Ob der Gemeinderatsbeschluss zur Vergnügungs-Streuer die Kino-Karten teurer werden lässt, weiß man nicht.ROFAN-KURIER

Vergnügungs-Steuer Streitthema im Gemeinderat

Die Stadtgemeinde Wörgl führte eine Vergnügungs-Steuer ein. Spiel- und Wettautomaten sowie Kinotickets werden besteuert. Bei den Kinotickets waren aber nicht alle dafür...

WÖRGL Bei der Gemeinderats-Sitzung im September sagte die Stadtgemeinde Wörgl "Ja" zur Vergnügungssteuer. Wörgl hofft hier auf etwa 400.000,– EURO an zusätzlichen Einnahmen. Bei Spielautomaten gibt es verschiedene Fix-Steuern. Bei Automaten, wo man kein Geld gewinnen kann, verlangt Wörgl in Zukunft 50,– EURO pro Gerät und Monat, bei Spielautomaten mit Gewinnmöglichkeit 700,– EURO und bei den klassischen Glücksspiel-Automaten ebenfalls 700,– EURO.  Bei Wettautomaten werden 150,– EURO eingehoben. Diese Steuern wurden von allen Fraktionen befürwortet.

GRÜNE und SCHWARZE Wörgler wolle keine Steuer auf Kinokarten

Nur die fünf-prozentige Abgabe auf Filmvorführungen entzweite den Gemeinderat. Die Bürgermeisterliste LISTE HEDI WECHNER und die FPÖ WÖRGL stimmten für die "Kino-Steuer" – die JUNGEN WÖRGLER, die WÖRGLER VP, das TEAM WÖRGL und die GRÜNEN waren gegen die Kino-Abgabe. Der Kritikpunkt: "Wir wollen keine Steuern, die auf Familien und Jugendliche abzielt", sagte etwa VP-Gemeinderat Hubert Mosser. Die anderen Gegner stimmten Mosser zu – und befürchten Teuerungen beim Kino-Besuch.
SPÖ-Nationalrat und LISTE WECHNER-GR Christian Kovacevic erklärte, dass er nicht glaubt, dass die fünf Prozent auf das Kinoticket aufgeschlagen werden. NR Carmen Schimanek (FPÖ) erläuterte weiters, dass etwa die Stadt Innsbruck eine Vergnügungssteuer auf Kino-Karten einhebt und „die Cineplexx-Karten immer noch gleich teuer sind“. Die Karten kosten zwar in Westösterreich das selbe, aber die Stadt Innsbruck hebe laut Aussagen der zuständigen Stelle der Stadt keine Vergnügungssteuer auf Kinokarten ein.