LH-Stv. Josef Geisler (ÖVP) und Vertreter der Wildbach- und Lawinenverbauung machten sich selbst ein Bild vom Bruckerwald.
Neue Maßnahmen zum Schutz vor Naturgefahren
Die Woche des Schutzwaldes startete in Bruck am Ziller mit der Vorstellung des Projekts "Grufttallahn". Dabei präsentierten die Verantwortlichen Maßnahmen, die den Schutzwald stabilisieren und besser an den Klimawandel anpassen sollen.
BRUCK Von 6. bis 10. Oktober fand in Österreich bereits zum dritten Mal die Woche des Schutzwaldes statt. Zum Auftakt luden das Land Tirol, die Wildbach- und Lawinenverbauung sowie die Gemeinde Bruck am Ziller zu einem Lokaltermin. Vorgestellt wurde dabei das Projekt "Grufttallahn" im Bruckerwald, das zeigt, wie biologische und technische Maßnahmen Hand in Hand gehen, um Bevölkerung und Infrastruktur langfristig zu sichern. "Der Schutzwald ist unser natürlichster und zugleich günstigster Schutz vor Naturgefahren. Dafür braucht es eine starke Partnerschaft zwischen Forstdienst und Wildbach- und Lawinenverbauung", betonte LH-Stv. und Forstreferent Josef Geisler (ÖVP).
Verjüngung und Klimafitt
Dass aktive Bewirtschaftung der Schlüssel zu klimafitten Wäldern ist, unterstrich Harald Oblasser, Vorstand der Gruppe Forst des Landes Tirol: "Klimafitte Bergwälder sind kein Selbstläufer – sie entstehen durch gezielte Pflege, Verjüngung und Auffors-
tung." Das 2023 gestartete und auf 15 Jahre angelegte Vorhaben Grufttallahn umfasst ein Gesamtvolumen von 1,5 Mio. EURO bei rund 150 Hektar. Es handelt sich dabei um ein Nachfolgeprojekt eines bereits 2006 begonnen Projekts im Bruckerwald. Neben der Errichtung von Steinschlagschutznetzen wird der Schutzwald gezielt zu einem klimafitten Mischbestand mit höherem Laubholzanteil umgebaut und langfristig gepflegt.








