Kitzbühel: Hightech-Trainingsgerät im Einsatz

Die Therapeuten bereiten Patrik auf das Training vor. Das System wird über der Kleidung getragen und ermöglicht Nutzern das sichere Gehen und Stehen.Nothegger und Salinger

Tirol
03. Juni 2024

Kitzbühel: Hightech-Trainingsgerät im Einsatz

Der VST Kitzbühel schaffte für die „Balance“ Physiotherapie in Kitzbühel ein Exoskelett an, mit dem Menschen mit Querschnittlähmung in der Region trainieren können.

KITZBÜHEL/TIROL „Man ist ziemlich aufgeregt, wenn es so weit ist“, erzählt der 37-jährige Kössener Patrik Fritzer. Der Moment, in dem er fünf Jahre nach dem furchtbaren Unfall den ersten Schritt auf den eigenen Beinen machte, bleibt ihm für immer im Gedächtnis: Es habe sich angefühlt wie ein Tritt ins Leere. Jede Woche trainiert Fritzer in der Physiotherapie-Praxis „Balance“ in Kitzbühel mit einem Exoskelett – ein robotisch-bionisches „Gerüst“, das von einem amerikanischen Unternehmen entwickelt wurde. Das batteriebetriebene System ermöglicht Nutzern das sichere Stehen und Gehen mittels elektrischer Motoren. Dass dieses „Hightech-Wunderding“ in Kitzbühel im Einsatz ist, ist dem Charity-Verein VST Kitzbühel zu verdanken, der es dem Team der Physiotherapie-Praxis „Balance“ zur Verfügung stellt – ein österreichweit einzigartiges Pilotprojekt. Patrik macht mit dem Exoskelett 400 Schritte pro Stunde. Das Gehen lockert seine spastischen Krämpfe, danach fühlt er sich viel besser. Das „Balance“-Team kann die Einheiten wie jede andere Physiotherapiestunde verrechnen, die Gesundheitskasse übernimmt einen Teil der Kosten.