Die AK erklärt, dass vier von fünf Teilzeitbeschäftigten Frauen sind, und die Betroffenen im Alter auch häufig von Altersarmut betroffen sind.

AK und Länder verlangen mehr Anreize für Vollzeit

Es gibt viele Gründe, warum Menschen Teilzeit arbeiten. AK und Länder fordern daher von der Bundesregierung, die notwendigen Rahmenbedingungen für Vollzeit zu schaffen.

ÖSTERREICH/TIROL In den vergangenen Monaten kam es in der politischen Debatte immer wieder vermehrt zur Schmähung von Teilzeitbeschäftigten. Die AK Tirol und die Länder reagierten nun darauf und verdeutlichen, dass die Lebensrealitäten von Menschen, die in Teilzeit arbeiten, mitunter vollkommen ausgeblendet werden.

Ein Blick in den Spiegel

Die Arbeiterkammer bezieht sich auf zwei zentrale Fakten: Einerseits arbeiten laut Momentum Institut rund 1 Mio. Frauen in Teilzeit, während nur etwa 220.000 Männer betroffen sind. Andererseits sei Teilzeit häufig nicht freiwillig. Laut einer WIFO-Studie im Auftrag der Arbeiterkammer sind in Österreich rund 139.000 Menschen unfreiwillig in Teilzeit beschäftigt. Die AK Tirol fordert daher die Bundesregierung auf, den ständigen Beschuss der Teilzeitarbeitenden einzustellen und stattdessen die notwendigen Rahmenbedingungen für Vollzeit zu schaffen sowie die Arbeitgeber verstärkt zur Verantwortung zu ziehen.

Auch die Länder meldeten sich zu Wort: Bei der Arbeitsreferenten-Konferenz in Bregenz Mitte November wurde ein Antrag eingebracht, der Bund solle Anreize schaffen, um Menschen in Vollzeitbeschäftigung zu bringen – und einstimmig angenommen.
"Vollzeitarbeit muss attraktiv sein – für die Menschen und für die Wirtschaft. Es geht um jene Potenziale, die oftmals aufgrund fehlender Anreizsysteme nicht genutzt werden bzw. jenen Personen, die bewusst von einer potenziellen Vollzeitarbeit Abstand nehmen", erklärte LR Astrid Mair, MA, BA (ÖVP).


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