Laut der PH Tirol gibt es nicht die eine richtige Stifthaltung. Die Forschung beschäftigt sich mit rund vier bis fünf ausgereiften Stifthaltungen, die sich laut Studien nicht in der Geschwindigkeit oder Leserlichkeit voneinander voneinander Unterscheiden.
Die Gemeinde Stumm plant für ihre Pädagogen eine Schulung zur Stifthaltung. Die Beobachtung, dass Kinder immer mehr Schwierigkeiten bei den feinmotorischen Fertigkeiten haben, teilt auch die Pädagogische Hochschule Tirol (PH Tirol).
STUMM Während der Gemeinderatsitzung am Dienstag, 13. Oktober, schlug Bgm. Ing. Franz Kolb (FS) gegenüber dem Gemeinderat ein Seminar für die Stummer Pädagogen und Volksschullehrer vor: „Schulung Kundergartenpädagogik Ergotherapie“. Die Kosten dafür belaufen sich auf 600,– EURO. „Für uns wäre es wichtig, wenn wir die Pädagogen schulen können, damit sie gut vorbereitet sind“, betonte Kolb.
Zwar brachte die Frage von GR Georg Ebster – ob es einfach darum gehe, eine Füllfeder richtig zu halten – einige Anwesenden im Saal zum Schmunzeln. Jedoch kennt die PH Tirol dieses Problem nur zu gut, wie Hochschul-Prof. Mag. Dr. Sabrina Gerth von der PH Tirol gegenüber dem ROKU erklärt: „Aktuell beobachten wir in den Volksschulen tatsächlich, dass es weniger gut ausgeprägte Vorläuferfertigkeiten bei den Kindern gibt. Auch andere feinmotorische Fertigkeiten, wie etwa das Schuhe binden oder das Perlen auffädeln – wobei es zusätzlich die Auge-Hand-Koordination braucht – werden herausfordernder für Kinder.“
Laut Gerth sind die Gründe hierfür vielfältig. Im besten Fall wurden die feinmotorischen Fertigkeiten bereits in der Familie oder der Elementareinrichtung gut vorbereitet: „Dann fällt es den Kindern leichter das Schreiben in der Schule zu erlernen und es hat sich bereits eine reife Stifthaltung entwickelt“, betonte sie.
Der Gemeinderat stimmte einstimmig für das Seminar.
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