Notar Mag. Ernst Moser.

Pflichtteil: Übergabe oder Testament?

Das letztes Jahr in Kraft getretene Erbrechts-Änderungsgesetz bewirkt umfassende Änderungen im Pflichtteilsrecht.

Es ist ein häufiges Anliegen, selbst für geregelte Verhältnisse für den Fall des eigenen Ablebens zu sorgen, sei es bereits durch lebzeitige Vermögens-übertragung (Übergabe), sei es mittels letztwilliger Verfügung (Testament).
Dabei erfahren die eigenen Wünsche durch den Pflichtteil (=erbrechtlicher Mindestanspruch) naher Angehöriger (nun nur mehr Nachkommen, Ehegatte bzw. eingetragene Partner) eine Grenze.
Die Entscheidung für eine der beiden Varianten (Übergabe oder Testament) sollte gut überlegt werden, denn es ergeben sich da-
raus unterschiedliche Folgen. Beispielsweise werden der Pflichtteilsberechnung verschiedene Werte zugrunde gelegt: Wird ein Grundstück mit Testament übertragen, wird dieses mit dem Verkehrswert zum Todestag veranschlagt.
Wäre das Grundstück bereits zu Lebzeiten übertragen worden, wäre der Wert zum Schenkungszeitpunkt maßgeblich, der lediglich um die Indexanpassung (Verbraucher-
preisindex) erhöht wird. Es ergibt sich daher in letzterem Fall wohl meist ein geringerer Pflichtteilsbetrag.
Auch in einem Testament können mit dem neuen Erbrecht vermehrt Regelungen zum Pflichtteil getroffen werden, beispielsweise durch die Anordnung einer Pflichtteilsstundung. Daneben bestehen erweiterte Möglichkeiten zur Pflichtteilsminderung und Enterbung.
Aufgrund der Vielfältigkeit an familiären Hintergründen ist es wichtig, eine maßgeschneiderte Lösung zu finden. Ihr Notar steht Ihnen dabei gerne beratend zur Seite und unterstützt Sie mit der entsprechenden vertraglichen oder testamentarischen Gestaltung.

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