Abschlussübung der FF-Rattenberg

Im Sparkassengebäude Brand im 3. Stock, 5 eingeschlossene Personen, auf Grund der starken Rauchentwicklung sind die Eingeschlossenen nicht in der Lage selbst über das Stiegenhaus das Gebäude zu verlassen.

RATTENBERG (klausm) Unser Feuerwehrwesen basiert in erster Linie auf der Freiwilligkeit der Feuerwehren. So wurden beispielsweise 2016 über 315.000 aktive Feuerwehrleute (ohne Jugend) gezählt. In Österreich gibt’s rund 4.500 Freiwillige Feuerwehren, über 300 Betriebsfeuerwehren und nur 6 Berufsfeuerwehren. Das heißt: „Ohne Freiwilligkeit ist das ganze Werk’l „Freiwillige Feuerwehr“ sowieso kaum möglich, sind Brandbekämpfung, technische Einsätze, etc., nahezu unvostellbar.“ Und in verbauten Gebieten wie etwa der Stadt Rattenberg, mit ihren Gassen Ecken und dunklen Winkeln, mit ihren mehrstöckigen Wohn- und Stiegenhäusern, kann sich jeder noch so kleine Anfangsbrand blitzartig verheerend auswirken, hier zählt bei der Brandbekämpfung wirklich jede Minute.

Dass die Feuerwehren im Ernst- und Notfall reibungslos funktionieren, dass jeder Handgriff sitzt, automatisch abläuft, dazu braucht’s permanentes Üben, intensives Trainieren, denkbare Szenarien abzuarbeiten, jeder Handgriff muß sitzen. Die Stadfeuerwehr Rattenberg unter dem Kommando von Hans Peter Winkler und seinem Stellvertreter Ing. Christian Hillebrand, übte am Donnerstag den 25. Oktober im Rahmen ihrer heurigen Herbstabschlussübung, genau so eine Situation und zwar denk- und praxisnah’.

Übungsannahme:

„Im Sparkassengebäude Brand im 3. Stock, 5 eingeschlossene Personen, auf Grund der starken Rauchentwicklung sind die Eingeschlossenen nicht in der Lage selbst über das Stiegenhaus das Gebäude zu verlassen.“ - Es ging also um Menschenrettung, um Evakuierung und in der Folge um Brandbekämpfung. Die Alarmierung der Feuerwehren Rattenberg und Radfeld erfolgte über die Leitstelle Tirol, zudem wurde die Rettungseinsatzstelle Kramsach vom Roten Kreuz mitalarmiert.

Übung

Die Feuerwehr Rattenberg kam mit 28 Aktiven, die Kameraden aus Radfeld mit 18 Aktiven und das Rote Kreuz traf mit 5 Mitarbeitern auf zwei Einsatzfahrzeuge aufgeteilt bei der Einsatzstelle ein und versorgt die Evakuierten. Es kam die Drehleiter mit Bergekorb und Atemschutzgruppen zum Einsatz. Unter den interessierten Beobachtern für das Feuerwehrwesen: Bezirks-Kdt/Lds-Kdt-Stv Hannes Mayr, Abschnittsbrandinspektor Werner Praxmarer (FF-Kdt Münster), Abschnittsbrandinspektor a. D. Manfred Einkemmer, von der PI-Kramsach Chefinspektor Richard Hotter, Bgm Bernhard Freiberger mit Stadträten, Alt-Bgm DI Martin Götz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rattenberg Friedrich Anrain. 

Alle fünf Eingeschlossenen konnten in kürzester Zeit unverletzt geborgen und vom Roten Kreuz versorgt werden. In der Schlussbesprechung auf dem Sparkassenplatz bedankten sich Kdt Hans Peter Winkler, ABI Werner Praxmarer, BK Hannes Mayr, Bgm Bernhard Freiberger und die finale Nachbesprechung fand im Restaurant Malerwinkel statt.

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