Ein Ausschnitt der Titelseite des Simca 1307/1308-Prospekts.Raffeiner
Der Pionier, der Europas Mittelklasse neu definierte
Vor 50 Jahren wurde der Simca 1307/1308 zum Auto des Jahres gekürt. Der windschnittige Franzose galt als einer der modernsten Mittelklassewagen Europas. Das seinerzeiten von Chrysler Europe entwickelte Modell markierte einen klaren Bruch mit althergebrachten Limousinenkonzepten.
WELT Front- statt Heckantrieb, kombiniert mit einer geräumigen und praktischen Schrägheckkarosserie – zu jener Zeit gewöhnungsbedürftig und keine Selbstverständlichkeit. Der großzügige Innenraum und der komfortable Fahrwerkskomfort machten den Simca 1307/1308 familienfreundlich. Große Glasflächen gewährten eine gute Übersicht, während das Cockpit den Alltag erleichterte. Zuverlässige Vier-Zylinder-Motoren, effiziente Raumnutzung und eine für die Zeit fortschrittliche Sicherheitsausstattung waren ebenfalls verkaufsförderliche Punkte.
Ein Verkaufserfolg
Optisch wirkte das Auto sachlich-modern: Klare Linien, rechteckige Scheinwerfer und wenig Firlefanz prägten das Erscheinungsbild. Diese nüchterne Gestaltung passte gut in die 1970er-Jahre und unterschied ihn deutlich von rundlicheren Konkurrenten. In verschiedenen Märkten wurde das Fahrzeug später auch als Chrysler 150 verkauft, blieb jedoch technisch weitgehend identisch. In Frankreich, Großbritannien und Teilen Deutschlands war der Wagen ein Verkaufserfolg und wurde häufig als zuverlässiges Reisefahrzeug geschätzt. Mit seiner Auszeichnung setzte der Simca 1307/1308 Maßstäbe für praktische, frontgetriebene Familienautos – ein Konzept, das bis heute den europäischen Automobilbau prägt.




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