Maibaumtradition in Radfeldmadersbacher©2019

Coronapause für’s Maibaumaufstellen & Grasausläuten

Coronabedingt fiel heuer das traditionelle Maibaumaufstellen in Radfeld aus

RADFELD (klausm) Coronabedingt fiel heuer das traditionelle Maibaumaufstellen in Radfeld aus. Zwar dachten die Verantwortlichen (dazu zählen neben anderen Landjugend-Obmann Christian Lentner und Ortsleiterin Sarah Stubenvoll) zwischendurch einmal daran einen kleineren Maibaum aufzustellen, ließen diesen Gedanken schließlich komplett fallen, was eine gute Entscheidung war. Üblicherweise wird in Radfeld am Vorabend des 1. Mai, am 30. April, ein Maibaum von über 30 Metern händisch aufgestellt, dazu versammeln sich viele Zuschauer auf dem Dorfplatz und begleiten diese alljährliche traditionelle Maibaumspektakel mit großem Interesse. Den Baum spendieren abwechselnd die Gemeinde und die Lehensassen.

Nicht minder traditionell geht’s am 1. Mai beim Radfelder Grasausläuten zu. So waren beispielsweise im Vorjahr knapp 40 Erwachsene und fast 20 Kinder in einheitlicher Kleidung und ihren Glocken mit Melker Martin Klingler unterwegs. Der Weg führte vom Kirchplatz unter den Linden durch’s Dorf, hinauf nach Rattenberg danach zurück nach Radfeld. Nachdem sich dieser wunderbare Brauch Mitte der 70er-Jahre fast aufgehört hätte, übernahm der damalige Bürgermeister Erich Laiminger praktisch in letzter Sekunde das Steuer, räumte sämtliche Bedenken aus, versammelter eine Gruppe Gleichgesinnter um sich und setzte mit ihr - Gott sei Dank - das Radfelder Grasausläuten fort, ausser heuer, heuer gab’s in Radfeld weder ein Maibaumaufstellen mit Maifest’l noch das Grasausläuten – aber nächstes Jahr, hört man von der Landjugend und den Grasausläutern, wird’s um schöner.

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