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Die Stadt Schwaz lud zu den Sommergesprächen

Freitag, 28 Juli 2017
Freigegeben in Lokales
Traditionell veranstaltet die Stadtgemeinde Schwaz die Sommergespräche mit Bürgermeister Dr. Hans Lintner. Er sprach unter anderem über die Entente Floral, die kommenden Wahlen und über den Tourismus.

Schwaz - "Die letzten Jahre waren wir immer auf dem Schloss Freundsberg – heuer sind wir in das Mahtoi-Haus übersiedelt", sagt Bgm. Dr. Hans Lintner am Donnerstag, 13. Juli, bei den Sommergesprächen der Stadt Schwaz. Das Mahtoi-Haus wurde im Zuge der Entente Floral renoviert und der Garten neu gestaltet. Das Stadtkonzept von Schwaz wurde kürzlich der Jury dieses Wettbewerbes, der Lebens- und Wohnqualität erhöhen will, präsentiert. "Schwaz hat gefallen", verrät Ing. Wolfgang Moser. Er ist der Verantwortliche für die Entente Floral. Die End-Prämierung folgt Mitte September. Ebenfalls im Herbst stehen die nächsten Nationalrats-Wahlen und die Volksbefragung über die Olympia-Bewerbung Tirols an: Für Schwaz eine logistische Herausforderung. "Wenn alles so bürokratisch wird, komme ich an die Grenze der Vertretbarkeit", sagt der Bürgermeister.

Wahlen mit 250 Wahlhelfern

Die angesprochenen Wahlen finden am Sonntag, 15. Oktober, statt. Die Stadtgemeinde Schwaz braucht circa 250 Wahlhelfer. Diese zu finden, ist nicht einfach, weil "es keine Entschädigung gibt". Deshalb hofft Lintner auf Hilfe von den großen Sportvereinen in Schwaz. Die Angestellten der Gemeinde helfen alle mit.
Mit der wirtschaftlichen Situation in Schwaz ist der Bürgermeister sehr zufrieden. Lintner: "Durch Potentialanalyse und Leerflächen-Management haben wir ein Projekt gestartet, durch das wir alle Geschäfte in der Innenstadt belegen konnten - mit Ausnahme von den drei Geschäften, die die Besitzer nicht besiedeln wollen." Zwischen 220 und 230 Betriebe sind in der Schwazer Innenstadt – "ein gewaltiges Volumen" meint Bgm. Lintner.

Großes Ziel: 17.000 Nächtigungen 2017

Auch der Tourismus nimmt in Schwaz eine positive Entwicklung. Im ersten Halbjahr 2017 gab es ein Nächtigungsplus von vier Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. "Wir haben in Schwaz aber durchaus noch Luft nach oben. Wir wissen aber auch, dass die Nächtigungszahlen in Schwaz von der Zukunft des Lifts abhängig sind. Unser Ziel für 2017 ist, dass wir 17.000 Übernachtungen schaffen", sagt Dr. Lintner.
Gleich zwei Mobilfunk-Anbieter betreiben am Dach der Hauptschule Schwaz ihre Mobilfunk-Anlagen. Laut Anrainer Ludwig Ledermair strahlt die Anlage voll auf die Dächer der umliegenden Häuser und sogar in den Aufenthalts-Bereich der Hauptschule selbst. Er hat Messungen durchgeführt.

Schwaz - Dass sich die Bürger, die ja von der guten Netzabdeckung profitieren, über Sendeanlagen aufregen, hört die Mobilfunk-Lobby in Österreich gar nicht gerne… In der Stadt Schwaz kämpft der ehemalige Bus-Unternehmer und Anrainer der Hauptschule, Ludwig Ledermair, trotzdem weiter gegen die Bestrahlung durch die Sendeanlage am Dach der Hauptschule. Bis zu 1.200 Mikro-Watt pro m2 an hochfrequenter Strahlung misst er direkt auf seinem Bett im Schlafzimmer. Er verwendet ein geeichtes Messgerät des deutschen Herstellers "Gigahertz-Solutions". Wenn er sein Dachfenster öffnet, ist es meist vorbei mit Messen: Das Gerät kann "nur" Belastungen bis 2.000 Mikro-Watt pro m2 anzeigen. Der Wert übersteigt den messbaren Bereich... Die Belastung ist natürlich abhängig von der jeweiligen Auslastung der Anlage und ändert sich auch.

Der Sendemast steht nur 13 Meter von seinem Schlafzimmer-Fenster entfernt. "Nur weil wir ein Blechdach haben, ist die Strahlung nicht weit höher. Sonst würde es vermutlich noch ärger ausschauen", denkt Ledermair.
Er bat den ROFAN-KURIER zum Lokal-Augenschein. Im Gespräch nimmt Ledermair kein Blatt vor den Mund: "Mir sind einige Fälle von Leuten bekannt, die in der letzten Zeit hier in der Nachbarschaft Krebs oder Leukämie bekommen haben. Es heißt von der Mobilfunk-Industrie immer, eine schädliche Wirkung von Mobilfunk sei nicht bewiesen. Die Geschädigten müssten nachweisen, dass das mit der Mobilfunk-Strahlung zusammenhängt. Ja sollen die mal beweisen, dass hier KEIN Zusammenhang besteht...!" Während Umweltmediziner seit Jahren vor potentiell schädlichen Auswirkungen warnen, vertritt die Mobilfunk-Lobby stets den gegenteiligen Standpunkt und zweifelt diesbezügliche Gutachten an.

Ledermair: "Wie lange lassen sich die Eltern das gefallen?"

Ledermair hat mit einem Transparent bei der Hauptschule Posten bezogen (siehe Foto). Später ist er mit einer Video-Kamera und seinem Messgerät in die Schule gegangen und hat dort den Aufenthalts-Bereich der Schüler vermessen. "Dabei wurde die Mess-Skala des Gerätes von 2.000 Mikro-Watt pro Quadrat-Meter überschritten! Die Werte, die man den Schülern hier zumutet, sind teils gar nicht mehr messbar. Ich frage mich, wie lange sich die Eltern das noch gefallen lassen!", ärgert sich Ledermair. Er zeigt dem ROFAN-KURIER das entsprechende Video, das nun auch auf unserer Homepage abrufbar ist. Da seine Wohnung im Dachgeschoß liegt, sei er von der Strahlung besonders betroffen.

Umweltmediziner warnt!

Auf Nachfrage des ROFAN-KURIER sagt dazu Dr. Gerd Oberfeld, langjähriger Umweltmediziner der Landesregierung Salzburg und ehemals Gesundheits-Sprecher der österreichischen Ärztekammer: "Funkstrahlen sollten speziell im Wohn- und Schlafbereich möglichst gering sein. Die Europäische Akademie für Umweltmedizin gibt dazu in der EMF-Leitlinie 2016 entsprechende Empfehlungen. Für Schlafplätze sind die Richtwerte (jeweils als Peak-Wert) bei ständiger Exposition für WLAN 1 µW/m²  (Mikrowatt pro Quadratmeter), bzw. für  Mobilfunk (DECT, GSM, UMTS und LTE) je 10 µW/m². Am  Tag sind die Werte bei ständiger Exposition um den Faktor 10 höher."
Einen Wert von über 1.000 Mikro-Watt/m2 erachtete Dr. Oberfeld in früheren Gesprächen bereits als "bedenklich".
            
Gesetzliche Situation

Portugal hat bereits 2002 als Reaktion auf Krebsfälle in Spanien ein Verbot für Mobilfunk-Anlagen auf Schulen erlassen. In England gibt es die Empfehlung, dass die Hauptstrahl-Richtung von Sendeanlagen in Schulnähe NICHT auf Schulgebäude fallen soll. 2011 verabschiedete der Europarat das Dokument „Die möglichen Gefahren elektromagnetischer Felder und ihre Auswirkung auf die Umwelt“, das den Mitgliedsländern eine Reihe von Empfehlungen zur Prävention gibt, wie etwa:

•    Es sollen alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen werden, um die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zu reduzieren, insbesondere den Funkfrequenzen von Mobiltelefonen und ganz besonders die Belastung für Kinder und Jugendliche, die das höchste Hirntumorrisiko zu haben scheinen.

•    Für Kinder im Allgemeinen, und vor allem in Schulen und Klassenzimmern: bevorzugen Sie kabelgebundene Internetverbindungen und reglementieren Sie die Nutzung von Mobiltelefonen von Schulkindern auf Schulgelände streng.

•    Bestimmen Sie die Standorte von neuen GSM-, UMTS-, WLAN  oder WIMAX-Antennen nicht nur nach den Interessen des Betreibers, sondern in Absprache mit lokalen und regionalen Gebietskörperschaften, Anwohnern und Verbänden von
betroffenen Bürger.

Schweiz: Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) – Stand 1. Juli 2016
https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19996141/index.html

Der Anlagegrenzwert für den Effektivwert der elektrischen Feldstärke beträgt:
a. für Anlagen, die ausschließlich im Frequenzbereich um 900 MHz oder in niedrigeren Frequenzbereichen senden: 4,0 V/m (42,4 mW/m²);
b. für Anlagen, die ausschließlich im Frequenzbereich um 1800 MHz oder in höheren Frequenzbereichen senden: 6,0 V/m (95,5 mW/m²);
c. für Anlagen, die sowohl in Frequenzbereichen nach Buchstabe a als auch nach Buchstabe b senden: 5,0 V/m (66,3 mW/m²).

Italien: Summe HF 6 V/m (95,5 mW/m²)

In Österreich gibt es bis dato keine vom Parlament verabschiedeten Grenzwerte zum Schutz der Allgemeinbevölkerung vor Funkstrahlung...
Letztes Jahr begeisterte das Theater SpielBerg zum ersten Mal in Schwaz mit einem Komödien-Dinner unter der Regie von Obmann Rene Permoser. Dieses wird heuer mit einem neuen Programm fortgesetzt.

Schwaz - Vor einem Jahr wurde der Theaterverein SpielBerg gegründet. Der Vorstand besteht zur Zeit aus sieben Personen. "Die restlichen Spieler bei uns sind als 'freie Spieler' dabei – zusammen mit diesen kommen wir auf fast 100 Jahre Bühnenerfahrung", sagt Obmann Rene Permoser im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER. Ein Geburtstagskaffee führte zur Gründung von "SpielBerg": "Wir hatten die Chance, dass wir in der Knappenkuchl spielen können, das mussten wir wahrnehmen!", sagt Permoser. Eigene Bühne braucht der Verein keine. Neben der Knappenkuchl spielt der Verein noch im Silberbergwerk Schwaz.

Sehr gut angenommen!

In der ersten Saison war der Obmann überrascht, dass sein Verein so gut Anklang fand: "Im Schnitt waren sicher 50 bis 60 Leute bei unseren Vorstellungen in der Knappenkuchl und im Bergwerk – mehr ist gar nicht möglich", sagt Permoser.
2016 führte SpielBerg das "Komödien-Dinner" von April bis Oktober auf – jeweils ein Mal im Monat. Im Herbst wurde dann "Der Knappe und der Tod" unter Tage aufgeführt. Das „Komödien-Dinner“ gibt es auch heuer wieder (nächster Termin: 2. Juni) "aber mit einem neuen Programm". Außerdem hat der Verein für August etwas besonderes geplant: Am 19. August findet das erste Jahresfest in der Knappenkuchl statt. "Das soll eine Art Comedy-Show werden", sagt Permoser. "Und im Herbst spielen wir wieder im Bergwerk." Was genau ist noch nicht klar, "es wird aber was von Felix Mitterer", verrät Permoser. (mk)

Handball Schwaz: Endstation Halbfinale...

Montag, 29 Mai 2017
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Sparkasse Schwaz Handball Tirol schaffte es in das Halbfinale der Austrian Handball League. In zwei spannenden Spielen gegen die Fivers Margareten verloren die Schwazer unglücklich.

Schwaz - „Die Atmosphäre war heute der absolute Wahnsinn“, sagt Raul Alonso (Trainer Sparkasse Schwaz Handball Tirol). In einer ausverkauften Osthalle in Schwaz hofften 800 Zuschauer am Sonntag, 14. Mai, auf ein Weiterkommen von Sparkasse Schwaz Handball Tirol. Doch die HC Fivers Margareten konnten das Spiel 24:25 gewinnen.
In der Best-of-Three-Serie stellten die Wiener nach dem 35:32 vom Mittwoch, 10. Mai, auf 2:0 und kickten die Schwazer aus dem Wettbewerb. Unglücklich, wie Trainer Raul Alonso findet: „Das waren zwei ganz enge Spiele, in denen die Fivers letztlich das glücklichere Team waren.“ Nun spielen die Fivers im Finale gegen Alpla HC Hard. Dieses gewannen dei Vorarlberger mit 2:0 (27:26; 32:30).

Raul Alonso zufrieden mit der Saison!

Das Saison-Fazit fällt dennoch positiv aus, vor allem „mit der Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren“, ist der spanische Trainer zufrieden: „Hier in Tirol ist etwas im Entstehen. Wir können jeden Gegner in der Liga schlagen und haben die Schwazer Osthalle zur Heimfestung gemacht. Darauf lässt sich aufbauen und ab Sommer geben wir wieder Gas!“, sagt Raul Alonso im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER. Das Highlight der Schwazer war der Viertel-Final-Sieg gegen Bregenz Handball. (mk)
Josef Ellinger ist 67 und schwer geh-behindert. Im KH Schwaz wollte er am 5. Februar sein Parkticket beim Portier entwerten. Doch der Mann hätte ihn "angeschnauzt und mies behandelt". "Das muss ich mir auch als Behinderter nicht bieten lassen", ärgert sich Ellinger.

Schwaz - "Hättest draußen geparkt, müsstest die Tiefgarage nicht bezahlen!" Mit diesen Worten sei er, Josef Ellinger, vom Portier im Bezirkskrankenhaus Schwaz... "vom Hof gejagt" worden. Ellinger parkte am Sonntag, 5. Februar, in der Tiefgarage des KH Schwaz. Der Grund: Die Behindertenparkplätze im Freien waren belegt. "Zwei davon von Autos ohne Behindertenausweis", sagt Ellinger dem ROFAN-KURIER. Er selbst ist seit einem Bandscheibenvorfall zu 90% invalid. Den Parkausweis für Behinderte hatte Ellinger wie immer im Auto.

"Meinen Namen erfährst du dort, wo du dich beschwerst!"

"In Kufstein und St. Johann gibt es nie Probleme. Die stellten mir immer einen Ausfahrschein aus. Nur im KH Schwaz ist das anscheinend nicht möglich", sagt Ellinger. Am Sonntag, 5. Februar, um ca. 15:15 Uhr geriet Ellinger dann wegen der Parkgebühr mit dem Portier aneinander. "Der hat mich gleich angeschnauzt und gesagt, dass halt auch die Behinderten die Tiefgarage zahlen müssen.  Aber wie! Er war sofort unfreundlich. Wenn er das normal sagt, hätte ich kein Problem", ärgert sich Ellinger. Aber auch wenn er behindert ist, will er sich nicht alles gefallen lassen. Er hat den Portier also nach dessen Namen gefragt. "Den hat er mir dann nicht gesagt! Er hat mich angefaucht, ich soll mich halt beschweren gehen... und 'meinen Namen erfährst schon dort, wo Du Dich beschweren gehst!', hat er gesagt." Außerdem bekam er vom Schwazer Krankenhaus schon einmal eine freie Fahrt. "Damals hat mir eine freundliche Dame den Schranken per Knopfdruck geöffnet", erinnert sich Ellinger. Wie der Portier ihn an diesem Tag behandelt hat, findet er "eine Frechheit".
"Wenn jemand mit Menschen, noch dazu mit Behinderten, so umgeht, sollte er eigentlich nicht mit Leuten zu tun haben!", ärgert sich Ellinger.

Parksituation und Statement des KH-GF Mag. Holzhammer

Insgesamt gibt es 6 Behinderten-Parkplätze beim Krankenhaus Schwaz. Zwei davon sind direkt rechts neben dem Eingang und zwei weitere einige Meter links neben dem Eingang. In der Tiefgarage zahlt man 1,70,– EURO für jede angefangene Stunde parken. KH-Geschäftsführerin Mag. Margit Holzhammer dazu zum ROFAN-KURIER: "Ich bedauere den Vorfall außerordentlich und möchte mich in aller Form bei dem Patienten entschuldigen. Ein solches Verhalten entspricht ganz und gar nicht dem Stil unseres Hauses. Ich werde mit dem betreffenden Mitarbeiter das Gespräch suchen."
Zur generellen Parksituation heißt es seitens des KH Schwaz: "Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass rund um unser Haus sechs Behindertenparkplätze zur Verfügung stehen (davon zwei direkt vor dem Krankenhaus, zwei hinter dem Krankenhaus und zwei in der Tiefgarage). Alle Behindertenparkplätze sind selbstverständlich barrierefrei zugänglich, auch jene im Freien liegen direkt an einem Lift. Die vier Parkplätze im Freigelände sind kostenlos, jene in der Tiefgarage kostenpflichtig. Eine Ausnahmeregelung gibt es dann, wenn alle Behindertenparkplätze im Freien belegt sind. Wenn der betreffende Patient ein persönliches Gespräch wünscht, stehen wir natürlich gerne zur Verfügung." Man hätte Josef Ellinger die Ausfahrt also genehmigen können. Im Endeffekt liegt es aber wohl im Ermessen der Portiere, das zu entscheiden. (cm/mk)
Schwaz wirtschaftet heuer mit annähernd 40 Mio. EURO. Die frei verfügbaren Mittel liegen bei beachtlichen 2,8 Mio. EURO. Bemerkenswert ist der „Absturz“ des Verschuldungsgrades von 35% im Jahr 2016 auf prognostizierte 25% heuer. Ob der Plan aufgeht, zeigt sich am Jahresende.

Schwaz - Das Stadt-Budget unterteilt sich heuer in einen ordentlichen Haushalt (OH) in der Höhe von 37,1 Mio. EURO und in einen außerordentlichen Haushalt (AOH) mit ca. 2,6 Mio. EURO.

Im Außerordentlichen Haushalt befinden sich unter anderem folgende Projekte:
1.) Austausch von Fahrzeugen für die Freiwillige Feuerwehr mit 462.000,- EURO. Dafür werden u.a. ein Wechsellader-Fahrzeug, ein Motorboot und ein Abroll-Behälter für Atemschutz angeschafft.
2.) Für weitere Projekte im Skigebiet Kellerjoch stehen heuer 134.000,- EURO zur Verfügung.
3.) Für den Zuschuss zum St. Josefsheim sind 1,4 Mio. EURO vorgesehen.
4.) Für die BH-Adaptierung wurden 250.000,- EURO reserviert.
5.) Jeweils 200.000,- EURO fließen in die Entente Florale sowie in das Mathoi-Haus.
Diese Projekte finanzieren sich teilweise aus Haushalts-Rücklagen der Stadt sowie aus Bedarfszuweisungen.

Einnahmen - Ausgaben Ordentlicher Haushalt

Im OH ist der Bereich Bildung für alle Gemeinden eine finanzielle Herausforderung. Schwaz bezahlt für seine Hauptschule heuer 736.000,- EURO, für die Volksschule  809.000,- EURO, für die Kindergärten fast 3 Mio. EURO, für das Polytechnikum 72.000,- EURO, der Sonderschulbeitrag liegt bei 123.000,- und der Berufsschul-Beitrag bei 216.000,- EURO. Das sind in Summe ca. 5 Mio. EURO. Der Gesundheits-Bereich drückt heuer mit über 3 Mio. EURO aufs Budget (davon 2,35 Mio. für Landeskrankenhäuser und 600.000,- für das Bezirks-Krankenhaus). Im Sozialbereich gehen über 2,1 Mio. EURO an Sozialhilfen und Behinderten-Beitrag an das Land Tirol. Weitere 218.000,- EURO sind Seniorenheim-Beiträge, 489.000,- sind für die Jugend-Wohlfahrt vorgesehen. Die Müll-Entsorgung kostet heuer 1,35 Mio. EURO, Kanal und Abwasser-Beseitigung sowie Wasserversorgung laufen über die Stadtwerke. Für  Straßenerhaltung (525.000,-) und Winterdienst (212.000,-) fallen insgesamt über 737.000,- EURO an. Bauhof und Recyclinghof kosten die Gemeinde 1,64 Mio. EURO!

Gemeinden erhalten einiges an Geld über die Verteilung der Steuer-Einnahmen des Staates. Doch es fließt auch wieder ein Teil retour: Im Falle von Schwaz sind das heuer 1,25 Mio. EURO an Landesumlage.
Kultur und Vereine lässt sich die Stadt Schwaz sogar 1,7 Mio. EURO kosten…
Auch die Stadtverwaltung und die Stadt-Politik kosten Geld: Der Gemeinderat kostet 388.000,- EURO, das Gemeindeamt kostet 564.000,- EURO und das Personal (inkl. Bürgermeister und Vizebürgermeister) kostet 2,05 Mio. EURO.
Im Sicherheits-Bereich wendet Schwaz heuer 324.000,- EURO für die Freiwillige Feuerwehr auf (zusätzlich zu den Fahrzeug-Käufen) sowie weitere 429.000,- EURO für die Stadtpolizei.

Einnahmen für Schwaz

Einnahmen erhält die Stadt durch eigene Steuern (Kommunalsteuer, Grundsteuer, etc.) in der Höhe von 11,7 Mio. EURO. Davon sind etwa 6 Mio. EURO Kommunalsteuer und 5,7 Mio. EURO Grundsteuer. An Abgaben-Ertragsanteilen bekommt Schwaz heuer 13,3 Mio. EURO. Der Bereich der Müllwirtschaft (sowie einige andere Bereiche) bringt nicht nur Ausgaben, sondern auch Einnahmen in der Höhe von 1,35 Mio. EURO. Hier arbeiten die meisten Gemeinden in der Regel in etwa kostendeckend. An Bedarfszuweisungen erwartet die Stadt für die diversen Projekte etwa 600.000,- EURO vom Land Tirol.

Keine Gebühren-Erhöhungen geplant: Bei den Gebühren wird es geringfügige Anpassungen an den Index geben. (cm)

Der Schwazer Silberzehner: Eine Erfolgsgeschichte

Freitag, 02 Dezember 2016
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Einkaufen mit dem Silberzehner ist ganz einfach: Bei den Banken der Region kann der Silberzehner im Wert von 10,- EURO gekauft werden. Als Geschenk an die Liebsten ist die Zehnermünze 10,- EURO wert, die bei rund 500 Geschäften in der Silberregion Karwendel eingelöst werden kann. Eine Auflistung der Geschäfte (von den Stadtgalerien bis zum Lebensmittelmarkt) im Inntal zwischen Kolsass und Wiesing findet man unter www.silberzehner.com.

Seit der Einführung in 2015 sind rund 18.000 Stück Silberzehner in Umlauf gebracht worden. Am Jahresende 2015 waren nur mehr 59 Silberzehner bei den Banken übrig. Damit die beliebten Geschenkmünzen für das bevorstehende Weihnachtsfest in ausreichender Menge bereitstehen, wurden aktuell 10.000 Stück zusätzlich angeschafft.

Zeit des Schenkens

Die großen silbernen Münzen sind unter dem Christbaum ein wertiges Geschenk. Sie erscheinen hochwertiger als ein geschenkgutschein aus Plastik und Papier und können zudem fast in jedem Geschäft der Silberregion eingelöst werden. Laufend melden sich neue Akzeptanzpartner an und machen damit den Silberzehner als Geschenk noch attraktiver. Der aktuellste Neuzugang ist der OBI Markt in Vomp.

Auch zahlreiche Unternehmen aus der Region nutzen den Silberzehner als steuerfreies Geschenk für ihre Mitarbeiter. Von den 10.000 Stück der Neuauflage sind bereits 6.500 Münzen vorbestellt - somit empfiehlt es sich rechtzeitig für den persönlichen Bedarf vorzusorgen, wenn man den Silberzehner zum Fest schenken wollen. Erhältlich sind die Münzen in den teilnehmenden Banken der Region!
Ab Mitte November schauen Marko Arnautovic, Zlatan Ibrahimovic oder Mesut Özil neidisch nach Wörgl, Kundl oder Zell. Denn im Unterschied zur Englischen Premiere League ruht im Tiroler Unterhaus der Ball im Winter. Der ROFAN-KURIER sieht sich die Hinrunde der Saison 2016/17 nochmals genau an.

Region - Am Samstag, 12. November, ca. gegen 17:00 Uhr, gingen mit Abpfiff die letzten Unterländler Mannschaften in die Winterpause. Aufgrund der 16 Mannschaften fassenden Tiroler Liga waren die Kundler und Fügener Kicker eine Woche später fertig als die anderen...

Regionalliga West

Nach dem 5. Platz im letzten Jahr schlugen sich die Schwazer heuer ähnlich stark und konnten als beste Tiroler Unterklassen-Mannschaft in der RLW den 4. Platz erreichen. Der SV Wörgl schnitt in seiner Aufstiegs-Saison mit seinem 9. Tabellenplatz gut ab.

Tiroler Liga

Mit einem Unentschieden verabschiedeten sich die Kundler in die Winterpause. Mit einer stark umgebauten und extrem jungen Mannschaft war die Saison zufriedenstellend. Mit dem 7. Platz und 21 Punkten ist die Mannschaft von Trainer Paul Handle im gesicherten Mittelfeld der Liga. Im Abstiegskampf hingegen ist der SV Fügen zu finden. Der Tabellenplatz 14 ist auch den zahlreichen verletzten Stammspielern geschuldet. Hermel, Jochriem, Steiner und Sporer fielen zum Teil die gesamte Hinrunde aus. In der Rückrunde ist noch keine Besserung in Sicht. Hannes Mayer, Obmann des SV Fügen, bestätigte gegenüber dem ROFAN-KURIER, dass man im Winter auf dem Transfermarkt tätig werden wird.

Landesliga Ost

Der letztjährige Absteiger aus Jenbach ist heuer mit 21 Punkten auf dem 6. Platz. Nur sieben Punkte entfernt vom Tabellenführer Mayrhofen. Der FC Buch ist mit 20 geschossenen Toren auf dem 9. Platz. Mehr als die Hälfte der Tore geht auf das Konto ihres Torjägers Pascal Burger (11 Tore). Die dritte Landesliga Ost-Mannschaft ist die SVG Stumm. Die Stummer sind einen Punkt hinter Buch auf dem 11. Platz. "Mit den 14 erreichten Punkten bin ich nicht ganz zufrieden, da wir teilweise durch dumme Eigenfehler und andererseits durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen den einen oder andern Punkt liegen gelassen haben. Jetzt gilt es die Akkus wieder voll aufzuladen, um im Abstiegskampf im Frühjahr bestehen zu können. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass uns das gelingen wird.", blickt Stumm-Trainer Stefan Kröll optimistisch in die Rückrunde.

Gebietsliga Ost

Brixlegg stieg letzte Saison aus der Landesliga ab; Kramsach aus der Bezirksliga auf. Dadurch gab es heuer in der Gebeitsliga das Derby zwischen den beiden Nachbargemeinden. Bei diesem besonderen Spiel trafen Lukas Fliri für den FC Kramsach/Brandenberg und Maxi Moser für die SPG Brixlegg/Rattenberg. Das Spiel endete 1:1. Während der restlichen Saison konnte aber ein großer Unterschied zwischen den Rivalen festgestellt werden. Die Brixlegger beendeten die Saison auf dem 2. Tabellenrang und untermauren ihre Ambitionen für den Wiederaufstieg, während der FC Kramsach/Brandenberg mit einem 8. Platz im gesicherten Mittelfeld der GLO landete.

Bezirksliga Ost

In der Bezirksliga Ost sind die meisten Mannschaften im ROFAN-KURIER Verbreitungsgebiet vertreten. Auf den Plätzen von 4 bis 12 sind alle Vereine platziert. Nur Aldrans quetschte sich mit dem 9. Platz zwischen Alpbach und Breitenbach. Den Pulg führen die Kicker aus Ried/Kaltenbach mit dem 4. Platz und 25 Punkten an und Radfeld schließt mit dem 12. Platz ab. Erwähnenswert ist noch, dass der FC Achensee in der gesamten Hinrunde (13 Spiele in der BLO) noch kein Unentschieden gespielt hat.

1. Klasse Ost

In der 1. Klasse Ost führt die Reserve der Schwazer die Tabelle an. Achenkirch, Zell am Ziller, Schlitters und Stans sind hier im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt.

Damen

Die letztjährigen Tiroler Damenmeister aus Brixlegg sind auch heuer wieder auf Kurs. Zum Hinrunden-Ende sind sie auf dem zweiten Tabellenplatz, nur 2 Punkte hinter dem Tabellenführer aus Schwoich. Interessant ist, dass die Brixleggerinnen Christina Larch und Cäcillia Metzler mit 15 bzw. 12 Toren in 9 Spielen den zweiten und dritten Rang in der Torschützenliste belegen. Die Damen von Ried/Kaltenbach liegen in dieser Liga auf dem 5. Platz und damit im gesicherten Mittelfeld mit 15 von 27 möglichen Punkten. (mk)

Sich freischälen und von allem entblößen

Montag, 28 November 2016
Freigegeben in Termine & Kultur
1971 ließ Peter Turrini mit einem Proteststück aufhorchen. In "Rozznjogd" zeichnete der Autor eine von Kapitalismus geprägte Wirklichkeit, prangerte die Konsumgesellschaft an. Regisseur Markus Plattner transformierte dies österr. Kultstück in die Gegenwart.

Schwaz - Eine junges Paar trifft sich nachts auf einer Mülldeponie, um sich intimer kennenzulernen. Mitten im menschlichen Abfall treiben sich Ratten herum, die beiden entwickeln ein gemeinsames Feindbild. Wer dem zivilisierten System entkommen will, muss sich entblößen, seinen Körper, seine Seele. Aber ist es möglich, so gesellschaftlich demaskiert, zu überleben?

"Rozznjogd" aktueller denn je

Regisseur Markus Plattner lässt das junge Paar sich freischälen von allen Konventionen, ablegen, was unecht ist und sich zu ihrer Nacktheit bekennen, weil nur in dieser Wahrheit steckt. Eine spirituelle, buddhistisch geprägte Idee mit Symbolkraft. Doch zugleich wird auf alles geschossen, was anders ist. Wer sind nun die Guten, wer die Bösen? Und wieso erscheinen die Ratten menschlich? Die Antwort scheint komplex und schwierig.
Markus Plattner stellt sich in unvergleichlicher Bildsprache und neuer Textinterpretation dieser Auseinandersetzung. In purer Inszenierung gibt er Raum für Auseinandersetzung und schafft Platz für zeitgenössische Interpretation. "Ein Kunstwerk der Spannung, Exzessivität und Schauspielkunst" so der Regisseur. Die Nachwuchsschauspieler Eva Ritzer und Matthias Rankov malen in starker Darstellung ein aussagekräftiges, unter die Haut gehendes Bild und verleihen so dem Stück eine neue, feurige Dynamik. Im Konzept von Barbara Hölzl verschmelzen die Ebenen von philosophischer Symbolik und anarchistischer Gewalt.
Aufführungen gibt's noch am 2., 3., 10. und 11. Dezember, jeweils um 20:15 Uhr im "Theater im Lendbräukeller" Schwaz. (gmk)



Im Vergleich zum Vorjahr zeigt das Arbeitslosen-Barometer diesen Herbst für Tirol eine deutliche Besserung: Mit einer Arbeitslosen-Quote von 5,6% haben heuer in Tirol 1.600 Menschen mehr einen Job, als noch im September 2015.

Tirol/Kufstein/Schwaz - In Österreich sind aktuell beinahe 392.000 Menschen arbeitslos oder in Schulungen. Hinzu kommen etwa 260.000 Bezieher einer Mindestsicherung. Diese ca. 652.000 Menschen stehen 3,64 Mio. unselbständigen Beschäftigten gegenüber. Im Vergleich zu den arbeitenden Menschen werden damit in Österreich aktuell etwa 17,9% der Personen im erwerbsfähigen Alter vom Staat erhalten.

Rückgang der Arbeitslosigkeit in Tirol!

Erfreulich sind dabei die Zahlen in Tirol: Die aktuelle Arbeitsmarkt-Statistik für September 2016 bestätigt den seit Monaten vorliegenden Aufwärtstrend am Tiroler Arbeitsmarkt. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit war im Herbst in Tirol am stärksten. Auch diesmal liegt unser Bundesland beim Rückgang der Arbeitslosigkeit im Österreichvergleich an erster Stelle!
Im Vergleich zum Vorjahr zeigt der September ein Minus von 7,7 Prozent. Oder in Zahlen: Etwa 1.600 Arbeitslose weniger, als noch im Vorjahr. Für LH Günther Platter (ÖVP) eine weitere Bestätigung der Wirksamkeit des 135-Millionen-EURO-Impulspakets, das die Landesregierung vor knapp eineinhalb Jahren auf den Weg gebracht hat: "Bisher wurden davon 100 Millionen EURO ausgegeben und durch diese Förderungen wurden Investitionen von rund 350 Millionen EURO ausgelöst – ein massiver Anschub für mehr Beschäftigung!"

LR Tratter: "Förderungen sind Investitions-Motor!"

Vor allem die einkommens-unabhängige Sanierungsoffensive sowie der Wohnbau nehmen den Löwenanteil des Impulspakets ein, informiert LR Mag. Hannes Tratter (ÖVP), zu dessen Agenden die Wohnbauförderung zählt: "Die Wohnbauförderung ist ein starker Motor für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Jeder investierte EURO schlägt sich in der regionalen Bauwirtschaft und im Baunebengewerbe nieder und sichert damit heimische Arbeitsplätze!" Einen Teil der Förderungen hat die Regierung auf Vorschlag von Landesrat Tratter "einkommens-unabhängig" gestaltet, weil Investitionen nicht an festgelegten Einkommens-Grenzen scheitern sollen.
Darüber hinaus sparen die so mobilisierten Investitionen auch jede Menge Abgase und Treibhausgase: Thermische Sanierungen und Heizkessel-Tausch nützen auch der Umwelt! Im Bundesländer-Durchschnitt nahm die Arbeitslosigkeit im August um 0,3 Prozent zu. In Tirol ist sie um 7,7 Prozent gesunken (ohne Berücksichtigung der Menschen in Schulungen und in Mindestsicherung).

Kufstein und Schwaz vorne!

Den deutlichsten Arbeitslosen-Rückgang in Tirol verzeichnet der Bezirk Kufstein mit minus 13,2 Prozent. "Das heißt, dass im Bezirk Kufstein im Vergleich zum September des letzten Jahres 343 Menschen weniger arbeitslos gemeldet waren", nennt LR Tratter konkrete Zahlen. Landesrat Mag. Hannes Tratter sieht dabei die einkommens-unabhängigen Förderungen als Konjunkturmotor. Im Bezirk SCHWAZ verzeichnet die aktuelle Statistik ein Minus von 5,5 Prozent. Das sind im Bezirk Schwaz im Vergleich zum September des letzten Jahres 97 Menschen weniger, die arbeitslos gemeldet waren.

Liste FRITZ: "Ja, aber..."

Die Klubobfrau der Liste FRITZ, Dr. Andrea Haselwanter-Schneider, sieht die Situation naturgemäß ein wenig anders: "Es sind ca. 22.000 Tiroler ohne Arbeit. Auch wenn erfreulicherweise im heurigen Jahr die Arbeitslosigkeit konstant zurückgeht, sind das immer noch 1.000 arbeitslose Menschen mehr als im September 2013. Das ist nicht erfreulich, das ist kein Grund sich als Landesregierung zufrieden zurückzulehnen. Es fehlt eine Offensive bei der Kinderbetreuung, es fehlt eine Photovoltaik- und E-Mobilitäts-Offensive..." (cm)
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