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RADFELD (klausm) Gegen 19:00 Uhr füllt sich am Vorabend des 01. Mai das Ortszentrum in Radfeld, vorhandene Sitzgelegenheiten sind in kürzester Zeit besetzt, an den Sitzgarnituren vor dem Dorfcafe „Cup & Cino“ der Inge Jungmayr ist sowieso seit ein/zwei Stunden kein Platz mehr frei, die Spannung steigt, alles wartet und beobachtet die Gruppe starker Radfelder, welche sich nach den letzten Beratungen und Anweisungen durch FF-Kdt Peter Ostermann an die Arbeit macht, den 30 Meter langen Maibaum, heuer von den Lehensassen spendiert, neben der Pfarrkirche aufzustellen.

„Vor über 50 Jahren“, weiß Chronist Horst Duftner „hat damals nach dem Krieg eine Gruppe Radfelder den alten Brauch, den es bereits vor dem Krieg gegeben hat, wieder aufleben zu lassen. Mit dabei waren seinerzeit zum Beispiel neben vielen Radfelder Originalen der verstorbene Alt-Bgm Erich Laiminger und meine Wenigkeit“.

Organsiert wird das alljährliche „Maibaumaufstellen“ von der Radfelder Landjugend mit Obmann Stefan Gamper in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr mit Kommandant Hans-Peter Ostermann. Der Maibaum wird abwechselnd von den Lehensassen und der Gemeinde spendiert, heuer traf es wie bereits erwähnt die Lehensassen. Selbstverständlich organisieren die Veranstalter in der Nähe des Maibaumes eine Grillerei gegen den Durst gibt’s auch alles Mögliche. Wenn dann der Maibaum nach ein ¾ Stunde harter, präziser Arbeit seine endgültige Position erreicht hat, gibt’s für die Mitwirkenden von allen Zuschauern verdientermaßen einen großen Applaus, ja und das war’s.

Maibaum aufstellen wie in alten Zeiten

Donnerstag, 01 Mai 2014
Freigegeben in Lokales
RADFELD (klausm) Stolz sind die Radfelder darauf, daß die Jungen nach wie vor ihren Maibaum am Kirchplatz händisch aufstellen und dies bereits seit Ende der 50er Jahre. Gegen 19:00 Uhr versammeln sich am 30. April die Stärksten des Dorfes um den geschmückten Maibaum der bereits in der richtigen Position liegt und auf seine Auferstehung wartet. Zeitgerecht tauchen Zuschauer aus Radfeld und Umgebung im Ortszentrum auf und verfolgen interessiert das Geschehen, denn hier passiert Radfelder Tradition.

Da liegt er, der bereits geschmückte Maibaum, heuer mit einer Gesamtlänge von 30 Metern. Spendiert hat den Baum die Gemeinde, nächstes Jahr sind dann wieder die Lehensassen dran, sie tauschen sich nämlich was die Baumspende betrifft mit der Gemeinde ab.

Der Traktor daneben übernimmt lediglich das Anheben und sichert für die ersten 2-3 Meter den Baum aber nur solange, bis die Hebestangen mit Ketten und Haken versehen, d’runter passen und angesetzt werden können. Ab einer bestimmten Höhe gibt’s dann sowieso nur mehr reine Muskelkraft. Auf Kommando des FF-Kdt Peter Ostermann wird jetzt der schwere Koloss hochgestemmt – mit den Stangen nachgerückt – hochgestemmt – nachgerückt und zwar solange bis der Maibaum, manche Zuschauer behaupten sogar “mit einem hörbaren Seufzer“ in den betonierten Sockel sinkt, damit seine Endposition erreicht hat und „nicht mehr aus kann.“ Jetzt wird der Baum noch ordentlich eingekeilt und g’schaut, daß er „ja sicher und g’rad dasteht.“ Den Applaus der Zuschauer ist den Maibaumaufstellern sicher und die Jause danach haben sie sich ohnedies redlich verdient.

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