Dass Einrichtungs-Gegenstände in nur drei Jahren kaputt-genutzt wurden, und dass etliche "noch gute" Sachen einfach entsorgt werden, ärgert einige Nachbarn in Volldöpp.ROFAN-KURIER

Asylheim Kramsach: Anrainer verärgert

Die Anrainer des Asylheimes Voldöpp sind anlässlich des vor einigen Wochen erfolgten Auszuges verärgert: "Warum muss alles, was für teures Steuergeld gekauft wurde, nun weggeworfen werden! Man hätte fragen können, ob die Anrainer davon etwas nutzen wollen...", heißt es.

KRAMSACH Waschmaschinen, Geschirrspüler, Haushaltsgeräte und Möbel… All das werde von den Mitarbeitern der Tiroler Sozialen Dienste einfach rausgeworfen und in Müllcontainer geschmissen, heißt es von Nachbarn des Asylheimes Voldöpp, die sich beim ROFAN-KURIER melden.
Sie sehen nicht ein, dass das Haus vor etwa drei Jahren auf Steuerkosten komplett adaptiert und mit vielen Geräten und Möbeln eingerichtet wurde – und die Sachen jetzt allesamt zum Müll kommen. Eine Anruferin ärgert sich: "Da werden Sachen in nur drei Jahren zu Grunde gerichtet oder weggeschmissen, die in anderen Familien 15 oder 20 Jahre lang gute Dienste leisten."
Und außerdem hätte man sich erwartet, dass die Asylwerber selber ihren Müll aufräumen. "Warum müssen wir mit Steuergeld Leute bezahlen, die das tun?"
Einige geschrottete Dinge seien noch gut gewesen. Man hätte die Anrainer fragen sollen, ob sie davon etwas nutzen wollen, anstatt Steuergeld in den Müllcontainer zu stopfen, ärgert sich eine andere Dame. Darüber hinaus seien die Anrainer "wieder einmal" nicht informiert worden, dass hier gearbeitet wird und LKWs bei der Müll-Entsorgung die Zufahrt blockierten.

TSD-Mitarbeiter vor Ort: "Sperrmüll großteils vom Vorbesitzer"

Der ROFAN-KURIER war aufgrund der Anrufe auch vor Ort und traf noch einige Mitarbeiter der Tiroler Sozialen Dienste an.  Ein Mitarbeiter erklärt: "Die Möbel im Container sind eigentlich alle Sperrmüll. Der Großteil davon hat bereits dem Vermieter gehört und ist älter als drei Jahre. Die Elektro-Großgeräte wie Waschmaschinen, die noch gut sind, werden weggebracht und wieder hergerichtet, falls das möglich ist."

TSD: "Haben nichts von Kauf-Wünschen gewusst..."

Seitens der TSD heißt es auf Nachfrage des ROFAN-KURIER: "Es tut uns leid, wenn es seitens der Anrainer zu Irritationen gekommen ist. Wir legen selbstverständlich großen Wert auf eine Nachnutzung unseres Mobiliars. Zusätzlich versucht die TSD, eine gute Instandhaltung des Mobiliars sicher zu stellen. Sollte nach gründlicher Prüfung keine Nutzung mehr möglich sein, wird das Mobiliar entsorgt. Zur Frage, warum man das Mobiliar nicht erwerben kann, darf gesagt werden, dass uns eine potenzielle Absicht des Erwerbs/Mitnahme nicht bekannt war." Das Asylheim in Kramsach, dessen Platzierung mitten in einer Wohnsiedlung von Anfang an für Diskussionen sorgte, ist nun jedenfalls Geschichte. Ein neues Asylheim ist in Kramsach vorerst nicht geplant.