Palast von Knossos - Rekonstruierter NordeingangWirnsperger

Knossos...märchenhaft

Märchenhaft: die frühe Hochkultur der Minoer. Die Zeugnisse, 3500 bis 4000 Jahre alt, sind weltweit einzigartig und zeigen, dass die Menschen jener prähistorischen Zeit schon mindestens ebenso viel Kunstsinn besaßen wie wir heute. Ich mache mich auf den Weg zur ehemaligen Palaststadt von Knossos...

Knossos liegt ungefähr fünf Kilometer südlich von Irkalio, der Hauptstadt der Insel Kreta. Auf einer riesigen Fläche von ca. 75 Hektar stehen die Überreste dieser faszinierenden Palastanlage. Der minoische Palast, die Residenz des sagenumwobenen König Minos,  Sohn des Zeus und der Europa in der griechischen Mythologie, hatte 1300 bis 1400 Räume, die sich auf fünf Ebenen verteilten und vermutlich auf dem Höhepunkt der minoischen Kultur um ca. 2000 v.Chr. erbaut wurde. Mehrmals zerstört und wieder aufgebaut geriet der Palast und die umliegende Siedlung aber um ca. 1200 v.Chr. (letzte Zerstörung) in Vergessenheit. 

Die ersten Ausgrabungen in Knossos fanden 1878 durch Minos Kalokairinos statt und wurden von Sir Arthur Evans fortgeführt. In seinen vielleicht manchmal fantasievollen Rekonstruktionen, an denen er über 40 Jahre gearbeitet hat, liegt der Schlüssel zum besseren Verständnis der minoischen Kultur. Meine fachkundige Führerin entführt mich in eine fantastische Welt, lange vor unserer Zeit und erzählt vom Mythos des Minotauros, für dessen Labyrinth man die verwinkelten Gänge und Räume von Knossos hielt...und ich bin einfach nur verzaubert!

Der Geschichte nach soll Theseus hier den schrecklichen Minotauros besiegt haben und mit Hilfe von Ariadne, der Tochter Minos,  auch den Weg aus dem Labyrinth gefunden haben. Ariadne gab ihm einen Wollknäuel mit auf den Weg. Auf ihren Rat hin befestigte er das eine Ende am Eingang des Labyrinths und wickelte es beim Laufen in den Gängen ab. So war der Rückweg einfach...dem Faden folgend konnte Theseus ganz leicht den Ausgang finden und nahm Ariadne mit nach Naxos. Ende gut... alles gut!

Aber jetzt genug von der Vergangenheit und den Geschichten...auf zu den wunderschönen Stränden und Buchten.



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