Kultur-Landesrätin Dr. Beate Palfrader (ÖVP) unterstützt die Schaffung des Dokumentationszentrums zur "Option". Land Tirol/Berger

Museum Jenbach widmet sich der "Option"

In Zusammenarbeit mit der Uni Innsbruck und dem Land Tirol widmet sich das Jenbacher Museum in Zukunft dem Thema „Option“ – der Umsiedelung der deutsch- und ladinisch-sprechenden Südtiroler nach Nordtirol.

JENBACH  Bleiben und Gefahr laufen, nach und nach Teile der eigenen Identität zu verlieren oder gehen und alles Bekannte, Familie und Freunde zurücklassen. Vor dieser Entscheidung standen die deutsch- und ladinisch-sprachigen Südtiroler 1939.
Viele derer, die gingen, siedelten sich in und um Jenbach an. Ein vom Land Tirol geförderter Forschungs- und Ausstellungsschwerpunkt des örtlichen Museums setzt sich mit der Geschichte dieser "Optanten" auseinander.

Mit 17.000,- EURO gefördert

"Die 'Option' war ein großer Einschnitt in der Geschichte Tirols. Die Spaltung zwischen jenen, die in Südtirol geblieben sind und jenen, die ausgewandert sind, war oft sehr tief. Auch das Verhältnis zwischen den ‚Neuen‘ und der lokalen Bevölkerung war nicht immer einfach. Viel davon ist noch nicht aufgearbeitet", sagt Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader (ÖVP).
Zusammen mit der Universität Innsbruck wird sich das Museum Jenbach künftig noch intensiver mit dem Thema "Option" auseinandersetzen und ein Dokumentations-Zentrum etablieren.
Ein breites Spektrum an Quellenmaterial – von Urkunden bis hin zu Fotografien und Briefen – wird wissenschaftlich beleuchtet, digitalisiert und durch Ausstellungen und Publikationen der Bevölkerung zugänglich gemacht werden.
Das Land Tirol unterstützt das Dokumentationszentrum mit einem dreijährigen Fördervertrag, jährlich fließen 17.000,– EURO diesem Projekt zu.