Die ROKU-BOYZ mit ihrem Renn-Mobil Volvo V40: Im Bild v.l. Wolfgang Pfister, Team- Leiter Fred Rangger und Willi Luchner.

ROKU-BOYZ beim "Carbage run" dabei!

Sie heißen Fred Rangger, Willi Luchner und Wolfgang Pfister. Gemeinsam traten sie heuer als Rennteam "ROKU-BOYZ" beim "Carbage-Run" 2025 an! 5 Tage, fast 3.000 km und jede Menge "Sonderprüfungen"...

EUROPA/TIROL Am Anfang war das Wort: Ein Plausch über Oldtimer-Rennen zwischen Fred Rangger und ROKU-Herausgeber Mag. Christian Mück führte schließlich dazu, dass sich Fred mit seinen Kollegen Wolfgang und Willi beim "Carbage run 2025" angemeldet hat. Und zwar als ROFAN-KURIER-Team "ROKU-BOYZ". Entwürfe für Aufkleber und Design von Auto, T-Shirts und Kappen wurden erstellt und umgesetzt: Eine alte Kiste, die die Strapazen des Rennens (vielleicht) überlebt, wurde mit einem Volvo V40 gefunden. Und Ende August ging´s dann los! Zuvor steckten Fred und seine Kumpels noch etwa 30 Stunden Arbeit in den Volvo, der entgegen den Erwartungen mehr oder weniger durchgehalten hat!

Carbage run: Hintergrund

Der heurige Carbage run startete in Bayern, führt durch Österreich über Slovenien, Kroatien nach Bosnien, Serbien und dann über Ungarn, die Slowakei und wieder retour nach Tschechien! Die Herausforderung: Jedes Auto darf nicht mehr als 1.000,– EURO kosten und muss über 20 Jahre alt sein! Und es soll möglichst originell sein.

Das Rennen geht über fünf Tage, mit Tages-Etappen von 400 bis 500 km. Doch die Etappen verlaufen fern ab von ausgefahrenen Touristen-Pisten: Die Route führt zu Orten und Zielen, die bisher kaum jemand aus Österreich kennen dürfte. Dementsprechend herausfordernd ist die Strecke auch für die teilnehmenden Fahrzeuge: Pannen und "Liegenbleiben" gehören zum Tagesproramm! Service-Team gibt es keines. Gespickt wird das Erlebnis mit diversen Tagesaufgaben, bei denen man Punkte sammeln kann. Auf den Sieger (das ist nicht der Schnellste!) warten jedes Jahr 1.000,– EURO Prämie...

Die QR-Codes auf dem Auto leiten direkt zu den Webseiten vom ROFAN-KURIER und SEKTOR-7.
Tour-Erlebnisse...
Fred Rangger erzählt: "Die Nächte im Zelt waren jeden Tag saukalt. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die nächtlichen Temperaturen von maximal 8 Grad machten einigen Zeltnachbarn schwer zu schaffen. Hustenanfälle und Krächzen die ganze Nacht. Man muss sich das so vorstellen, dass über 1.000 Menschen immer zugleich am gleichen Camping-Platz schliefen: Für die Zelte gab es ein paar Quadratmeter Platz immer hinter dem Auto..."
Die Tage waren aber dank des Sonnenscheins immer warm.
"Man kann zwischen der schnellsten, einer mittleren und der längsten Route wählen... wir haben uns für die mittlere Route entschieden, die Route L. Kurz nach dem Start sieht man kaum noch andere Teilnehmer, im laufe des Tages trifft man dann aber immer wieder auf andere Teilnehmer-Autos die sich mit Hupen und Sirenen bemerkbar machen."
Auf ihrem Weg nutzten die ROKU-BOYZ die Gelegenheit, um lokale Sehenswüdigkeiten zu besuchen ... Einmal ging dem Team trotz Reserve-Kanister der Diesel aus.
Auch eine 2-stündige Wartezeit am Grenzübergang von Serbien nach Ungarn gehörte zum Standard: Alle Carbage-run-Teilnehmer wurden von den Ungarn genauestens gefilzt.
Die Folge: Das ROKU-Team kam erst spät abends am Campingplatz an und mussten die Zelte im Dunkeln aufbauen.
Am Wagen der ROKU-BOYZ waren die Stoßdämpfer defekt: Die Gummis der Hinterräder streifen bei jeder Bodenunebenheit in den Radkästen.
Ein kleiner kosmetischer Eingriff schaffte Abhilfe: Die ROKU-BOYZ haben einfach die Kunststoff-Abdeckungen aus den Radkästen entfernt...
Doch bis auf leichten Ölverlust und einem Heizungs-Ausfall, den das Team aber beheben konnte, hat der Wagen wider Erwarten bis zum Ende durchgehalten.
"Der Motor schnurrt wie Schmidts Katze. Unser lieber Volvo tropft nicht, er markiert", sagt Fred...
Bei Sonderprüfung disqualifiziert...
Die erste Sonder-Aufgabe des Teams war es, ein Team-Mitlgied auf einen Pfahl zu befestigen...
Nach einiger Verwunderung wurde die Aufgabe mit Power-Tape und einem kleinen Baum erfolgreich erledigt. Doch: Leider war das für die Jury nicht OK... Ein Baum sei kein Pfahl, hieß es.
Das ROKU-TEAM tat seine Verwunderung ob dieser Erbsen-Klauberei kund und nahm es zur Kenntnis.
Die Fahrten waren lang (teils bis in die Nacht) aber die Aussicht im Hinterland war atemberaubend schön. An der Strecke gab es immer wieder Gedenkstätten an den Krieg 92-94...
Mit den Worten vom Team: "Unser lieber Volvo tropft nicht, er markiert." © ROKU-Boyz
Eine Schraube hätte den Reifen fast aufgeschnitten, doch Willis Einsatz bewahrte vor Schlimmerem. © ROKU-Boyz
Nach all dieser harten Arbeit muss eine Pause sein. Mit selbst gemachten Nudeln am Straßenrand... © ROKU-Boyz
Die Nächte werden im Zelt unter freiem Himmeln verbracht. © ROKU-Boyz
Auf der großen Tour gibt es die ein oder andere Sehenswürdigkeit zu betrachten © ROKU-Boyz

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