Schulsprengel-Wechsel: Langkampfen statt Wörgl

In einigen Jahren – vorausgesetzt die Bildungsdirektion Tirol spielt mit – werden keine Angerberger Kinder mehr über diese Schulschwellen in Wörgl schreiten. © Huss

Lokales Kufstein
05. August 2026

Schulsprengel-Wechsel: Langkampfen statt Wörgl

Die Gemeinderäte von Angerberg trafen kürzlich Vorbereitungen, damit in einigen Jahren Angerberger Kinder in Langkampfen in die Mittelschule gehen können, nicht in Wörgl.

ANGERBERG/LANGKAMPFEN Es ist ein Etappensieg vieler Angerberger Eltern. Denn am 4. Mai hatte der Gemeinderat einstimmig beschlossen, dass die Gemeinde dem Mittelschulsprengel Langkampfen zugeordnet werden solle. „Wir haben diese Willensbekundung an die Bildungsdirektion Tirol weitergeleitet. Sie muss nun prüfen und entscheiden“, erläuterte Angerbergs Bgm. Walter Osl (ABL). Man habe damit den Bitten vieler Angerberger entsprochen.

Am Anfang stand eine Petition, initiiert von Tina Sulzenbacher. „Eigentlich war das schon seit Jahrzehnen ein Thema in Angerberg“, erinnert sich die Unternehmerin. Die Kinder aus Angerberg sollen in eine ländlich geprägte Mittelschule (Langkampfen) gehen, nicht in eine städtisch geprägte wie Wörgl. Mit dem Um- und Neubau der Mittelschule Langkampfen könne man dieses Anliegen verwirklichen. „Die Gemeinschaft der Volksschüler wird dadurch nicht so auseinandergerissen. Das nimmt viel Stress von den Schülern“, begründete sie.

Immerhin unterstützten über 800 Personen die Petition. Für die Bildungsdirektion ein klares Votum, wie von dort zu erfahren war.
Dennoch: „Es müssen zunächst die genauen Fakten erhoben werden“, teilte Pressesprecher Bernhard Deflorian schriftlich mit. „Erst im Anschluss kann entschieden werden, ob und in welcher Form, welchem Zeitpunkt ein Schulsprengel geändert wird“, heißt es weiter. Grundlage sei das Pflichtschulsprengelgesetz.

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