Dr. Johannes Margreiter: "Transitlawine aufgrund von politischen Versäumnissen!""NEOS Tirol

NEOS Tirol: Dr. Johannes Margreiter

Dr. Johannes Margreiter ist Rechtsanwalt und ehemaliger Stadtrat in Hall in Tirol. Politisch engagiert er sich seit 1986, er hat zwei erwachsene Kinder.

ROFAN-KURIER:  "Wissen Sie, was die Menschen in ihrem Land stört und wenn 'ja' – was wollen Sie dagegen tun?"
Dr. Johannes MARGREITER: "Dass die Politiker nur während der Wahlkampfzeit auftauchen, sonst aber dem direkten Kontakt mit der Bevölkerung aus dem Weg gehen, ärgert sehr viele Menschen. Gemeinsam mit Johannes Gasteiger, dem NEOS-Spitzenkandidaten im Wahlkreis Unterland, wollen wir mindestens alle sechs Monate einen Sprechtag im Unterland abhalten, um die Anliegen der Menschen zu hören."

ROKU: "Was sind Ihre drei wichtigsten Anliegen für Tirol?"
MARGREITER: "Abschaffung des Dieselprivilegs, um die LKW-Transitlawine auf der Inntal Autobahn zu reduzieren und den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern. Dringlichkeitsantrag im Parlament für eine Befreifung von der Vignettenpflicht auf der A12 von der deutschen Grenze bis zur Autobahnausfahrt Kufstein Süd. Wohnen ist in Tirol viel zu teuer und für viele nicht mehr leistbar. Da ist das Parlament gefordert, das Wohnbau-Förderungsgesetz so zu verbessern, dass es vor allem für junge Familien wieder erschwinglichen Wohnraum gibt!"

ROKU: "Wie lautet Ihr persönliches Wahlziel? Wie lautet das Wahlziel Ihrer Partei (in Prozent)?"
MARGREITER: "Gasteiger und ich kämpfen für einen kräftigen Stimmenzuwachs im Tiroler Unterland, damit unser Wahlziel, ein Landesmandat, erreicht wird. Das ist bei einem Stimmanteil von zirka 7 Prozent der Tiroler Stimmen der Fall."

ROKU: "Nach der Wahl: Mit wem würde Ihre Liste eine Regierungs-Koalition bilden, wer wäre ihr bevorzugter Partner?"
MARGREITER: "Für uns ist jede Partei Partner, die unseren Weg zu einem Österreich der Bildung, des Anstandes und der Gerechtigkeit mitgeht. Die FPÖ kommt daher nicht in Frage."

ROKU: "Stichwort Umwelt: Wie stehen Sie zur Transit-Thematik? Was würden Sie als Nationalrat tun, um hier eine Verbesserung zu bewirken?"
MARGREITER: "Die Transitlawine, die bereits ein gesundheitsgefährdendes Ausmaß erreicht hat, ist das Ergebnis vieler Versäumnisse der Politik. Neben der Abschaffung des Dieselprivilegs, sprechen wir uns für eine dauerhafte Dosierung des LKW-Transitverkehrs aus. Unser ökosoziales Steuerkonzept, das insgesamt zu einer Senkung der Steuerlast für die Menschen führt, sieht verstärkte Mittel für den Ausbau des öffentlichen Personen-Nahverkehrs gerade im ländlichen Raum vor. "

ROKU: "Gibt es noch ein weiteres, Ihnen wichtiges Thema, das Sie ansprechen möchten?"
MARGREITER: "Wir brauchen unbedingt eine massive Verbesserung des Angebotes an Kinderbetreuungseinrichtungen.  Es ist uns beiden auch ein Anliegen, das Pensionssystem für die Zukunft nachhaltig aufzustellen." - Anzeige -