Ried lehnt gemeinsame Schule mit Kaltenbach ab

Der Rieder Gemeinderat mit Bgm. Hansjörg Jäger am Vorsitz.

Lokales Schwaz
05. November 2026

Ried lehnt gemeinsame Schule mit Kaltenbach ab

In Kaltenbach ist man auf der Suche nach neuen Standort-Möglichkeiten ihrer Elementar- und Primarbildung. Der Rieder Gemeindevorstand lehnte jedoch eine mögliche Zusammenlegung von Volksschule und Kindergarten mit der Nachbargemeinde ab.

RIED/KALTENBACH In der Rieder Gemeinderatsitzung vom Montag, 19. Oktober, berichtete Bgm. Hansjörg Jäger (Allgemeine Liste Ried) über eine Anfrage seiner Nachbargemeinde: „Die Gemeinde Kaltenbach schlug vor, Volksschule und Kindergarten zusammenzuführen.“
Den Hintergrund dazu erklärte Kaltenbachs Bgm. Klaus Gasteiger gegenüber dem ROFAN-KURIER: „Kaltenbachs Volkssschule und Kindergarten befinden sich im Gemeindegebäude. Aufgrund der Lage, Nutzung und bauphysikalischen Begebenheit – im Sommer wird es sehr heiß – der Einrichtung, muss man sich aber in nächster Zeit Gedanken machen. Wir wollen also einfach herausfinden, was für andere Möglichkeiten es gibt“, begründete Gasteiger die Anfrage an die Gemeinde Ried.
Um diese Optionen abzuwägen, beauftragte Kaltenbach das Unternehmen „Dornauer Consulting“ von LA Dr. Georg Dornauer.

Vorprogrammierte Probleme?

„Die Schule ist in einem Top Zustand, der Kindergarten sowieso. Der Kindergarten ist jedoch nicht für beide Gemeinden ausgelegt. Dass man bei gewissen Sachen wie Mittelschulen und Altersheimverbänden zusammenarbeitet, ist klar. Jedoch wollen wir unsere Struktur der jetzigen Situation erhalten“, begründete Bgm. Jäger die Entscheidung des Gemeindevorstandes, die mögliche Zusammenerbeit abzulehnen.
Zudem führte er aus, dass bei zwei Gemeinden und einer Verwaltung Probleme vorprogrammiert seien. Man müsse sich daher die Frage nach dem großen Wurf stellen: „Ist es zeitgemäß, dass wir beide Gemeinden noch separat führen oder legen wir alle Karten auf den Tisch und reden über eine große Lösung?“ Damit spielte er auf die Zusammenführung von Ried und Kaltenbach zu einer großen Gemeinde an. Er betonte jedoch, dass dies aktuell noch Zukunftsmusik sei. Auch Bürgermeister-Kollege Gasteiger stimmte dem bei: „Ried und Kaltenbach sind so eng zusammengewachsen. Vielleicht wird die Zeit irgendwann einmal dafür reif sein. Wenn es Thema werden würde, kann man ja darüber reden.“

Wechsel ja möglich

Jäger stellte jedoch auch klar, dass es für mögliche „Springer“ keine Probleme gibt: „Wenn ein Kind in die Rieder VS oder den Kindergarten gehen möchte und wir es aufnehmen können, dann sehr gerne! Das machen wir ja auch bereits – aktuell gehen drei Kaltenbacher Kinder in unsere Kinderkrippe.“

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