Herbert Schmarl ist einer DER Investment-Experten in Tirol. Er war Fonds-Manager und arbeitet aktuell für die Sparkasse Rattenberg Bank AG.
In Sachen Geld an deiner Seite: Die Sparkasse-Experten
Die Welt ist im Umbruch, Geld-Fragen sind wichtiger denn je. In dieser Ausgabe präsentiert der ROFAN-KURIER ein Interview mit dem ehemaligen Fonds-Manager und Finanz-Experten Herbert Schmarl. Er ist Teil des neuen Investment-Teams der Sparkasse Rattenberg Bank AG.
TIROL/RATTENBERG Die Sparkasse Rattenberg Bank AG hat nicht nur baulich eine neue Ära eingeläutet. Auch in Sachen Kunden-Beratung setzt man auf eine neue Strategie mit Experten und Spezialisierung. Für Anlage-Fragen steht nun ein eigenes Investmentcenter zur Verfügung. Mit an Bord: Herbert Schmarl. Der Tiroler ist ein absoluter Experte und stellt sein Wissen den Sparkasse-Rattenberg-Kunden zur Verfügung.
ROKU: "Die Leitzinsen sind bezüglich Inflation, Kredit und Investment maßgeblich. Was erwartet uns da 2026?"
SCHMARL: "Die Leitzinsen haben sich in den letzten Jahren fast halbiert. Von 4 % auf etwa 2 %. 2026 wird hier wenig Veränderungen bringen. In der EURO-Zone hat die EZB mit etwa 1,9 % jene Inflation erreicht, die man angepeilt hat. Nur Österreich liegt noch deutlich darüber. Man hat hier jahrelang falsch gefördert, Geld gestreut. Die Ursache ist aber auch, dass wir ein Dienstleistungs-Land sind. Dienstleistungen sind dem internationalen Wettbewerb weniger ausgesetzt, der Preisdruck ist geringer."
ROKU: "Wie sieht es diesbezüglich mittelfristig aus?"
SCHMARL: "Ab 2027 und spätestens 2029 sehe ich persönlich die Gefahr einer Zins- und Inflations-Steigerung. Auch bedingt durch die De-Globalisierung. Eventuell wird sich Europa sogar mit Zöllen gegen die USA wehren müssen. Steigende Zinsen und Inflation sind dann ein Risiko für Aktien und Anleihen."
ROKU: "Wie kann man sein Vermögen dann, wenn dies eintritt, schützen?"
SCHMARL: "Meiner Ansicht nach mit einem relativ hohen Rohstoff-Anteil im Aktien-Depot. Rohstoffe empfehlen wir in jedem Portfolio als Schutz vor Inflation. Wenn alles teurer wird, beginnt das immer mit den Rohstoffen. Natürlich auch mit Edelmetallen."
ROKU: "Aktuell sehen wir eine leichte Wirtschafts-Erholung: Das ist gut für Aktien. Warum ging der Goldpreis dennoch deutlich nach oben?"
SCHMARL: "Wenn man sich darum sorgt, was Trump als nächstes einfällt, weil er die NATO, die EU oder die UNO ignoriert oder welche politischen Wirren es gibt, dann können Aktien unter Druck geraten. Und Rohstoffe, also auch Gold, Silber, Platin... steigen deutlich an. Gründe für die Edelmetall-Rallye sind auch, dass die globale Verschuldung seit CORONA zugenommen hat und dass große Notenbanken wie Indien, Russland etc. ihre Währungs-Reserven teils nicht länger in Dollar anlegen, sondern Alternativen suchen. Wie etwa Gold. Das ist eine liquide Alternative und nicht beliebig vermehrbar."
ROKU: "Wann wäre ein guter Moment um Gold/Silber zu verkaufen?"
SCHMARL: "Eine gute Frage... In der Vergangenheit waren Spitzen im Preis auch immer gute Verkaufs-Chancen. Es gibt beim Goldpreis aktuell durchaus eine gewisse Überhitzung, vor allem auch bei Silber. Wann ein Boom vorbei ist, oder eine Blase platzt, kann man vorher nur schwer sagen. Fakt ist aber auch: Die Währungen der Welt haben in den letzten 55 Jahren im Vergleich zu Gold zwischen 95 % (etwa der Schweizer Franken) und 99 % (der US-Dollar) verloren. Gold hat heute den 120-fachen Wert, wie vor 55 Jahren. Auch wenn es zwischendurch mal um über 50 Prozent gefallen ist."
ROKU: "Wo kann oder wo sollte man Edelmetalle am besten eintauschen?"
SCHMARL: "Bei Gold- und Silbermünzen ist das recht einfach: Man kann sie beispielsweise hier bei uns in der Sparkasse Rattenberg und auch in jeder Filiale eintauschen. Wir haben auf die Stunde genau die aktuellen Kurse. Das ist seriös und fair. Schwieriger wird das bei Schmuck. Da rate ich dringend zu einem Besuch bei ÖGUSSA. Dort wird der Edelmetall-Anteil seriös ermittelt und es wird der aktuelle Preis bezahlt."
ROKU: "Danke für das Gespräch!" - Anzeige -








