Amtsleiter Gerhard Ampferer und Bgm Hannes NeuhauserNeuhauser©2019

Gemeindeversammlung in Brandenberg

Öffentliche Gemeindeversammlung in Brandenberg

BRANDENBERG (klausm) Zum letzten Mal gab es in Brandenberg am 09. April 2015 eine öffentliche Gemeindeversammlung (GV), höchste Zeit also, am Sonntag 28. April 2019 zu einer aktuellen öffentlichen GV in den Pfarr- und Gemeindesaal zu laden. Laut Tiroler Gemeindeordnung hat der Bürgermeister in einer öffentlichen GV über die Geschehnisse/Ereignisse seit der letzten GV zu berichten, eine Vorschau auf die nächste Zeit zu geben und im Anschluss Publikumsfragen über Allgemeinthemen zu beantworten.

Bgm Hannes Neuhauser eröffnete um 10 Uhr die Gemeindeversammlung und begrüßte Gemeinderäte, Amtsleiter, Gemeindemitarbeiter und selbstverständlich die interessierte Öffentlichkeit. Neuhauser ist nun 9 Jahre im Amt, hat ein Netzwerk aufgebaut welches sich sehen lassen kann. Der derzeitige Gemeinderat ist mittlerweile seit 3 Jahren aktiv, hat in den letzten Jahren beachtliche Investitionssummen aufgewendet und dabei besonders erfreulich, keine Neuverschuldung getätigt.

Das waren die Gemeindeleistungen (auszugsweise)

Das Gemeindeamt weist mittlerweile einer sehr gute IT-Ausstattung auf. Ergänzend werden aber im Laufe des Jahres noch im Wert von ca. € 9.000,- diverse Computer von Waldaufseher, Buchhaltung, Amtsleiter, Sicherungsbox, Homepage aufgerüstet/erweitert. Vorangetrieben wurde auch der Breitenausbau des ultraschnellen Internet-FTTH-Glasfasernetzes.

Der Bauhof mit seinen 3 engagierten Mitarbeitern wurde bei der Ausstattung wesentlich aufgerüstet, z. B. wurde unter anderem ein Schlegelmäher angekauft.

85 Kilometer asphaltierte Gemeindestraßen sind ständig in tadellosem Zustand zu halten, neuralgische, defekte Abschnitte wurden/werden noch zeitnah’ saniert, größere Projekte bedürfen einer sehr guten Vorbereitung. Die Gemeinde sorgt für ordnungsgemäß ausgebaute Straßenabschnitte. Die Arbeiten im vergangenen Winter haben sehr gut funktioniert, verursachten allerdings ca. € 50.000,- an Mehrkosten. Modernste LED-Beleuchtung spart bei den 130 Lichtpunkten in Brandenberg/Aschau viel an Energiekosten.

Dank Humanocare und den motivierten Mitarbeitern ist der Erhalt des Altenheimes St. Georg im Moment zwar noch gegeben, obwohl es auf Grund der ständig zunehmenden Auflagen immer schwieriger wird Arbeitskräfte zu finden und den Rund-Um-Dienst abzudecken. Der Sozialsprengel leistet mittlerweile in Brandenberg viele Einsatzstunden und erfreulicherweise kommt große Unterstützung von Brandenberger Vereinen und Privaten.

Das Brandenberger Kanalnetz umfasst heute 18 Pumpanlagen und 50 Kilometer Kanalstränge. 3.900m beträgt die Leitungsnetzlänge in Aschau (Grascherquelle), 8.100m beträgt die Leitungslänge in Brandenberg (Haidachquelle). Wartungsarbeiten und jährliche Prüfungen sind sehr kostenintensiv.

Derzeit ist die 4-klassige Volksschule mit 81 Schülern gesichert. Mit Mediaboards in allen Klassen ist die VS-Brandenberg ab Herbst die erste Volksschule des Bezirkes mit dieser Technik. Der Glasfaseranschluss wird bis in die Schaltzentrale beim Direktionsraum ausgeführt. Den 2 Kindergartengruppen stehen 4 Mitarbeiterinnen zur Verfügung. In diesem Zusammenhang ist Rupert Neuhauser besonders zu danken – er stellt den Grund für den Kindergarten zur Verfügung. Die Kinderbetreuung Balu wird vom EKiZ geführt und benötigt ein Jahresbudget von ca. € 70.000,- wovon die Gemeinde pro Jahr € 13.000,- aufwendet.

Die beiden Feuerwehren Brandenberg-Aschau haben derzeit ein Mitgliederstand von knapp 160 Freiwilligen. Erfreuliche Bemerkung dazu: Etwa 10% der Bevölkerung sind aktiv bei der Feuerwehr. Die Schülertransporte wurden im letzten Jahr von der Firma Haaser und Ampferer bestens durchgeführt. Das gemeinsame Vereinsgebäude hat sich ebenfalls in den Letzten Jahren bestens bewährt.

Was passiert bis 2019/2020

Neben der Erhaltung der Gemeindestrassen wird für etwa € 100.000,- die Straße zum Kaiserhaus asphaltiert, somit wird das letzte Stück an Gemeindestrassen staubfrei. Gründe dafür: Die Österreichischen Bundesforste (ÖBF) hat sich beim Kanalprojekt mit € 140.000,- beteiligt, trotzdem aber auch die Anschlussgebühren bezahlt. Die ÖBF beteiligt sich in geringem Ausmaß und nach Absprache mit LR Tratter wurde deshalb die Erhöhung von zunächst € 40.000,- BZW auf € 100.000,- gewährt. Außerdem erschließt Brandenberg einen bestehenden Gewerbebeitrieb aus dem mehr Kommunalsteuer kommt, als von Aschau, Pinegg, Unterberg, Kirchrain und Stegen zusammen. Außerdem gibt’s künftig mit der ÖBF einen Anteilszahler.

Weiterführung des Breitbandprojektes, Anbindung des Wählamtes an das Glasfasernetz, schnelles Internet für Alle, Erweiterung der Wasserversorgung durch Hochbehälter, Klärung der Situation „Sportplatz“, Projekt altes Gemeindeamt, Erneuerung Kienleitlift 2020, ärztliche Versorgung, Ausbau Tagesbetreuung Sozialsprengel Brixlegg, Errichtung einer Photovoltaikanlage im Altenheim, Besucherzentrum in der Naturerlebnisregion Brandenberg, Parkraumbewirtschaftung/Besucherlenkung, Ladestationen für Elektroautos, zusätzliche Haltestellen für den Regiobus, Ersatzanschaffung der Löschfahrzeuge beider Feuerwehren, 3 neue Digital-Mediaboards für die VS Brandenberg, 2 neue Wohnprojekte dieses Jahr und bei der Anlage Kapfinger Wald gibt es ein Elektroauto für 20 Wohnungsinhaber, wobei dieses Auto gegen Entgelt auch der Brandenberger Bevölkerung zur Verfügung steht.

Zusammenfassung

Bgm Neuhauser hat in der Gemeindeversammlung noch einen umfassenden Rückblick auf die Jahre 2015 bis 2018 geliefert und ganz am Ende noch einmal besonders beeindruckend und punktgenau alles Wesentliche zusammengefasst: „Brandenberg hat sich in den letzten Jahren einen neuen Ruf erarbeitet, keine neuen Kredite aufgenommen, bis Ende 2018 über € 1.400.000,- an Schulden abgebaut. Sämtliche Bauvorhaben wurden voll ausfinanziert, viele sinnvolle und vor allem notwendige Projekte verwirklicht, nachhaltige Maßnahmen für eine langfristige und positive Entwicklung der Gemeinde Brandenberg gesetzt. Auch ohne Parteizugehörigkeit des Bürgermeisters konnten unglaublich viele Sonderzahlungen erwirkt werden, an dieser Stelle ein großer Dank an die Landesregierung. Es wurde viel gebaut, viel gespart, und viele Ideen verwirklicht, denn nur asphaltieren ist zu wenig.“