V.l.: Mag. Dominik Mainusch (Bgm. Fügen und Aufsichtsrat), Franz Hörl (AR-Vorsitzernder Zillertalbahn), Hansjörg Jäger (Obmann des Planungsverband Zillertal und Bgm. Ried) und die beiden ZVB-Vorstände Ing. DI (FH) Wolfgang Stöhr und Dipl. Ing. Helmut Schreiner, MBA.

Zillertalbahn: Modernisierung "auf Schiene"

Auf ein erfreuliches Jahr 2018 blicken die Akteure der Zillertalbahn zurück. Und mit noch mehr Freude nach vorne: Die Planungen für das Projekt "Zillertal 2020+" sollen auf Hochtouren laufen. "Wir wollen das Zillertal zur Wasserstoffregion umbauen", sagt AR-Vorsitzender Franz Hörl (ÖVP).

MAYRHOFEN Wie allseits bekannt möchte die Zillertalbahn ab 2022 mit Wasserstoff fahren. "Wir gehen noch davon aus, dass wir es bis dahin schaffen", erklärte der Aufsichtsrats-Vorsitzende Franz Hörl (ÖVP) im Zuge der Vorstellung des Geschäftsberichts 2018 Mitte August in Mayrhofen. "Dann werden wir die erste Schmalspurbahn auf der Welt sein, die mit Wasserstoff fahren wird", sagt er. Dieses Projekt "Zillertalbahn 2020+" soll ein Vorreiter der Wasserstoff-Region Zillertal sein. "Gemeinsam mit der Öffentlichkeit, mit den Bürgermeistern und den Touristikern wollen wir das Zillertal zur Wasserstoffregion umbauen", sagt Hörl.

Auch Wasserstoff-Busse denkbar

Es gibt bereits Forschungen, bei denen Pistenraupen auf Wasserstoff umgestellt werden könnten. Und auch Busse könnten auf Wasserstoff umgestellt werden. Noch sei dies aber wirtschaftlich bei weitem nicht rentabel, sagt der technische Vorstand der Zillertalbahn, Helmut Schreiner: "Ein Wasserstoff-Bus kostet noch dreimal soviel wie ein normaler Bus. Hier hoffen wir auf eine Kostensenkung." Diese sollten dann an der Wasserstofftankstelle beim Bahnhof Mayrhofen tanken können....
Hier soll Anfang 2020 der Architekturwettbewerb starten, derzeit laufen noch Grundstücksverhandlungen. Diese wird es auch entlang der geplanten Trasse geben – hier wird auch mit den Zillertaler Grundstückseigentümern verhandelt.
Die Bahn soll aber natürlich das Hauptverkehrsmittel im Zillertal werden. Zillertaler, sowie Gäste sollen gerne auf die Zillertalbahn umsteigen: "Dafür brauchen wir ein Rundum-sorglos-Paket. Dank moderner Züge, kürzerer Fahrzeiten und eines dichteren Angebotes wird die Bahn zur echten Alternative zum Auto. Die Zillertalbahn wird zu einer schnellen und modernen S-Bahn", sagt Hörl.

Schwarze Zahlen 2018

Die Zillertaler Verkehrsbetriebe AG hat im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresüberschuss von rund 573.800 Euro erzielt. Im Geschäftsjahr 2017 waren es 199.000,- EURO. "Wir können damit zum vierten Mal in Folge schwarze Zahlen vermelden und den positiven Trend fortschreiben", erklärt DI Wolfgang Stöhr, der seit 2015 als kaufmännischer Vorstand der ZVB AG fungiert und das Unternehmen damals in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Phase übernommen hat..