Dipl.-HTL-Ing. Walter Peer von der Firma Communalp präsentiert sich und den Sinn des Projektmanagements bei der Gemeinderats-Sitzung am Donnerstag, 25. April.

Communalp weiterhin Thema bei GR-Sitzungen!

Der Dorfentwicklungs-Prozess in Kramsach schlägt hohe Wellen. BÜRGERMEISTERLISTE und GRÜNE befürworten die Projekte, FPÖ und GFK kritisieren diesen Prozess mit der Fa. Communalp vehement. Bei den letzten Gemeinderats-Sitzungen war dieses Thema heiß diskutiert.

KRAMSACH Auch bei der Gemeinderats-Sitzung am Donnerstag, 25. April, stand wieder ein Tagesordnungspunkt im Zeichen des Projektentwicklungs-Prozesses mit der Firma Communalp. Nachdem im März bereits ein Rahmenvertrag für das Projektmanagement mit Communalp (unter Oppositions-Kritik) beschlossen wurde, ging es im April um die ersten Projekte, die von Communalp "fachlich begleitet werden sollen", sagt Bgm. Hartl Zisterer (ÖVP): Konkret wurden Projektentwicklungs-Verträge beschlossen, bei denen es um den Ausbau des Wohn- und Pflegeheimes Kramsach, den Bau bzw. die Erweiterung des Kindergartens und der Kinderkrippe und um die Festlegung für den Standort des Schulzentrums diskutiert und zur Abstimmung vorgelegt. "Bei diesen Projekten ist dringender Bedarf", sagt Zisterer.

Opposition sorgt sich

Projekte in dieser Größenordnung brauchen eine Projektmanagement-Firma. Dieser Meinung sei nicht nur die Bürgermeister-Liste. Laut Bgm. Zisterer wäre auch der Rechnungshof dieser Ansicht: "Kleine Gemeinden (Anm. unter 20.000 Einwohner, Anm. der Redaktion) werden vom Rechnungshof aufgefordert, sich bei solchen Projekten helfen zu lassen", sagt Zisterer. Solche Gemeinden haben laut Rechnungshof keine Erfahrungen mit Projekten in dieser Größenordnung - Bgm. Zisterer und seine Liste sind der selben Meinung. Auch der GRÜNE GR Friedrich Margreiter findet, dass die 50.000,- EURO für die Projekt-Begleitung gut angelegtes Geld sind...

Bei der Bürgermeisterliste mit Bgm. Hartl Zisterer (2. v. l.) musste Communalp-Geschäftsführer Dipl.-HTL-Ing. Water Peer nicht überzeugen. Kritik gab es von der Opposition.

Für die Opposition ist diese Hilfe – kurz gesagt – übertrieben. GR Fritz Widmann (GFK - Gemeinsam für Kramsach) erinnerte, dass 1992 große Projekte unter Bgm. Egon Außerhofer selbst abgewickelt wurden. Sein Listenkollege Lothar Moser: "Ich hatte nie ein wirklich gutes Gefühl bei der Zusammenarbeit der Communalp mit der Gemeinde Kramsach." Er zeigte einen Fall in Mieders auf, der den damaligen Bürgermeister den Kopf gekostet haben soll und den Verschuldungsgrad der Gemeinde in die Höhe schnellen lies. Auch in Wörgl sei die Communalp gescheitert. Seine Ausführungen wurden von Bgm. Zisterer scharf kritisiert: "Es wäre angebracht gewesen, sich beim Bürgermeister zu informieren und nicht nur bei einem oppositionellen Gemeinderat", kritisiert Bgm. Zisterer die Ausführungen von Moser. Kritik an den Communalp-Verträgen gab es auch von FPÖ-Gemeinderat Andreas Gang.

Mehrheitlich beschlossen

Die GRÜNEN und die BÜRGERMEISTERLISTE stehen aber hinter dem Communalp-Vertrag. Die drei Projektentwicklungs-Verträge wurden in dieser Sitzung vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossen.