Generalvikar Mag Roland Rasser (Erzdiözese Salzburg), Mag Edith Jenewein (Kulturausschuss Rattenberg), LA Barbara Schwaighofer, Wilfried Altenburger, FR. Reinhold Bodner (Serviten)

Ausstellung "Pater Justinus Maria Walser"

Im Klosterhof des Augustinermuseum Rattenberg wird noch bis 19. Juni eine Freiluftausstellung in Gedanken an Prior Dr. Justinus Maria Walser gezeigt.

RATTENBERG (klausm) Zum 50. Todestag von Dr. Justinus Maria Walser, dessen Spuren in Rattenberg und Umgebung bis heute sichtbar sind, wurde vom 29. Juni bis 19. Juli im Klosterhof des Augustinermuseums in 5 Stelen eine Freiluftausstellung, einer Leihgabe aus Lichtenstein, gezeigt. Dabei wurden im Gedenken an Prior Dr Walser interessante Details aus dem Leben dieses außergewöhnlichen Menschen am Samstag 29 Juni mit einer Abendmesse und am Sonntag 30. Juni mit der feierlichen Eröffnung der Freilichtausstellung im Augustinermuseum gewürdigt und damit ein Stück Geschichte wieder lebendig. Dr Justinus Maria Walser, Prior des Servitenklosters Rattenberg, starb vor 50 Jahren als 80-Jähriger nach längerem Leiden in Innsbruck und wurde im Juli 1969 am Ortsfriedhof von Rattenberg beigesetzt.

Ehrengäste

Verantwortlicher Initiator der Ausstellung Winfried Altenburger begrüßte zur Ausstellung im voll besetzten Kirchenraum des Augustinermuseums neben anderen Generalvikar Mag Roland Rasser, Pfarrer Mag Roland Frühauf, Pater Reinhold Bodner, Dr Petra Streng, LA Barbara Schwaighofer, Bgm Mag Josef Auer, Alexander Hauser, Albert Eberle, Dr Franz Caramelle und Dir Friedrich Anrain

Ansprachen

Ansprachen im Gedenken und in Würdigung von Justinus Maria Walser hielten neben Winfried Altenburger, Dr Petra Streng, Generalvikar Mag Roland Rasser, LA Barbara Schwaighofer, Kulturreferentin Mag Edith Jenewein, Alexander Hauser, Pater Reinhold Bodner und Albert Eberle.

Musikalisch fantastisch untermalt hat die Ausstellungseröffnung das Gerhard Guggenbichler Klarinetten-Quartett.

Otto Walder-Schädler - Justinus Maria Walser

Otto Walder-Schädler trat als Spätberufener erst mit 44 Jahren in den Servitenorden Innsbruck ein, wurde im Oktober 1932 eingekleidet und erhielt den Namen Justinus Maria. Als bei Kriegsausbruch, im November 1938, die Serviten aus Innsbruck vertrieben wurden, floh Justinus Walser über den Stift Wilten nach Maria Luggau/Kärnten und suchte im Juli 1939 in seinem Heimatort Schaan um Asyl an und leitete während des 2. Weltkrieges das Mädchenheim Hergiswil am Vierwaldstättersee.

1949 kehrte er zum Konvent der Serviten nach Innsbruck zurück. Kurz darauf übertrug man ihm das Priorat des Klosters in Rattenberg. Er wirkte hier von 1949 bis 1969 und ließ zuerst die durch den Weltkrieg entstandenen Schäden reparieren. Es waren dringende Reparaturarbeiten an Dach und Gebäude notwendig und einzelne Räume mussten dem klösterlichen Gebrauch erst wieder zugänglich gemacht machen. Eine große Aufgabe war die Sanierung des Kreuzgangs. Die spätgotischen Malereien konnten mit Hilfe des Denkmalamtes und eigener Mittel restauriert werden. Auch Altarblätter und Altarfiguren, sowie die Orgel ließ Prior Dr. Walser wieder erneuern. Seine guten Beziehungen halfen ihm, die dafür notwendigen Mittel aufzutreiben. So brachte er die Finanzen des Klosters wieder in Ordnung, Feuerwehr und Sportverein erhielten vom Kloster Gründe für Gerätehaus und Sport- & Tennisplatz.

Durch seine Initiative entstand im früheren Messnerhaus, das heute wieder Pfarrsekretariat und Gemeinschaftsräume beherbergt, ein Jugendzentrum.

Zu seinen großen Verdiensten zählt auch die Installierung der KAJ im Tiroler Anteil der Diözese Salzburg. Er verband mit der Krönung der gotischen Madonna zur Königin der Arbeiter in der Klosterkirche am 1. Mai 1955 eine große Feier. Zu dieser Festlichkeit waren 400 junge Arbeiter aus der ganzen Diözese gekommen. Die Weihe nahm der damalige Weihbischof Dr. Hans Filzer in Vertretung des erkrankten Bischofs Dr. Andreas Rohracher vor.

Zu den Fotos: