Helmut Kofler und Walter Weinseisen (beide vom MBG Radfeld), letzte taktische Besprechung bevor’s an den Start geht.

12. Internationales Tiroler Fesselfliegen in Radfeld

12. Internationales Tiroler Fesselfliegen in Radfeld

RADFELD (klausm) Der Worldcup F2B beim 12. Internationalen Tiroler Fesselfliegen auf dem Modellflugplatz MBG-Radfeld mit Obmann Franz Oberhuber war an Spannung nicht zu überbieten. Ausgetragen wurde der Bewerb F2B (Kunstflug) und ging mit 17. und 18. August über zwei Tage. Dieses Internationale Tiroler Fesselfliegen findet jedes Jahr statt und zwar einmal in der Schweiz und ein Jahr darauf in Radfeld.

Das Starterfeld war allein am Samstag, am ersten Turniertag, mit 37 Teilnehmern aus der Schweiz, Italien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Deutschland und Österreich nicht nur international sondern auch extrem hochkarätig besetzt. Unter anderem waren Toppiloten wie Peter German (Schweiz), Jan Skrabalek (Slowakei), Mauro Fiussello (Italien), Marco Valliera (Italien), Roland Stief (Deutschland), oder Welt- und Europameister Igor Burger aus der Slowakei in Radfeld. Ein Vertreter des Veranstalterverein’s meinte zum großen Starterfeld: „Mit 37 Startern an einem Turniertag haben wir, was die Abwicklung und Durchführung betrifft, langsam das mögliche Limit erreicht.“

Für Österreich gingen Klaus Steinbauer, Franz Marksteiner, Franz Wenczel, Franz Ecker, Hanno Miorini, Walter Weinseisen und Helmut Kofler in den Bewerb. Mit Walter Weinseisen aus Radfeld und Helmut Kofler aus Kundl gingen zwei „alte“ Profis und Gründungsmitglieder des MBG-Radfeld an den Start. Helmut Kofler flog eine Maschine, welche bereits 1994 für Walter Weinseisen bei der WM in Shanghai/China zum Einsatz kam und hervorragende Dienste leistete. Ja und seit 10 Jahren gehört nun eben dieses Weinseisen-WM-Modellflugzeug mit glanzvoller Vergangenheit Helmut Kofler aus Kundl.

Fesselflug bedeutet Kreisflug …

… das heißt, ein Fesselflugmodell ist ein durch einen oder mehrere Motoren (Elektro- oder Verbrennungsmotor) angetriebenes Flugzeugmodell, welches von einem Piloten mittels Handgriff über zwei dünne Stahllitzen direkt gesteuert wird und mit hoher Geschwindigkeit in einer stabilen Flugbahn im Kreis fliegt, das bedeutet, der Fesselflieger spricht das Höhenruder über Leinen direkt an. Die Länge der Steuerlitze vom Handgriff bis zum Flieger beträgt je nach Modellgröße zwischen 12 und 20 Meter. Im internationalen Fesselflug unterscheidet man verschiedene Klassen, in denen nach den Bestimmungen des internationalen Sportcodes des Weltluftsportverbandes (FAI) Wettbewerbe ausgetragen werden.

International wird vorwiegend in folgenden Kategorien/Klassen geflogen:F2A Geschwindigkeitsflug (Speed), F2B KunstflugF2C Team Race (100 Rundenrennen),F2D Combat (Fuchsjagd), F4B Scale (maßstabgetreue Modelle)F4B-SC (Semi Scale)F2G (Electro Speed) – In Radfeld wurde beim Internationalen Fesselflugcup 2019 in der Klasse F2B Kunstflug ausgetragen.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Klassen, die sehr beliebt sind und die Durchführung vereinfachter Wettbewerbe auf nationaler/regionaler Ebene erlauben: BCD (Basic Carrier Deck)OTS (Old Time Stunt)MTR (Mini Team Race) und weitere Unterklassen wie Rat Race, Indy, Club 30, Mouseracing (Cox) usw.F2A-B (Speed-Beginner)F2B-A und F2B-B (Kunstflug für Anfänger und Fortgeschrittene) und Mini Combat.

Ergebnisse

In Radfeld wurde am 17. und 18. August der Bewerb F2B Kunstflug ausgetragen. Bei den Ergebnissen gab’s an der Spitze keine besonderen Überraschungen: Rang 1 für Marco Valliera (Italien), Rang 2 Igor Burger (Slowakei), Rang 3 Alberto Maggi (Italien), Rang 4Patrik Dolobac jun. (Slowakei) und Rang 5 Pavel Benes (Tschechien).

Die österreichischen Teilnehmer belegten folgende Plätze: Franz Wenczel (17), Walter Weinseisen (19), Klaus Steinbauer (23), Helmut Kofler (31), Franz Marksteiner (34), Franz Ecker (36), Hanno Miorini (37).

Zu den Fotos: