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RADFELD (klausm) So wie im Vorjahr gastierten auch heuer wieder die besten Blechbläser der Landesmusikschule Kramsach aus den Musikschulklassen Manfred HECHENBLAICKNER, Arno SEIWALD, Thomas MÄCHTLINGER, Emanuel SPORER und Roland WILDAUER in der Radfelder Kirche zum Hl. Briccius und zwar am Sonntag den 25. Juni.

Die Konzertbesucher erlebten in der nahezu voll besetzten Kirche ein sehr anspruchsvolles Bläserkonzert mit ganz unterschiedlichen Kompositionen; von Mendelsohn über Telemann, von traditionellem Volksgut aus Bayern bis hin zu Brahms und Elvis Presley, wirklich hörenswerte musikalische Ausflüge und Beispiele. Statt eines Eintritt’s wurden freiwillige Spenden für den Förderverein  der Lds-Musikschule Kramsach erbeten und wie man weiß, werden diese Fördergelder zur Anschaffung neuer Instrumente für die Musikschule verwendet, also durchaus für einen ehrenwerten Zweck.

Die Kirche zum Hl. Briccius, der Stadtpfarre Rattenberg zugehörig, erstmals 788 erwähnt, wurde in den Jahren 1484-1490 neu erbaut. Die Fresken zeigen die Arbeit der Spätromantik, die Empore mit Apostelbildern stammt von 1700, das Altarbild vom Hl. Briccius und der Madonna entstand 1763 und auch die beiden Glocken sind historisch, nämlich von 1519 und 1597.

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RADFELD (klausm) Landjugend-Obmann Stefan Gamper und Ortsleiterin Rebecca Fankhauser luden gemeinsam mit ihrem fleißigen Team am Sonntag den 28. Mai zum heurigen Frühschoppen in’s Gemeindezentrum. Musikalisch unterhielten heuer die „Steicha Buam“ aus Itter und für traditionelle Tanzeinlagen sorgte die Jugendgruppe D’ Reitherkogler unter der Leitung von Johanna Gschösser und Martina Larch. Unter den Festbesuchern auch Bürgermeister Mag Josef Auer.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Maibaum und schöne Sachpreise ausgespielt. Vor der Festhalle standen den Kindern neben einer Hüpfburg diverse Spieleinrichtungen zur Verfügung. Das die Landjugend zuverlässig für Essen und Getränke sorgte, steht sowieso außer Debatte und so war das am Sonntag ein schöner gemütlicher Frühschoppen bei rund 30° im Schatten.

Wie von LA Ing. Margreiter gefordert, hat das Land nun eine fixe Zusage bezüglich Kosten-Übernahme im Hochwasserschutz gegeben. Allein für den Bereich von Brixlegg bis Angath („Unteres Unterinntal“) kommen 20 Millionen EURO aus dem Landesbudget.

Tirol/Unterland - 20 Mio. EURO entsprechen 50% jener Kosten, die die Gemeinden selber tragen müssen. Zur Erinnerung: Das gesamte Hochwasser-Projekt kostet von Brixlegg und Angath etwa 250 Millionen EURO, den Großteil davon trägt der Bund. 40 Millionen EURO wäre nach einem bereits verhandelten Verteilungs-Schlüssel von den acht Gemeinden zwischen Brixlegg und Angath zu übernehmen gewesen.
Dazu LA Ing. Alois Margreiter (ÖVP): "Ich bin sehr froh darüber, dass wir nun wissen, wie viel das Land zahlt. Das ist eine gewichtige Zusage und ein starkes Signal!  Damit dürfte auch Wörgls finanzielle Tränendrüse endlich getrocknet sein – denn schließlich kommt der Großteil dieses Geldes mit etwa 11 Mio. EURO Wörgl zu Gute."

Wasserverbands-Gründung verschoben

Die für 12. April geplante Gründung des Hochwasser-Schutzverbandes ist auf Juni verschoben worden. "Mittlerweile befürworten aber alle Gemeinden die Statuten des Wasser-Verbandes. Nun müssen die Gemeindestuben noch die Satzungen beschließen, dann können die Bürgermeister der Gründung zustimmen. Diskutiert wurde zuletzt noch über die Gewichtung jener Flächen, die in den nächsten Jahren durch das Hochwasser-Schutzprojekt von roter/gelber Zone zu potentiellem Bauland werden", erklärt LA Bgm. Margreiter. Sieben Gemeinden sind offenbar dafür, dass diese Flächen nach der Wasser-Menge, die dort durch Schutzbauten verhindert wird, bewertet werden. Sprich: Nach Kubik-Metern Wasser. "Wörgl möchte, dass man die Flächen nach Quadrat-Metern bewertet. Das ist aber auch laut Fachabteilung im Landhaus ungerecht: Es ist schließlich ein Unterschied, ob eine Fläche mit 2 Metern Höhe oder mit 5 cm Höhe überflutet wird…", erklärt Margreiter.

Radfelds Poker um einen "Denkfehler"

Mit dem Hochwasser-Schutzprojekt werden auch Hunderte Hektar landwirtschaftliche Flächen geschützt: Etwa in Kundl 238 ha, in Wörgl 86 ha, in Radfeld 110 ha und in Kramsach 20 ha. Nun fordert Radfeld offenbar noch eine Änderung: Man will dort einen kleineren Retentions-Raum und zudem die Verschiebung der Retentions-Flächen in Richtung Maukenbach, damit man dort, wo jetzt teilweise Retentions-Flächen geplant sind, eventuell später Aussiedler-Höfe für einige Bauern bauen kann.
Dazu Alois Margreiter: "Da gibt es nur einen Denkfehler: Dort, wo man Aussiedler-Höfe bauen möchte, ist bereits rechtsgültig rote Zone! Wenn man dem Projekt nicht zustimmt, hat man keine Sicherheit gewonnen – und wird trotzdem nie bauen! In der roten Zone gibt es keinen Baubescheid mehr…"

Radfeld pokert mit LKW-Fahrverbot durch Kundl

Und Radfelds Bürgermeister Mag. Josef Auer mache die Zustimmung zum Wasser-Verband vom Fall des LKW-Fahrverbotes in Kundl abhängig. Bgm. Mag. Josef Auer erklärt dazu schriftlich: "Das sektorale LKW Fahrverbot durch Kundl geht zurück auf die Errichtung der Grenztankstelle der Firma Berger. Ich habe damals im Gemeinderat davor gewarnt, weil der Verkehrsanstieg durch den Tankverkehr nämlich die Gefahr einer Verkehrsüberlastung auf der B 171 mit sich bringt, was sich dann ja auch bestätigt hat. In weiterer Folge hat dann die Gemeinde Kundl das LKW Fahrverbot beim Land auch erreicht. Die Grenztankstelle ist mittlerweile nicht mehr in Betrieb und es ist damit die Grundlage für die damalige Genehmigung des LKW Fahrverbotes weggefallen. Umweltpolitisch ist das Fahrverbot eine Verschlechterung für die Luftsituation, weil durch den Umwegverkehr natürlich viel mehr Schadstoffausstoß erfolgt. Der Radfelder Gemeinderat ist davon überzeugt, dass die Radfelder Betriebe auch das Recht haben müssen, dass sie über die B 171 zu ihrem Standort zufahren können, so wie z.B. auch die Kundler Firmen SANDOZ, Lindner, etc..." (cm)

Traditionelles Grasausläuten in Radfeld

Montag, 01 Mai 2017
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RADFELD (klausm) „Wenn diese Entwicklung so weitergeht, sehe ich für die Zukunft des Grasausläuten’s in Radfeld schwarz“, dies meinte bereits 1979 der damalige Bürgermeister Erich Laiminger, nachdem sich immer weniger Leute zum Grasausläuten meldeten. Die Bedenken des Alt-Bürgermeisters bewirkten allerdings, dass sich die Bevölkerung ohne Einschränkungen für eine Fortsetzung dieses althergebrachten Brauches entschied.

Heute, fast 40 Jahre später, boomt das Grasausläuten in Radfeld und es ist ein Vergnügen an die 50 Grasausläuter unterschiedlichen Alters Alt bei der Ausübung dieses Brauches zu beobachten. Treffpunkt vor der Pfarrkirche, Fototermin und Abmarsch auf einer festgelegten Route quer durch Radfeld, hinauf zur Nachbargemeinde Rattenberg und wieder zurück – bis zum späten Nachmittag haben sie’s geschafft.

RADFELD (klausm) Gegen 19:00 Uhr füllt sich am Vorabend des 01. Mai das Ortszentrum in Radfeld, vorhandene Sitzgelegenheiten sind in kürzester Zeit besetzt, an den Sitzgarnituren vor dem Dorfcafe „Cup & Cino“ der Inge Jungmayr ist sowieso seit ein/zwei Stunden kein Platz mehr frei, die Spannung steigt, alles wartet und beobachtet die Gruppe starker Radfelder, welche sich nach den letzten Beratungen und Anweisungen durch FF-Kdt Peter Ostermann an die Arbeit macht, den 30 Meter langen Maibaum, heuer von den Lehensassen spendiert, neben der Pfarrkirche aufzustellen.

„Vor über 50 Jahren“, weiß Chronist Horst Duftner „hat damals nach dem Krieg eine Gruppe Radfelder den alten Brauch, den es bereits vor dem Krieg gegeben hat, wieder aufleben zu lassen. Mit dabei waren seinerzeit zum Beispiel neben vielen Radfelder Originalen der verstorbene Alt-Bgm Erich Laiminger und meine Wenigkeit“.

Organsiert wird das alljährliche „Maibaumaufstellen“ von der Radfelder Landjugend mit Obmann Stefan Gamper in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr mit Kommandant Hans-Peter Ostermann. Der Maibaum wird abwechselnd von den Lehensassen und der Gemeinde spendiert, heuer traf es wie bereits erwähnt die Lehensassen. Selbstverständlich organisieren die Veranstalter in der Nähe des Maibaumes eine Grillerei gegen den Durst gibt’s auch alles Mögliche. Wenn dann der Maibaum nach ein ¾ Stunde harter, präziser Arbeit seine endgültige Position erreicht hat, gibt’s für die Mitwirkenden von allen Zuschauern verdientermaßen einen großen Applaus, ja und das war’s.

5. Radfelder Dorfmarkt

Samstag, 22 April 2017
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RADFELD (klausm) Am Samstag den 22. April lud die familienfreundliche Gemeinde Radfeld bereits zum 5. Dorfmarkt. Je nach Jahreszeit, der Markt findet einmal im Frühjahr und einmal im Herbst statt, setzen sich die Angebote des Marktes zusammen. Grundsätzlich gibt es Handarbeiten, Handwerksvorführungen, kunstvolle Arbeiten aus den Bereichen Keramik, Holz und Glas, Dekoratives, Praktisches, Kulinarik, Schnäpse, Weine, Liköre, heimische Lebensmittel aller Art, Korbflechtarbeiten, Körbe, Schmuck, schöne Düfte kleine und große Taschen aus allen möglichen Materialien, kunstvolle Häkelarbeiten, Papierbastelarbeiten der Kindergartenkinder, Duftseifen, Bilder, und vieles mehr und von daher waren die vielen Besucher von den Angeboten der rund 20 Aussteller wieder hellauf begeistert. Veranstalter dieses Dorfmarktes war die Gemeinde, unterstützt wurde sie dankenswerterweise vom Tourismusverband Alpbachtal/Seenland. Für musikalische Umrahmung sorgte in bewährter Weise der Brixlegger Allround’ler Johann Mittner.

Neben der Möglichkeit, mit dem Feuerwehrauto auf kleine Fahrt zu gehen, wurden die Kinder heuer erstmals vom 2016 neu gegründeten Radfelder Mittelalter-Verein „Salutem Tyrolis“ unterhalten. Im Klartext, die Kinder konnten am Lagerleben teilnehmen, lustige Geschicklichkeitsspiele mitmachen, in einem eigens dafür vorgesehenen Zelt Geschichtenerzählerinnen lauschen.

Das erklärte Ziel des Mittelaltervereines ist es auf Festen, Märkten, etc., historisches Lagerleben darzustellen, an Schaukämpfen teilzunehmen, sich mit Möbelbau und Anfertigung passender historischer Bekleidung beschäftigen, Kameradschaften zu pflegen und damit war „Salutem Tyrolis“ eine wirkliche Bereicherung des Radfelder Dorfmarktes. Dazu passt folgende Information: Der Radfelder Mittelalterverein „Salutem Tyrolis“ nimmt am Rattenberge Mittelalterspektakel vom 19. bis 21. Mai teil, eine gute Gelegenheit also den verein näher kennenzulernen. Näheres zum Radfelder Mittelalterverein gibt’s unter:  www.salutem-tyrolis.at

Man müsse Wörgl endlich die "finanzielle Tränen-Drüse trocknen", sagt ein in der Sache leicht genervter LA Alois Margreiter. Er fordert: "Platter und Geisler müssen bis spätestens 12. April verbindlich sagen, was das Land beim Hochwasser-Schutz beisteuert!" Denn: An diesem Tag wird der Hochwasser-Schutzverband Unteres Unterinntal gegründet!

Tirol - Kürzlich wurde das "generelle Projekt" für den Hochwasser-Schutz im Tiroler Unterland vorgestellt. Im Bereich Kramsach, Brixlegg, Rattenberg, Radfeld, Kundl, Breitenbach, Wörgl und Angath kostet das Schutz-Projekt 250 Millionen EURO. Davon zahlt 80% der Bund, 5% ASFINAG und TIWAG. Bleiben noch 15% (37,5 Mio.) den Gemeinden. Auch die Aufteilung der Kosten unter den Gemeinden steht: Wörgl trifft es demnach mit 49,3%, das sind über 18 Millionen EURO.

Margreiter: "Wörgl die finanzielle Tränen-Drüse trocknen!"

Über den Aufteilungs-Schlüssel ist man sich einig. Auch die Verbands-Gründung steht mit 12. April. Doch angesichts der Summe sperrt sich Wörgl: Man könne das kaum bezahlen. "Das ärgert mich. Wörgl kann dem Land nicht immer Untätigkeit vorwerfen, während man sich dort selber sperrt, zumal 2005 Wörgl NICHT wegen dem Hochwasser überflutet wurde, sondern weil ein Damm gebrochen ist... Das ist ein wichtiger Unterschied! Wir müssen Wörgl die finanzielle Tränen-Drüse endlich trocken legen! Daher verlange ich von LH Günther Platter und LHStv Geisler (beide ÖVP), dass sie bis spätestens 12. April – also noch vor der Verbands-Gründung – endlich sagen, wie viel vom Gemeinde-Anteil das Land noch zuschießt!", fordert Breitenbachs Bürgermeister LA Ing. Alois Margreiter (ÖVP). Wären das beispielsweise 50%, träfe es Wörgl "nur" noch mit 9 Mio. EURO...

Hedi Wechner als Obfrau

Margreiter lässt weiter aufhorchen: "Ich werde Wörgls Bürgermeisterin Hedi Wechner als Obfrau für den Hochwasser-Verband nominieren." Wörgl müsse schließlich am meisten zahlen. Darüber hinaus bekäme Wörgl am meisten Bauland aus der roten und gelben Zone heraus.  Aus beiden Gründe stehe Wechner die Funktion als Obfrau zu. Der Verband ist nach Gründung jene juristische Person, die beim Land als Projekt-Werber auftritt und beim Bund die Fördermittel beantragen wird. (cm)
Das Projekt für den Hochwasserschutz im Bereich Kramsach bis Angath ist ausgearbeitet. Wenn die Gemeinden nun zustimmen, wird das Einreichprojekt erstellt. Dass alle Gemeinden dem Projekt zustimmen, ist jedoch alles andere als sicher...

Region - "Es gibt kein vergleichbares Projekt in Österreich", erklärt DI Markus Federspiel von der Wasserwirtschaft Tirol. Er spricht vom "generellen Projekt" für die Hochwasserverbauung im unteren Unterinntal. Im Jänner wurde dieses "generelle Projekt" an die Bürgermeister übergeben und im Februar vorgestellt. Nun müssen die Gemeinderäte der betroffenen Ortschaften über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Mit einem positiven Grundsatzbeschluss in den Gemeinderäten würde dann weiter am Detail-Projekt gearbeitet.

Kramsach, Radfeld, Kundl...

Der Plan dieses generellen Projektes sieht vor, dass große Hochwasser-Retentions-Räume im Bereich Kramsach (Voldöpp), Radfeld/Kundl und Angath entstehen. Das Ziel ist, dass die Orte entlang des Inn auch bei einem "HQ100", wie ein 100-jähriges Hochwasser in Fachkreisen genannt wird, hochwasserfrei bleiben. Dafür wird einiges an Geld in die Hand genommen. Die Gesamtkosten des Projektes (von Kramsach bis Angath) belaufen sich auf ungefähr 250 Mio. EURO. Davon übernimmt der Bund 80 bis 85%. Der Rest wird auf den noch zu gründenden Wasserverband, also die betroffenen Gemeinden und die Infrastrukturbetreiber aufgeteilt. ASFINAG, TIWAG, Land Tirol und ÖBB zahlen jeweils 5% der restlichen Summe.

LHStv Geisler verspricht Hilfe

Auch den Gemeinden wird das Land Tirol zur Seite stehen: "Der Bund übernimmt einen Löwenanteil und das Land Tirol wird die Gemeinden bei der Realisierung des Hochwasserschutzes unterstützen", versichert LHStv Josef Geisler (ÖVP). Zum Vergleich: Bei einem 100-jährigen Hochwasser würden Kosten/Schäden in der Höhe von 360 Mio. EURO entstehen. Bei einem Hochwasser wie es theoretisch alle 30 Jahre vorkommt, sind es Kosten von hochgerechnet 110 Mio. EURO.

8,5 Millionen m³ "geparkt"

10,1 km Dämme und ca. 7 km Mauern werden, laut generellem Projekt, etwa 160 ha Bauland und 2.200 Einwohner schützen. Außerdem werden drei optimierte Retentionsräume auf der Fläche von 1.200 ha errichtet. Innabwärts ist der erste Retentionsraum in Voldöpp (Kramsach). Hier sollen 1,7 Mio. m³ Wasser bei einem HQ100 abgeleitet werden. Im Bereich der Gemeinde-Grenze zwischen Kundl und Radfeld würden 5,5 Mio. m³ "geparkt". Der Damm müsste hier zum Teil 7 Meter hoch gebaut werden, die mittlere Stauhöhe wäre 5,5 Meter. In Angath gibt es noch einen zusätzlichen Retentionsbereich für 1,3 Mio. m³ Wasser. Dass der Stauraum in Angath wichtig ist, erklärte DI Peter Hanisch von der Planungsfirma DonauConsult: "Für jeden Kubikmeter Wasser, den wir in Angath nicht auffangen, bräuchten wir weiter unten zwei Kubikmeter Retention."

Kramsach hat zugestimmt

Damit das "generelle Projekt" eingereicht werden kann, muss es ein Detailprojekt geben. Dieses Detailprojekt braucht die Zustimmung der Gemeinderäte der betroffenen Gemeinden. Gemeinden wie Radfeld und Kundl lehnten den Grundsatzbeschluss im Februar ab. Kramsach stimmte zu. Allerdings wurden Statements, die für das Land Tirol noch einzuarbeiten sind abgegeben. So fordern die GRÜNEN Kramsachs sanftere Übergänge zwischen den Dämmen und den bewirtschafteten Flächen. Die GFK findet, dass vor allem die Agrarbehörde zu wenig eingeschalten wurde. Außerdem wollte GR Wolfgang Schonner wissen, wieso es nur die 3 Planungsverbände im Unterland gibt. Bgm. Hartl Zisterer meinte dazu, "dass im Oberland der Inn ausufern kann und die bereits vorhandenen Räume genützt werden." Im Oberland wird die Entschädigung durch die Katastrophen-Fonds ausbezahlt. Der Grundsatzbeschluss wurde in Kramsach einstimmig angenommen.
In Brixlegg soll dieser im nächsten Gemeinderat beschlossen werden. "Für uns gibt es kein Problem mit dem Projekt", erklärt Bgm. Rudi Puecher (ÖVP) gegenüber dem ROFAN-KURIER.

Wörgl: Entscheidung noch nicht gefallen

Die Gemeinderatssitzung in Wörgl, die über den Grundsatzbescheid entscheidet, findet erst im März statt. Eine Projektvorstellung gab es aber im Zuge einer Bürgerversammlung am Montag, 20. Februar. Diese zeigte, dass in Wörgl noch einiges geschehen muss, falls der Grundsatzbeschluss unterzeichnet werden soll. Das größte Problem in Wörgl wird die Finanzierung des Projektes werden. Die Gemeinden müssen ca. 15% des Projektes finanzieren. Davon trifft fast die Hälfte laut generellem Projekt die Stadtgemeinde Wörgl. GR Gabi Madersbacher meint dazu: "Wörgl kann das nicht bezahlen...!"

Großer Faschingsumzug in Radfeld

Samstag, 25 Februar 2017
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RADFELD (klausm) Für den Radfelder Kultur- Jugend- und Faschingsverein „All4One“ mit Obmann Christian Laiminger war dies im Laufe der letzten 15 Jahre am Faschingssamstag den 25. Februar bereits der siebte groß angelegte Faschingsumzug durch’s Gemeindezentrum und heuer war’s wirklich eine große Veranstaltung.

An die 40 teilnehmenden Faschingsgruppen- Formationen-und Wägen nahmen gegen Mittag beginnend vom Hotel Sonnhof bis zurück zur Firma Datacon Aufstellung und warteten auf das Startzeichen um 13:00 Uhr. An den Start gingen nicht nur Einheimische, aus den Nachbargemeinden kamen ebenfalls gern gesehene Gäste, wie beispielsweise aus Kundl, Breitenbach, Kramsach, Reith, Brixlegg, Bruck am Ziller. Aus Münster kamen neben der Landjugend die Ratschenmanda und aus der Wildschönau die Guggamusig. Mit dabei waren auch die Schellenschlager aus Volders und die Baumkirchner Hexen. Gut zwei Stunden dauerte der Umzug schließlich bevor alle das beheizte Festzelt im Ortszentrum erreichten in dem „Die Hattinger Buam“ für Stimmung sorgten. Was die Einnahmen im Rahmen der Veranstaltung betraf, so war ein Teil davon für die Kinderkrebshilfe vorgesehen.

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547.000 Übernachtungen gab es in der Tourismus-Region Alpbachtal und Seenland im Sommer 2016. Markus Kofler, GF TVB Alpbachtal Seenland ist mit der Auslastung grundsätzlich zufrieden, sie könnte aber besser sein.

Region - Laut Geschäftsbericht 2016 des TVB Alpbachtal Seenland gab es in der Ganzjahressaison 2015 950.000 Übernachtungen und eine Auslastung von 31,2% der Betten. Im darauffolgenden Sommer folgten 547.000 Übernachtungen. GF Markus Kofler ist sehr zufrieden mit den Zahlen, findet aber, dass "die Auslastung in unserer Region natürlich besser sein könnte".

Kundl ist anders

Die Zahlen variieren je nach Ort. Zum Beispiel Kundl hatte im Sommer eine Bettenauslastung von nur 17%, während Kramsach als Spitzenreiter im Sommer 2016 53% der Betten belegt hatte. "In Kundl gibt es kaum noch Nächtigungstourismus. Der Gewerbe- und Industrieort braucht eine ganz andere Positionierung als ein klassischer Tourismusort. Der Ausflugstourismus mit den Highlights Kundler Klamm und dem Innradweg gibt es immer noch", bestätigt Kofler gegenüber dem ROFAN-KURIER. Interessant ist, dass der durchschnittliche Aufenthalt eines "Touristen" in Kundl 10,3 Tage beträgt, in den übrigen Orten der Region zwischen 3 und 5 Tagen...

Mangel an Hotels mit 4 Sternen

Weiters spricht der GF des TVB Alpbachtal und Seenland von einem Mangel an Hotels im höherwertigen Segment. "Wenn man die Dichte der Hotels mit drei oder vier Sternen vergleicht, kommt man schnell zum Schluss, dass wir einen Mangel an Hotels im höherwertigen Segment haben." Nach dem Verlust des Kramsacher Hofs, der am 23. Dezember geschlossen wurde, gibt es im Inntal zwischen Kundl und Münster nur noch ein Viersternhotel.

Großteils deutsche Touristen

2015 kamen 55% der Touristen aus Deutschland, wie der  Geschäftsbericht zeigt. Um einen neuen Trend handelt es sich hier nicht. Schon 2006 waren über 50% der Gäste Deutsche. Aber auch sehr viele Österreicher machen gerne in Tirol Urlaub. Knapp 10% der Gäste (2006 sowie 2016) sind Österreicher. Eine wichtige Tourismus-Säule fällt nun endgültig weg (Kofler: "Natürlich schmerzt die Betriebseinstellung der Sonnwendjochbahn sehr"), trotzdem blickt Kofler optimistisch auf die nächste Saison. (mk)
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