Diese zwei Bieber hat der Kramsacher Franz Soboll in der Brandenberger Ache beobachtet. Soboll

Biber-Sichtung in der Brandenberger Ache

Der Biber ist schon lange zurück in Tirol. In der kalten Jahreszeit sieht man seine Spuren: Er fällt Bäume, Rinde oder Astwerk liegen am Boden...

KRAMSACH Der Biber ist in Tirol wieder heimisch geworden. Lange Zeit galt das Tier als ausgestorben, doch seit den 90er Jahren siedelt sich der Nager wieder an. 104 Biber-Reviere gibt es in Tirol, 61 im Bezirk Kufstein – unter anderem auch entlang der Brandenberger Ache, wie das nebenstehende Leser-Bild von Franz Soboll beweist.
"Biber halten keinen Winterschlaf", sagt Wilfried Nairz – der Biber-Beauftragte des Bezirkes Kufstein. Der Biber stellt in der kalten Jahreszeit die Ernährung um: Normalerweise ernährt er sich von Grünzeug. "Wenn es kalt ist, ernährt sich der Biber vorwiegend von Rinde und kleinem Astwerk – deswegen nagt er Bäume an", erklärt Nairz. Deshalb sieht man die Biber-Spuren im Winter besser. Aber auch im Sommer erkennt man die Spuren der Biber...

Biber-Sichtung in Kramsach! Dieses aktuelle Foto machte ROFAN-KURIER-Leser Franz Soboll.

Nicht füttern!

Füttern sollte man Biber aber nicht: "Sie nehmen das Futter zwar an, aber kommen zu nahe ans Haus. Wenn sie wissen, hier bekommen sie etwas zu fressen, dann kommen Biber immer wieder", sagt Nairz. Es sei zwar "nett zum Zuschauen", aber der Biber ist ein Wildtier und soll seinen Lebensraum haben.
Grundsätzlich ist der Biber für die kalte Jahreszeit gut gerüstet. Ein Biber hat bis zu 20.000 Haare pro Quadratzentimeter und kann sein Fell mit seiner Bibergel-Drüse einfetten.
Der Biber ist von der EU und auch vom Land Tirol geschützt und wichtig für den Lebensraum. Inzwischen wird er auch von den Menschen gut akzeptiert. Bei Problemen mit dem Wildtier Biber kann man sich beim Biber-Beauftragten des Bezirkes Kufstein Wilfried Nairz unter 0699/17161087 melden.