Die aktuelle Besetzung von I.Q.‘69: Rene Gadner (Schlagzeug), Johnny Unterrainer (Gitarre und Gesang) und Harry Hotter (Bass). I.Q.'69

I.Q.‘69: Punk‘n‘Roll mit Oldie-Bonus

Seit 31 Jahren gibt es die Punk-Band I.Q.‘69. In verschiedenen Besetzungen tobten sich die Punker meistens auf kleinen, aber auch auf großen Bühnen in Österreich und ganz Europa aus.

KIRCHBICHL Gemeinsam sind die Mitglieder von I.Q.‘69 nun 144 Jahre alt. Sänger und Gitarrist Johnny Unterrainer ist 50, Bassist Harry Hotter 49 und Schlagzeuger Rene Gadner 45.
Gründungsmitglied ist aber keiner von ihnen. I.Q.69 wurde 1988 von "Evil Oppi" und "I.Q. Fred" gegründet. Bald darauf stießen Gadner und Unterrainer zur Band. "Durch meinen Freundeskreis in Innsbruck bin ich zur Punk-Musik gekommen", sagt Unterrainer. Der damalige Gitarrist "Evil Oppi" habe ihn einfach an einer Bar zu später Stunde angesprochen und gefragt ob er Sänger in einer Punk-Band sein wolle. Warum nicht, dachte sich "Heavy-Metal-Johnny" damals.

Kurz darauf kam auch Bassist Hotter zu den Punkern: "Im Jänner ‘92 starteten wir dann durch", sagt Unterrainer. Damals waren sie viel im "alten Haus am Hafen" in Innsbruck - dem Vorgänger des VAZ Hafen, das inzwischen ebenso abgerissen werden soll: "Alte Punks haben das Haus besetzt, darin gewohnt und da Konzerte veranstaltet", sagt Gadner – "Punks beim Saufen, beim Rauchen und wir mittendrin", ergänzt Unterrainer. Auch bekannte Punk-Bands wie etwa NOFX oder die UK Subs spielten im "alten Haus am Hafen".
1992 wurden die alten I.Q.‘69-Songs geprobt, neue eingespielt und im folgenden Jahr nahm die Band die "Punk‘n‘Roll" auf. Die zweite von insgesamt fünf I.Q.‘69-CDs, – die einzige in der, inzwischen wieder aktuellen, Besetzung. Gadner und Hotter stiegen aus: "Johnny hat es etwas professioneller gesehen, als ich", sagt Gadner.

"Mumy told me" ist eines der Lieblings-Lieder der Band. Bei dem Lied geht es unter anderem um das "Nicht-Erwachsen-Werden".

2013 gab es dann ein Revival-Konzert der "Orginal"-Besetzung von I.Q.‘69. Drei Jahre später war die Besetzung mit Unterrainer, Gadner und Hotter wieder fix. Geprobt wird allerdings jetzt nur mehr wenn Gigs anstehen. "So wie früher, zwei, drei Mal die Woche, hätten wir auch keine Lust", sagt Schlagzeuger Gadner.

Neue CD geplant...

Auf den Konzerten werden hauptsächlich eigene alte Songs gespielt – geradliniger Punk Rock gemischt mit Heavy Rock‘n‘Roll. Beeinflusst wurde I.Q. vor allem von den Ramones, den Sex Pistols oder Motörhead. Die Band teilte die Bühne bereits mit zum Beispiel Alkbottle, Whisky Priests oder auch Anti Flag. Gesungen wird auf Englisch oder auf Deutsch ....

Auch eine neue CD von I.Q.‘69 ist in Planung. Bis jetzt haben die Punker etwa einen halben neuen Song – "bei unserem Tempo gibts die neue CD in etwa 10 Jahren", lacht Schlagzeuger Gadner. Neue Songs brauchen eben ihre Zeit: "Wenn man versucht bewusst Songs zu schreiben, kommt nichts heraus. Manchmal passiert es, dass ich in einer Woche drei, vier Songs schreibe", sagt Unterrainer.

Sänger und Gitarrist Johnny Unterrainer und Bassist Harry Hotter bei einer Probe in ihrem Proberaum in Kirchbichl.

In ihren Liedern schwingt immer etwas Revolution mit. Zum Beispiel beim Lieblingssong von Sänger Unterrainer und Schlagzeuger Gadner, "Mumy told me" oder auch bei ihrer Hymne "Opernball". Diese Nummern stehen auch auf ihrer aktuellen Live-Setlist. "Den jungen Leuten taugt es, dass wir nach über 30 Jahren als Band immer noch Konzerte geben", sagt Gadner – vor allem weil die 31 Band-Jahre richtig waren und nicht "Fake". Es gibt Bands, die während der Zeit 20 Jahre getrennt waren – bei I.Q.‘69 gab es immer nur kurze Pausen. Auch wenn die Besetzung immer wieder geändert hat: Hervorzuheben sind hier etwa Manuel "Hoizal" Holzer (Schlagzeug von 2001 bis 2016, spielt bei Inn-A-Valley) oder Bernhard "Börny" Tschernitz. Egal in welcher Besetzung, zu dem I.Q.'69-Konzerten kamen immer jung und alt:" Vielleicht haben wir inzwischen ja bereits einen Oldie-Bonus", lacht Unterrainer.

I.Q.'69 spielen auf deutsch oder auch auf englisch - "Opernball" ist einer der ältesten Songs der Punk'n'Roller.

Der Name

Der Bandname I.Q.‘69 lässt viele Interpretationsmöglichkeiten offen – I.Q. kann laut Band für "Intelligenz-Quotient" oder auch für "Intellektuelle Querschläger" stehen. Die "69" erklärt Johnny Unterrainer, bezieht sich auf das Jahr 1969 mit Studentenrevolten in Europa und den USA oder auch dem großen Woodstock-Festival – andere Erzählungen sagen, die "69" bezieht sich auf eine Sex-Stellung.

Schlagzeuger Rene Gadner im Proberaum - in ihrer über 30-jährigen Bandgeschichte hat I.Q.'69 bereits in sechs verschiedenen Proberäumen geprobt. Jetzt sind sie in Kirchbichl.

Verlosung

Gemeinsam mit I.Q.‘69 verlost der ROFAN-KURIER je drei CDs "Greatest Hitz Vol.1" und "6,9 Promille LIVE". Einfach E-Mail mit Adresse & Tel. (!) an oder Postkarte an ROFAN-KURIER, Postfach 38, 6230 Brixlegg senden. Kennwort: "I.Q.‘69" senden! Einsendeschluss ist am Freitag, 28. Juni.