Laut Wörgls Bgm. Riedhart seien Flächen vorhanden, jedoch müsse man erst „Gespräche mit Land, ÖBB und WK führen“.
Mit der zukünftigen Eröffnung des Brennerbasis-Tunnels stellt sich im Raum Wörgl die Frage: Muss ein Güterterminal her?
WÖRGL Im August forderte Tirols Wirtschaft den Bau eines großen Güterterminals im Raum Wörgl, wie ORF Tirol berichtete. Hintergrund ist die Fertigstellung des Brennerbasis-Tunnels: 2032 soll der über 50 Kilometer lange Tunnel in Betrieb gehen. Dadurch wird ein erheblicher Teil des Lkw-Verkehrs auf die Gleise verlegt. „Wenn man richtig verlagert, braucht man auch die Bahnhöfe. Wenn man nicht schnell in die Umsetzung kommt, ist man von anderen Güterbahnhöfen abhängig, die außerhalb von Tirol sind“, erklärte der Imster Frächter und Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der WK Tirol Ulf Schmid gegenüber dem ORF.
Wörgls Bgm. Michael Riedhart (ÖVP) erklärte gegenüber den Medien, dass im Bereich des bestehenden Terminals grundsätzlich Flächen vorhanden seien. Da das Thema jedoch erst durch die jüngsten Forderungen aus der Wirtschaft öffentlich wurde, wolle er nun aktiv Gespräche mit Land, ÖBB und WK führen. Es gelte zu klären, „was ein solchen Projekt für Wörgl bedeuten würde“.
Tirol-ÖBB-Sprecher, Christoph Gasser-Maier meinte, es gebe einerseits den Terminal in Hall, der ausgebaut werden soll, wenn der Brennerbasistunnel in Betrieb geht. Ebenso entwickle man die Infrastruktur am ROLA-Terminal Wörgl weiter. Dieser Meinung schloss sich auch Verkehrs-LR Rene Zumtobel (SPÖ) an.
In einer Presseaussendung der Wörgler Fraktion „Wir für Wörgl“ heißt es von Fraktionsführerin Patricia Kofler: „Dem Gemeinderat liegen weder Unterlagen noch Informationen über einen internationalen Güterbahnhof vor. Wenn öffentlich bereits über ein solches Megaprojekt gesprochen wird, müssen alle Karten auf den Tisch.“
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