Die 55 km lange Strecke soll den Güterverkehr auf die Schiene verlagern. © BBT SE
Seit 2008 wird am Brenner Basistunnel gearbeitet. Nun wurde die Inbetriebnahme erneut nach hinten verschoben…
EUROPA Ende Oktober verkündete die Gesellschaft hinter dem Bau des Brenner Basistunnels (BBT SE), dass der Tunnel statt 2032 nun erst 2034 in Betrieb gehen soll. Grund ist der bisherige Erkundungsstollen, der im Rahmen der Arbeiten nun zu einem Servicetunnel ausgebaut wird. „Wartungsarbeiten können mit Fahrzeugen direkt über den Servicetunnel erfolgen, ohne die Eisenbahnröhren zu sperren und den Bahnverkehr zu unterbrechen“, erklärte die Gesellschaft. Die Kosten des Gesamtprojekts steigen dadurch auf 11,7 Mrd. EURO.
LA Dr. Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz): „Ist das jetzt das Ende der Fahnenstange, oder wird die Fertigstellung noch weiter verschoben? Im Vorbeigehen von mehr als einer Milliarde Euro Mehrkosten zu sprechen, ist der Bevölkerung nicht zumutbar.“
LA Mag. Markus Abwerzger (FPÖ): „Das ist untragbar für Tirol und die leidgeplagte Bevölkerung, die Tag für Tag unter dem Transitverkehr auf der Brenner-
autobahn leidet.“
VP-Klubobmann Sebastian Kolland: „Niemand freut sich über höhere Kosten, oder eine spätere Inbetriebnahme. Sicherheit und Qualität sind aber wichtig.“
Laut einer aktuellen Umfrage der Industriellenvereinigung Tirol ist die Bereitschaft für mehr Schienengüterverkehr auf Seiten der Tiroler Industrie vorhanden.
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