Eine Reitergruppe auf schweren Noriker-Pferden führt mit dem Vortragskreuz die Prozession nach St. Leonhard an

Traditioneller Kundler Leonhardiritt

Traditioneller Kundler Leonhardiritt mit Erzbischof Dr. Alois Kothgasser

KUNDL (klausm) Was könnte man über den legendären Leonhardiritt von Kundl noch sagen, was nicht schon in den letzten Jahren oft gesagt wurde - ausser, dass es heuer bei herrlichstem Herbstwetter um die 18°-19° für über 2000 Menschen eine absolut prachtvolle Veranstaltung für Pferd und Reiter, Ross’ und Wagen, Ehrengäste und Besucher war, ja und vom Veranstalter war zu erfahren, dass heuer 110 Pferde teilgenommen hatten.

Nach dem Mittagsgeläut’ führte die Prozession in gewohnter Weise von der Kundler Pfarrkirche hinaus nach St. Leonhard. Heuer konnten die Veranstalter neben Ortspfarrer Dr. Piotr Stachiewicz als hohen Kirchenvertreter, bereits zum zweiten Mal übrigens, den mittlerweile emeritierten Erzbischof Dr. Alois Kothgasser in Kundl begrüßen. Bekanntlich verbringt Erzbischof Kothgasser seinen Ruhestand bei den “Don Bosco Schwestern” in Baumkirchern, von da her hatte der Bischof keine allzu lange Anreisezeit.

Der Leonhardiritt ist heute längst nicht mehr nur ein bäuerlicher Festtag mit Feldmesse an dem halt Pferde und Menschen gesegnet werden, mittlerweile schließt an den kirchlichen Teil des Leonhardirittes ein ländlich-gemütliches Leonhardifest’l mit Zillertalerkrapfen, Würst’l, Kuchen, plus sonstigen gastronomischen Köstlichkeiten an. Als Veranstalter zeichnete die Kundler Bauernschaft mit Landjugend verantwortlich. Zu den Aufgaben des Ortsbauernobmannes Markus Unterrainer gehörte es daher, vor Beginn der Feldmesse, alle Anwesenden, alle Mitwirkenden, alle Ehrengäste, besonders aber die hohe Geistlichkeit, Exzellenz Kothgasser und Pfarrer Stachiewicz in St. Leonhard zu begrüßen.

Und wärend die Kirchenvertreter, musikalisch umrahmt von der Musikkapelle Kundl mit Kapellmeister Christoph Adamski, eine würdige Feldmesse mit anschließender Pferdesegnung zelebrierten, bereiteten sich die Bäuerinnen mit der Landjugend küchentechnisch in aller Ruhe auf das anschließende Leonhardfest’l vor und dafür wurden neben diverser Köstlichkeiten etwa 1.500 Zillertaler-Krapfen vorbereitet. Als “kleines Dankeschön” gab’s vom Veranstalter für jeden Reiter und Kutscher, für’s Mitwirken am Leonhardiritt Bon’s für Essen und Getränke. Mit dem Leonhardiritt kommen jedes Jahr gern gesehenen hohe Funktionäre aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik nach St. Leonhard und werten mit ihrer Anwesenheit, mit ihrer Mitwirkung, diesen traditionellen Kundler Festtag auf – so auch heuer.

Ehrengäste waren unter anderem Bgm Anton Hoflacher, Vize-Bgm Michael Dessl, Vize-Bgm Mag. Barbara Trapl und Kundler Gemeinderäte, LA. Bgm Ing. Alois Margreiter, Landwirtschaftskammer-Präsident Ing. Josef Hechenberger, Bezirkskammerobmann Ök.-Rat Johann Gwiggner, Bezirksbäuerin Ök.-Rätin Margreth Osl, Maschinenring-GF Josef Unterweger, die ehemalige Bezirksbäuerin Ök.-Rätin Berta Rampl, die Kundler Ortsbäuerin Marianne Seebacher, die Ortsbäuerin aus Breitenbach Elisabeth Schwaiger und Sprengelarzt Dr. Georg Bramböck.

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