Im Bezirk Schwaz gibt es 41.300 Beschäftigte, also 0,5 % mehr als im vergangenen Jahr, berichtete die WK. AMS/Fotostudio B&G

Bezirk Schwaz bleibt Beschäftigungs-Hochburg

Ende August luden Mag. (FH) Martina Entner und Mag. Stefan Bletzacher (WK Schwaz) zum Sommer-Pressegespräch. Dabei berichteten sie, dass trotz der turbulenten Zeiten Schwaz eine Region der Möglichkeiten bleibt, wenn man gemeinsam anpackt...

SCHWAZ Die Welt, Österreich und somit auch der Bezirk Schwaz erleben herausfordernde Wirtschaftszeiten. Steigende Kos-ten, neue Zölle und eine umständliche Bürokratie bereiten heimischen Betrieben Schwierigkeiten. Laut Martina Entner, Obfrau der WK Schwaz, und Stefan Bletzacher, Bezirksstellenleiter der WK Schwaz, gibt es jedoch berechtigten Grund zur Zuversicht.

Arbeitsmarkt als Stabilitätsanker

Die Region zählt nach wie vor zu den stabilsten Arbeitsmärkten Österreichs. Dank des Branchenmixes – von Gewerbe über Tourismus bis hin zur Industrie – steuert der Bezirk mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent vergleichsweise sicher durch diese schwächelnden Zeiten. Bletzacher erklärt dazu: "Dieser Prozentsatz enthält auch Jobwechsler, die zum Bemessungszeitpunkt ins Raster fallen, die aber bald darauf schon wieder Arbeit gefunden haben. Auch Personen, die Schulungen absolvieren, gehören zu diesem Prozentsatz dazu. Und dann sind wir schon bei den Nicht-Vermittelbaren angelangt. Mit drei Prozent sind wir eigentlich vollbeschäftigt."

Mag. Stefan Bletzacher, Bezirksstellenleiter der WK Schwaz, und Mag. (FH) Martina Entner, Obfrau WK Schwaz.

Trotzdem genügend Herausforderungen

Jedoch gibt es auch die ein oder andere Baustelle. Die Arbeitskosten steigen in Österreich stärker als im europäischen Durchschnitt. Sie sollen bis 2026 um 44,1 Prozent gegenüber 2015 steigen. Das ist deutlich höher als in Deutschland (39 Prozent) und Italien (22 Prozent). Das schmälert die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Zudem investieren viele Unternehmen weniger. Um diese Hürden zu überwinden, will man unter anderem die Verwaltung vereinfachen. Wie Entner erläutert, wäre es am besten, wenn es weniger Verordnungen gäbe: "Der wichtigste Punkt dabei ist jedoch die Digitalisierung. Dadurch werden Kosten gespart und schneller gearbeitet. Auch der Tirol-Konvent von LH Mattle hilft dabei. Es gibt auch einzelne Pilotprojekte bezüglich KI, der Fokus liegt derzeit aber auf der Digitalisierung." Bletzacher ergänzt: "Der Zug fährt nämlich ab. Und wenn man nicht aufspringt, ist man nicht dabei."

Bletzacher betont zudem, dass die Welt nicht schwarz oder weiß, sondern grau ist. Der Bezirk Schwaz habe seine Stärken. Gerade in Zeiten der Veränderung ist ein gesundes Selbstbewusstsein wichtig.


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