Vize-Bgm Michael Dessl, Ing Thomas Unterrainer (Umwelt- und e5 Ausschuss), Richard Lamprecht (Bienenzuchtverein), Josef Margreiter (Bauernladen), Anni Häusler (e5-Teamleiterin), Fritz Gurgiser (Transitforum Austria), Michael Lebesmühlbacher (Gemüsekiste), Michi Brötz (Speisekammer Schwaz)

Aktionstage Energie in Kundl

Fritz Gurgiser zu Gast bei den Aktionstagen Energie in Kundl

KUNDL (klausm) Der Kundler Umwelt- und e5-Ausschuss beteiligte sich so wie viele andere Tiroler Gemeinden an den tirolweiten “Aktionstagen Energie”. “Regionalität ist Gewinn – unser aktiver Beitrag zum Klimaschutz”, so der Arbeitstitel für den ersten Aktionstag am Mittwoch 22. Mai im Foyer des Gemeindesaales. Moderiert hat den Abend e5-Teamleiterin Anni Häusler.

Fritz Gurgiser vom Transitforum Austria für einen Vortrag nach Kundl zu holen war eine sehr gute Idee: 1) weil Gurgiser seit Jahren ein willkommener und immer gern gesehener Gast in Kundl ist und im Laufe der Jahre bereits des öfteren gemeinsam mit Kundler Bürgern Mißstände erfolgreich bekämpft hat und 2) weil sich der Vomper Fritz Gurgiser mit dem Transitforum bereits seit 1994 für eine gesunde Umwelt, für ein gesundes Tirol einsetzt und glaubhaft wie kaum ein anderer unermüdlich für seine Ideen plädiert.

Fritz Gurgiser

“Mit der Kraft der Konsumenten verbessern wir die Region” stellte Gurgiser fest und begründete dies in vielen Beispielen. Wie schon so oft plädierte der Regionalwirtschaftspraktiker für regionale, saisonale und gesunde Lebensmittel. Noch nie wurden unsere heimischen Betriebe aller Branchen durch weltweit herumgekarrte, billigst produzierte Massenwegwerfprodukte derart unter wettbewerbswidrigen Druck gesetzt. Regionen, Länder und Staaten werden gnadenlos gegeneinander ausgespielt. Regionalwirtschaft statt globalem Freihandel ist daher das Gebot der Stunde.”

“Regionalprodukte-Kauf sichert Lehr- und Arbeitsplätze für Jung und Alt in den Gemeinden, Regionen und Ländern. Regionalprodukte-Kauf sichert Zukunftschancen, Berufsmöglichkeiten und wirtschaftliche Existenz. Regionalprodukte-Kauf garantiert bestmöglichen Klimaschutz durch kurze Transportwege, Regionalprodukte-Kauf sichert mit seinen Steuern und Abgaben die Finanziereung des Gemeinwohls, die öffentliche Sicherheit, unser Sozialsystem, unsere Vereine und hilft der Wohnraumerrichtung.”

Daher das unmissverständliche Schlußplädoyer von Fritz Gurgiser: “Gib dem regionalen Bauern und Handwerker eine echte Chance, schau auf Deine Gesundheit, die eigenen regionalen Atbeisztplätze und die soziale Sicherheit. Nachdenken und Umdenken, handeln beim täglichen Einkauf. Es landet das am Müllberg, was oft über tausende Kilometer herumgekarrt oder aus Teigling-Schussapparaten kommt – respektlos, verantwortungslos, gewissenlos.”

Podiumsdiskussion

Fritz Gurgiser (Transitforum Austria), Michi Brötz (Speisekammer Schwaz), Michael Lebesmühlbacher (Gemüsekiste) und Josef Margreiter (Bauernladen) stellten sich der anschließenden Podiumsdiskussion “Was braucht es zur vitalen Entwicklung der regionalen Lebensmittelkreisläufe?”, erzählten aus Zeiten als ihre Betriebe laufen lernten, mit welchem Engagement sie ihre Geschäftsideen umsetzten und zum Erfolg führten, mit welchen Widerständen sie seinerzeit fertig werden mußten, kurz - wie sie es nach oben geschaftt hatten und stellten sich den Fragen der Anwesenden. Zum Abschluß dieses interessanten Aktionstages gewährte Richard Lamprecht vom Bienenzuchtverein Kundl noch spannende Einblicke in die Imkerei und der Kundler Bauernladen sorgte zu guter Letzt mit seinem bekannt erstklassigen Bauernbufett für das leibliche Wohl und angeregte Nachbetrachtung des Abends.

Zu den Fotos: