Wahrheit ist eine Tochter der Zeit

Fritz Gurgiser, der seit Jahrzehnten die Tiroler Transitdebatte medial als Opferrollespielt, aber so gut wie immer falsch liegt, machte sich wieder einmal negativ bemerkbar.

Dieses Mal hat er wieder den Bock abgeschossen: Allen Ernstes behauptete er öffentlich, „die Unterinntaltrasse sei den ganzen Sommer“ (konkret vom 12. Juli bis 14. September) gesperrt und er fordere daher eine „7-Tage-Dosierung“ (was auch immer das heißen mag). Aber zum Glück stellte die ÖBB nur einen Tag später das Lügengebäude des Fritz Gurgiser gnadenlos bloß: Die Einschränkung gilt nur vom 25. bis 28. Juli und betrifft nur einen Tunnel. Es ist nur mehr zum Schämen, was da der Öffentlichkeit „als wahr“ verkauft wird. Der Bahnverkehr wird an diesen paar Tagen einfach über die zweispurige Bestandstrecke umgeleitet, was im Gesamtfahrplan zu keinerlei Problemen führen wird.

Dem Herrn Gurgiser wäre einmal dringendst zu empfehlen, sich die geringe Auslastung und auch das Totalscheitern der RoLa auf der zweispurigen Bahnbestandstrecke zwischen Kufstein und Kiefersfelden zu vergegenwärtigen. Dann würde er auch verstehen, dass sich die Deutschen richtigerweise weigern, eine „Nördliche Zulaufstrecke zum Brenner-Basistunnel“ zu bauen. Es besteht dafür nicht ansatzweise ein Bedarf. Wahrheit ist halt auch eine Tochter der Zeit.

Mag. iur. Anton Frisch e.h.,
Kufstein

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