Juni vor. In Einzel- und Gruppenarbeiten entstand Beeindruckendes zu den Themen: Natur, Mensch, die Jahreszeiten ebenso wie die Demenz.

Zur Idee dieser Ausstellung sprach Initiatorin Barbara Harb, zuständig für die Wohngruppen 1 und 2 im ersten Stock. Ihr ging es spürbar darum, die Begeisterung der mitwirkenden Künstler an diesem Projekt hervor zu heben, zu unterstreichen, war es doch das erste Mal, dass im „mitanond“ neben einem ohnedies permanenten Ganzjahres-Beschäftigungsprogramm zusätzlich ein derartiges Projekt umgesetzt wurde. Barbara Harb würdigte in ihren Ausführungen neben dem Engagement der Künstler nicht ohne Stolz deren Durchhaltevermögen, immerhin reden wir hier von rund ¾ Jahren Vorbereitungszeit bis zur Ausstellung.

Kunstwerke zu entwickeln, anzufertigen, ist eine Sache, die Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sich als Künstler zu outen, eine andere. So fieberten die Aussteller inklusive ihrer Projektleiterin Barbara Harb der Vernissage am Freitag den 19. Mai verständlicherweise mit großer Spannung entgegen.

Unter den Ausstellungsgästen neben Bürgermeister Anton Hoflacher seine beiden Vertreter Michael Dessl und Mag. Barbara Trapl, diverse Gemeinderäte, Vertreter des Sozialsprengels, des Sozialzentrums sowieso, Sprengelarzt Dr. Georg Bramböck und Dr Maria Margreiter, Apothekenchefin Mag Olga Ingram, Vertreter der Führungsebene der Raiffeisenbank und Sparkasse.

Grußworte an die Aussteller sowie Besucher kamen von Bürgermeister Anton Hoflacher (Hoflacher kaufte für die Gemeinde eine der ausgestellten Arbeiten an) und „mitanond“- Geschäftsführer Erich Eberharter. Eberharter war es auch, welcher nach dem „offiziellen“ Teil, die Vernissage grad so wie das Büfett eröffnete. Eberharter: „Eintritt wird keiner verlangt, wer jedoch das Bedürfnis verspürt eine Spende abzugeben, kann dies gerne tun – jede Spende kommt derartigen kreativen Projekten zugute.“ Für eine passende musikalische Umrahmung sorgte ein Ensemble der Musikschule unter fachkundiger Anweisung von Reinhard Mussmann. 

KUNDL - Das Mittragen von unterschiedlichen Fahnen bei den Kundler Prozessionen hat eine lange und geschichtenreiche Tradition. Wurden diese früher zu jeden Umgang im Kirchenjahr mitgetragen, werden sie jetzt nur noch zu zwei Feiertagen präsentiert – im Juni zu Fronleichnam und im August zu Maria Himmelfahrt. Neben vielen kleinen Fahnen von verschiedenen Kundler Vereinen und Organisationen werden drei große, prächtige Prozessionsfahnen bei den Umgängen von den sogenannten „Fu Trägern“ mitgetragen: die Größte und Schwerste, die „Manderleid Fu“ und zwei kleinere, nicht minder schwere Fahnen, die „Buama Fu“ und die „Weiberleid Fu“.

Die sechs „Fu Träger“ sind eigentlich immer die Selben und teilen sich den Weg. Eine dieser feierlichen Fahne tragen zu dürfen ist eine große Ehre, es braucht viel Kraft und Ausdauer, auch wenn sich im Laufe der Jahre das Protokoll etwas gelockert hat, ist es immer noch sehr anstrengend. So war es laut Franz Moser sen., Altbauer beim Thallner Hof, früher verpönt sich als „Fu Träger“ das Sakko auszuziehen, war es auch noch so heiß. Außerdem durfte die Fahne nie umfallen, das allerdings wäre auch heute noch einer der größten Fauxpas. Wie bei den „Thallners“ wurde auch bei den „Schuas“ das Privileg eine der großen Fahnen zu tragen in der Familie weitergeben. Franz Moser sen. trug ab 1947, mit 15 Jahren, die sogenannten „Kreuzfahne“, mit ca. 20 Jahren dann die „Mandaleid Fu“. Stefan Moser, sein jüngster Sohn, übernahm dann 1993, mit 18 Jahren, die ehrenvolle Aufgabe und trägt sie bis heute, ca. 25 Jahre später. Ähnlich bei der Familie Seebacher, den „Schuas“. Toni Seebacher trug eine der Fahnen bis in die Mitte 60ger Jahre, gut 15 Jahre lang. Vorher schon der erste Mann von Anna Seebacher, Sepp Loinger. Heute trägt wie bei den „Thallners“ der jüngste Sohn der Familie, Andreas „Schua Andi“ Seebacher die „Buama Fu“. Mit Stefan Moser trägt Konrad „Konä“ Kurz die „Mandaleid Fu“, mit Anderas Seebacher Walter „Rinski“ Rinnergschwentner. Das Tragen der „Weiberleid Fu“ teilen sich Anton „Buna“ Margreiter und Andreas „Joggä“ Seebacher.

Ein Zufall war es, dem die Gründung des Vereins „Gemeinschaft der Kundler Prozessionsfahnen“ folgte. Bereits seit einiger Zeit war bekannt, dass sich weitere Fahnenbilder im Pfarrhaus befinden. Die gut 100 Jahre alten Bilder waren allerdings in einem sehr desolaten Zustand und konnten so nicht mehr auf eine Fahne genäht werden. Nach einer ersten Kostenschätzung war klar, dass man die Restaurierung nur durch Spenden finanzieren könne, darum wurde Anfang April 2015 der Verein mit dem Zweck: Restaurierung der Bruderschaftsfahne („Bruderschafts Fu“), sowie den Beitrag zum Erhalt der künftig vier großen Kundler Prozessionsfahnen – gegründet. Die ersten Meilensteine bei der Restaurierung der „Bruderschafts Fu“ sind gesetzt und schon bald können bei den Kundler Prozessionen VIER große Fahnen bewundert werden. Die beiden neuen Fahnenträger der „Bruderschafts Fu“ stehen auch schon fest: Christoph Mayr und Johannes Unterrainer jun. Der Vorstand des Vereins: Stefan Moser, Obmann, Andreas Seebacher, Obmann Stellvertreter, Christoph Mayr, Schriftführer und Andreas Hörhager, Schriftführer – freuen sich sehr darauf Ihnen auch weiterhin in Kundl Life die Fortschritte und Projekte des Vereins präsentieren zu dürfen.

Bitte unterstützen Sie den Verein mit einer Spende oder werden Sie Mitglied, mit einem Jahresbeitrag von 10 Euro sind Sie dabei. Außerdem wäre es schön, wenn Sie uns Ihre Bilder und Geschichten rund um die Kundler Fahnen mitteilen. Haben Sie alte Fotos auf denen die Fahnen und die Träger abgebildet sind? War vielleicht sogar jemand aus Ihrer Familie ein Fahnenträger? Oder kennen Sie eine schöne Geschichte rund um die Kundler Prozessionsfahnen? Lassen Sie es uns wissen, wir würden uns sehr darüber freuen. In diesem Sinne – 4 Fahnen für ein Halleluja!

Fotos:


Wie von LA Ing. Margreiter gefordert, hat das Land nun eine fixe Zusage bezüglich Kosten-Übernahme im Hochwasserschutz gegeben. Allein für den Bereich von Brixlegg bis Angath („Unteres Unterinntal“) kommen 20 Millionen EURO aus dem Landesbudget.

Tirol/Unterland - 20 Mio. EURO entsprechen 50% jener Kosten, die die Gemeinden selber tragen müssen. Zur Erinnerung: Das gesamte Hochwasser-Projekt kostet von Brixlegg und Angath etwa 250 Millionen EURO, den Großteil davon trägt der Bund. 40 Millionen EURO wäre nach einem bereits verhandelten Verteilungs-Schlüssel von den acht Gemeinden zwischen Brixlegg und Angath zu übernehmen gewesen.
Dazu LA Ing. Alois Margreiter (ÖVP): "Ich bin sehr froh darüber, dass wir nun wissen, wie viel das Land zahlt. Das ist eine gewichtige Zusage und ein starkes Signal!  Damit dürfte auch Wörgls finanzielle Tränendrüse endlich getrocknet sein – denn schließlich kommt der Großteil dieses Geldes mit etwa 11 Mio. EURO Wörgl zu Gute."

Wasserverbands-Gründung verschoben

Die für 12. April geplante Gründung des Hochwasser-Schutzverbandes ist auf Juni verschoben worden. "Mittlerweile befürworten aber alle Gemeinden die Statuten des Wasser-Verbandes. Nun müssen die Gemeindestuben noch die Satzungen beschließen, dann können die Bürgermeister der Gründung zustimmen. Diskutiert wurde zuletzt noch über die Gewichtung jener Flächen, die in den nächsten Jahren durch das Hochwasser-Schutzprojekt von roter/gelber Zone zu potentiellem Bauland werden", erklärt LA Bgm. Margreiter. Sieben Gemeinden sind offenbar dafür, dass diese Flächen nach der Wasser-Menge, die dort durch Schutzbauten verhindert wird, bewertet werden. Sprich: Nach Kubik-Metern Wasser. "Wörgl möchte, dass man die Flächen nach Quadrat-Metern bewertet. Das ist aber auch laut Fachabteilung im Landhaus ungerecht: Es ist schließlich ein Unterschied, ob eine Fläche mit 2 Metern Höhe oder mit 5 cm Höhe überflutet wird…", erklärt Margreiter.

Radfelds Poker um einen "Denkfehler"

Mit dem Hochwasser-Schutzprojekt werden auch Hunderte Hektar landwirtschaftliche Flächen geschützt: Etwa in Kundl 238 ha, in Wörgl 86 ha, in Radfeld 110 ha und in Kramsach 20 ha. Nun fordert Radfeld offenbar noch eine Änderung: Man will dort einen kleineren Retentions-Raum und zudem die Verschiebung der Retentions-Flächen in Richtung Maukenbach, damit man dort, wo jetzt teilweise Retentions-Flächen geplant sind, eventuell später Aussiedler-Höfe für einige Bauern bauen kann.
Dazu Alois Margreiter: "Da gibt es nur einen Denkfehler: Dort, wo man Aussiedler-Höfe bauen möchte, ist bereits rechtsgültig rote Zone! Wenn man dem Projekt nicht zustimmt, hat man keine Sicherheit gewonnen – und wird trotzdem nie bauen! In der roten Zone gibt es keinen Baubescheid mehr…"

Radfeld pokert mit LKW-Fahrverbot durch Kundl

Und Radfelds Bürgermeister Mag. Josef Auer mache die Zustimmung zum Wasser-Verband vom Fall des LKW-Fahrverbotes in Kundl abhängig. Bgm. Mag. Josef Auer erklärt dazu schriftlich: "Das sektorale LKW Fahrverbot durch Kundl geht zurück auf die Errichtung der Grenztankstelle der Firma Berger. Ich habe damals im Gemeinderat davor gewarnt, weil der Verkehrsanstieg durch den Tankverkehr nämlich die Gefahr einer Verkehrsüberlastung auf der B 171 mit sich bringt, was sich dann ja auch bestätigt hat. In weiterer Folge hat dann die Gemeinde Kundl das LKW Fahrverbot beim Land auch erreicht. Die Grenztankstelle ist mittlerweile nicht mehr in Betrieb und es ist damit die Grundlage für die damalige Genehmigung des LKW Fahrverbotes weggefallen. Umweltpolitisch ist das Fahrverbot eine Verschlechterung für die Luftsituation, weil durch den Umwegverkehr natürlich viel mehr Schadstoffausstoß erfolgt. Der Radfelder Gemeinderat ist davon überzeugt, dass die Radfelder Betriebe auch das Recht haben müssen, dass sie über die B 171 zu ihrem Standort zufahren können, so wie z.B. auch die Kundler Firmen SANDOZ, Lindner, etc..." (cm)

Palmsonntag in der Pfarrgemeinde Kundl

Sonntag, 09 April 2017
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KUNDL (klausm) Wolkenlose 20°, ein schöneres Wetter kann man sich für einen Palmsonntag eh’ nicht wünschen, so strahlten neben den farbenprächtig geschmückten Palmstangen und Sträußen unübersehbar auch die Kirchgänger. Nach der Segnung der Palmzweige-, Büsche- und Stangen am Schulhof durch Ortspfarrer Dr. Piotr Stachiewicz, zogen die Gläubigen, begleitet von einer Bläsergruppe, zur Eucharistiefeier in die Kundler Pfarrkirche.

Der Palmsonntag, ein sogenannter beweglicher Feiertag, fiel heuer auf Sonntag den 09. April. Der Palmsonntag leitet die Kar- oder Passionswoche ein, welche an den Tod und die Auferstehung Jesu erinnert und wird von beiden Glaubensgemeinschaften (Katholiken und Evangelisten) gefeiert. Kennzeichnend für die Liturgie sind zum einen die Palmweihe, zum andern die Prozession in die Kirche, wobei die Palmzweige ein wesentliches Symbol des Palmsonntags sind, gehen sie doch auf eine lange Tradition zurück. Palmbuschen symbolisieren das leben und sollen an Christus erinnern, sie bringen Segen für Haus und Flur und sollen vor Unwettern und Hagelschlag schützen (aus www.feiertage-oesterreich.at)

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KUNDL (klausm) Die kindgerechte Ausrichtung einer Osterandacht in der Pfarrkirche Kundl obliegt jedes Jahr den Schulanfängern. Heuer waren dies an die 40 Kinder. Hildegard Binder, seit nunmehr fast 9 Jahren Kindergartenleiterin und ihr Team, derzeit sind das 18 Mitarbeiterinnen und 1 Mitarbeiter, bereiteten die Kinder auf das alljährliche Osterfest vor, bastelten, studierten passende Lieder ein und gestalteten am Freitag vor Palmsonntag in Anwesenheit des Ortspfarrer’s, Piotr Stachiewicz, eine kleine aber sehr schöne Osterfeier für etwa 130 Kindergartenkinder. Dass die Kirche mit Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel der Kindergartenkinder, obwohl Freitag Vormittag, nahezu voll besetzt war kann man sich denken. Allen gefiel’s und nach den Schlussworten und Ostergrüßen der Kindergartenleiterin gab’s für alle Mitwirkenden und Verantwortlichen großen Applaus.
Man müsse Wörgl endlich die "finanzielle Tränen-Drüse trocknen", sagt ein in der Sache leicht genervter LA Alois Margreiter. Er fordert: "Platter und Geisler müssen bis spätestens 12. April verbindlich sagen, was das Land beim Hochwasser-Schutz beisteuert!" Denn: An diesem Tag wird der Hochwasser-Schutzverband Unteres Unterinntal gegründet!

Tirol - Kürzlich wurde das "generelle Projekt" für den Hochwasser-Schutz im Tiroler Unterland vorgestellt. Im Bereich Kramsach, Brixlegg, Rattenberg, Radfeld, Kundl, Breitenbach, Wörgl und Angath kostet das Schutz-Projekt 250 Millionen EURO. Davon zahlt 80% der Bund, 5% ASFINAG und TIWAG. Bleiben noch 15% (37,5 Mio.) den Gemeinden. Auch die Aufteilung der Kosten unter den Gemeinden steht: Wörgl trifft es demnach mit 49,3%, das sind über 18 Millionen EURO.

Margreiter: "Wörgl die finanzielle Tränen-Drüse trocknen!"

Über den Aufteilungs-Schlüssel ist man sich einig. Auch die Verbands-Gründung steht mit 12. April. Doch angesichts der Summe sperrt sich Wörgl: Man könne das kaum bezahlen. "Das ärgert mich. Wörgl kann dem Land nicht immer Untätigkeit vorwerfen, während man sich dort selber sperrt, zumal 2005 Wörgl NICHT wegen dem Hochwasser überflutet wurde, sondern weil ein Damm gebrochen ist... Das ist ein wichtiger Unterschied! Wir müssen Wörgl die finanzielle Tränen-Drüse endlich trocken legen! Daher verlange ich von LH Günther Platter und LHStv Geisler (beide ÖVP), dass sie bis spätestens 12. April – also noch vor der Verbands-Gründung – endlich sagen, wie viel vom Gemeinde-Anteil das Land noch zuschießt!", fordert Breitenbachs Bürgermeister LA Ing. Alois Margreiter (ÖVP). Wären das beispielsweise 50%, träfe es Wörgl "nur" noch mit 9 Mio. EURO...

Hedi Wechner als Obfrau

Margreiter lässt weiter aufhorchen: "Ich werde Wörgls Bürgermeisterin Hedi Wechner als Obfrau für den Hochwasser-Verband nominieren." Wörgl müsse schließlich am meisten zahlen. Darüber hinaus bekäme Wörgl am meisten Bauland aus der roten und gelben Zone heraus.  Aus beiden Gründe stehe Wechner die Funktion als Obfrau zu. Der Verband ist nach Gründung jene juristische Person, die beim Land als Projekt-Werber auftritt und beim Bund die Fördermittel beantragen wird. (cm)
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