Tiroler Landeshymne

Zu Mantua in Banden – Tiroler Landeshymne

Der Text der Tiroler Landeshymne stammt von Julius Mosen (1832), die Musik von einer Volksweise von Leopold Knebelsberger (1844)

1. Strophe

Zu Mantua in Banden Der treue Hofer war, In Mantua zum Tode Führt ihn der Feinde Schar.Es blutete der Brüder Herz,Ganz Deutschland, ach, In Schmach und Schmerz,Mit ihm das Land Tirol,Mit ihm das Land Tirol,Mit ihm das Land Tirol,Mit ihm das Land Tiro

2. Strophe

Die Hände auf dem Rücken Der Sandwirth Hofer ging Mit ruhig festen Schritten, Ihm schien der Tod so gering,Der Tod, den er so manchesmal Vom Iselberg geschickt ins Tal Im heil’gen Land Tirol

3. Strophe

Doch als aus Kerkergittern Im festen Mantua Die treuen Waffenbrüder Die Händ‘ er strecken sah,
Da rief er laut: Gott sei mit euch, Mit dem verratnen Deutschen Reich, Und mit dem Land Tirol

4. Strophe

Dem Tambour will der Wirbel Nicht unterm Schlägel vor, Als nun der Sandwirth Hofer
Schritt durch das finstre Tor.Der Sandwirth noch in Banden frei Dort stand er fest auf der Bastei
Der Mann vom Land Tirol

5. Strophe

Dort soll er niederknien, Er sprach: das tu‘ ich nit! Will sterben, wie ich stehe,
Will sterben, wie ich stritt, So wie ich steh‘ auf dieser Schanz, Es leb mein guter Kaiser Franz,
Mit ihm das Land Tirol!

6. Strophe

Und von der Hand die Binde Nimmt ihm der Korporal, Und Sandwirth Hofer betet Alhier zum letzten Mal.
Dann ruft er: nun so trefft mich recht.Gebt Feuer! – Ach, wie schießt ihr schlecht! Ade, mein Land Tirol!