Maria Pesta (GPB), Hansjörg Stecher (Produktionsleiter), Lea Ventura (GPB)klaus madersbacher

„Das versunkene Dorf“ im Volkstheater Brixlegg

"Das versunkene Dorf" im ausverkauften Volkstheater Brixlegg

BRIXLEGG (klausm) Mit der Idee, den Film „Das versunkene Dorf“ im Volkstheater Brixlegg zu zeigen, hatten die „Parteifreien und Grünen Brixlegg“ (PGB) einen absoluten Treffer gelandet. Ein mit 170 Besuchern restlos ausverkauftes Volkstheater am Samstag den 19. Jänner war ein unübersehbarer Beleg dafür. Natürlich war es nicht nur der Film allein, welcher die Menschen in’s alte Brixlegger Kino brachte, die Veranstalter präsentierten obendrein am Filmabend als besonderes Highlight den Zeithistoriker und Filmemacher Hansjörg Stecher aus Schlanders. Stecher ist obendrein auch Projekt- und Produktionsleiter und hat gemeinsam mit Regisseur und KameramannGeorg Lembergh dieses beeindruckende Filmwerk geschaffen.

Das versunkene Dorf

Im August 1950 versank das blühende Südtiroler Dorf Graun mit all seinen Äckern und Feldern in den Fluten des Reschenstausees. Fast über Nacht wurden die  Bewohner von ihren Höfen vertrieben und zudem nur notdürftig abgegolten.
Heute, fast siebzig Jahre später, ist aus der Handvoll eilig errichteter Häuschen wieder ein kleines Dorf geworden. Trotzdem ist unter den Alten hier die Trauer um ihre verlorene Heimat immer noch groß, die Wunden heilen nur langsam und der See bleibt für sie ein Fremdkörper.


Die Jungen, welche die Seestauung nur mehr aus Erzählungen kennen, befreien sich mit neuem Selbstbewußtsein aus der lähmenden Umklammerung der Kraftwerksgesellschaft und nutzen das schwierige Erbe für ihre Zwecke. Ein beobachtender Dokumentarfilm, der auch den spannenden historischen Hintergrund erhellt, von Georg Lembergh und Hansjörg Stecher. (zitiert aus - http://www.dasversunkenedorf.com/de/)

Die Geschichte

Von der Weltöffentlichkeit unbemerkt spielte sich im August 1950 auf der Südtiroler Hochebene des Reschenpasses eine menschliche Tragödie ab. Fast über Nacht wurde das idyllisch gelegene Dorf Graun im Vinschgau durch ein von staatlicher Willkür und Profitdenken geprägtes Stauseeprojekt vollständig unter Wasser gesetzt. Ohnmächtig mußten die Bewohner mit ansehen, wie innerhalb weniger Tage ihre Häuser und Ställe gesprengt wurden und alle Äcker und Wiesen im Stausee versanken. Nur der Kirchturm von Alt-Graun ragt seit damals wie ein Mahnmal aus dem Wasser. Heute, 65 Jahre später, steht das neue Graun malerisch über dem Seeufer - aber die Wunden der Alten verheilen nur sehr langsam. (zitiert aus - http://www.dasversunkenedorf.com/de/)

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