Im Communalp-Wohnwagen konnten Kramsacher Gemeindebürger 2017 an der Dorfentwicklung mitarbeiten – das Ergebnis waren zehn mögliche bauliche Maßnahmen für Kramsach.

Opposition kritisiert Communalp-Vertrag!

Um mit dem Dorfentwicklungs-Prozess voran zu kommen, wurde nun zwischen Gemeinde Kramsach und Communalp ein Rahmenvertrag ausgehandelt. Die Firma wurde für das Projekt-Management engagiert.

KRAMSACH Bereits 2017 fiel der Startschuss für die Zusammenarbeit der Gemeinde Kramsach mit der Firma Communalp. Die Gemeinde solle weiterentwickelt werden – das war das erklärte Ziel dieser Zusammenarbeit. Inzwischen wurden Bürger miteinbezogen, Projekte ausgearbeitet, der Wichtigkeit nach gereiht und auch vorgestellt. Als wichtigstes Projekt hat sich der (Um-)Bau der Volksschule herausgestellt. Der Anfang soll mit dem Ausbau des Wohn- und Pflegeheims gemacht werden.

Bgm. Zisterer: "Projekt-Management notwendig"

Nun wurde in der letzten Gemeinderats-Sitzung ein Rahmenvertrag behandelt, der die weitere Vorgehensweise bestimmt. „Dieser Rahmenvertrag sagt eigentlich nur, dass diese zehn erarbeiteten Punkte abrufbar sind. Wenn wir nichts umsetzten wollen, greift dieser Rahmenvertrag nicht“, erklärte Bgm. Hartl Zisterer (ÖVP).
Von Seiten der Opposition gab es aber große Kritik an dem Vertrag. "Knebelvertrag", nannte FPÖ-Gemeinderat Andreas Gang den Vertrag – "El Dorado für Communalp", sagte GFK-GR Wolfgang Schonner dazu. Kritikpunkte sind etwa die Laufzeit von drei Jahren oder auch, dass es keine Ausstiegsmöglichkeit für die Gemeinde Kramsach gibt.
Die Bürgermeisterliste verteidigte den Vertrag: Es brauche eine Projekt-Management-Firma und die Communalp war hier der Gewinner einer europaweiten Ausschreibung. Die Jury bestand aus Mitgliedern der Gemeinderats-Fraktionen und aus drei unabhängigen Architekten – die ebenfalls für die Communalp waren.
Der Vertrag wurde mehrheitlich mit den Stimmen der Bürgermeisterliste und dem anwesenden GRÜNEN mit 10:6 angenommen.