Im Vordergrund die alte Lärmschutzwand. Auf der gegenüberliegenden Kundler Seite steht bereits der neue Lärmschutz, der auch in Breitenbach verwendet wird. Bgm. Josef Auer weiß um die Vorteile der Wände.

Breitenbach: Neue Lärmschutzwand kommt 2025

Die Breitenbacher Bevölkerung ist vom Lärm der Autobahn teils schwer betroffen. Mit dem Bau einer neuen Lärmschutzwand soll sich das nun ändern. In Absprache mit der ASFINAG erstellte die Gemeinde ein Projekt, das voraussichtlich bereits 2025 umgesetzt wird.

BREITENBACH Anfang Mai starteten in der Gemeinde Kundl die Sanierungsarbeiten der ASFINAG entlang der Autobahn A12. Neben der Erneuerung der Fahrbahn, der Rückhaltesysteme und Entwässerungen setzte die ASFINAG zum Schutz der Bevölkerung einen Lärmschutz um. Auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn soll sich auch etwas ändern. "Es hat diesbezüglich immer wieder Anfragen gegeben", sagt Breitenbachs Bürgermeister Josef Auer (ÖVP). "Ende des letzten Jahres gab es einen Zusammenschluss von Anrainern, die eine Unterschriftenaktion gestartet haben. Diese Liste wurde mir Anfang des Jahres gezeigt. Auf dieser Basis habe ich dann Kontakt mit der ASFINAG aufgenommen", berichtetet Auer.

Prüfung durch ASFINAG

Zeitgleich hat es sich ergeben, dass die ASFINAG in der Gemeinde Kundl die Lärmschutzwände adaptiert. "Ich habe dem zuständigen Betreuer die Situation erklärt. Das Projekt wurde daraufhin geprüft und aufgrund der tollen Zusammenarbeit können wir 2025 mit dem Projekt starten", sagt Auer.

Zahlen, Daten, Fakten

Das Projekt umfasst unter anderem die Erhöhung der derzeitigen Lärmschutzwand von drei auf durchwegs 5,5 Meter, sowie die Verlängerung der Lärmschutzwand Richtung Osten (Wörgl) um rund 500 Meter. Somit erhöht sich die Gesamtfläche der Lärmschutzwand von 6.600 m2 auf 11.450 m2. Dabei werden Lärmschutzwände nach neuestem Stand der Technik verwendet.

Neuer Asphalt, Kosten und geplanter Projektstart

"Ich bin mir sicher, dass mit diesen Maßnahmen die Lebensqualität in mehreren Ortsteilen in Breitenbach nachhaltig verbessert werden kann", sagt Bgm. Josef Auer. Zudem ist im Projekt die Aufbringung eines lärmarmen "Splittmastix-Asphaltes" enthalten, der für zusätzliche Lärmminderung sorgt. Die Kosten für das Millionenprojekt (rund zwei Mio. EURO) werden zur Gänze vom Bund getragen. Der Start für die ersten Vorbereitungsarbeiten ist im Frühjahr 2025 vorgesehen. Sollte alles nach Plan laufen, könnte man das Projekt bereits Ende 2025 abschließen.


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