Klaus Schubert (rechts) mit dem schottischen Sänger Doogie White beim Konzert "Schubert in Rock" 2013 im Congress Innsbruck. Die Fotographen

Klaus Schubert: Tirols Hard-Rock-General

Klaus Schubert ist hauptberuflich Musiker. Der Gitarrist wurde durch "No Bros" in den 80ern bekannt. Mit "Schubert in Rock" holte er einige (Welt-)Stars der Hard-Rock-Szene für die CD "Commander of Pain" nach Tirol!

INNSBRUCK  "No Bros" ist in den Köpfen von Tirols "Heavy-Metal"-Fans immer noch ein Begriff. Mit Songs wie "Heavy Metal Party" oder "Be my Friend" feierten die Innsbrucker in den 1980er Jahren große Erfolge. Die Band löste sich 1986 auf... 2005 feierte "No Bros" um Gitarrist und "Master-Mind" Klaus Schubert ein Comeback. "Mit 'No Bros' haben wir Rock in Österreich salonfähig gemacht", sagt Schubert im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER. Viele Freundschaften wurden zu dieser Zeit geschlossen – Freundschaften, die bis heute halten. Unter diesen sind "Rock-Legenden der ersten Stunde", erzählt "Schubl". Einige davon hat der Gitarrist für ein zweites Studio-Album  seines Projektes "Schubert in Rock" nach Innsbruck geholt.
Das Album heißt "Commander of Pain" und wurde etwa mit Gitarristin Jennifer Batton (spielte mit Michael Jackson), Dan McCafferty (Nazareth) und Don Airey (Deep Purple) eingespielt.
Auch Tiroler Rock-Kollegen wie Walter Stuefer (Sänger, First Coming), Andi Brunner (Keyboard, No Bros) und "der beste Metal-Bassist in Mitteleuropa" (O-Ton Schubert) Andy Marberger (Schürzenjäger) sind Teil des Projektes.
Als Musikjournalist kennt sich Schubert auch in der österreichischen Rock und Metal-Szene bestens aus: "Es gibt viele bemerkenswerte Bands", sagt er. Er nennt dabei etwa First Coming,  Midriff oder Klaubauf. "Tirol war immer schon ein Hard-Rock-Land", sagt Schubl. Der Unterschied zu früher: "Damals gab es unter den Bands große Rivalitäten, heute hilft man sich", sagt der heute 61-jährige Gitarrist.

Schubert: "Ö3 darf mein Album nicht spielen!"

Österreichweit gibt es für ihn sicherlich über 100 gute Bands, die alle sehr großes Potential haben. Aber in Österreich gibt es laut Schubert ein Problem: Ö3. "Ö3 vernichtet und diskriminiert österreichische Musiker", sagt der Tiroler. Deshalb darf der Sender "Commander of Pain" nicht spielen. "Österreich ist ein peinliches Land in Sachen Musikkultur." Aber, "obwohl Hard Rock immer wieder als B-Musik heruntergemacht wird, wird das Genre nie aussterben", sagt Schubert.
Für "No Bros"-Fans hat Schubert noch eine kleine Zusatzinfo: Nächstes Jahr soll zum 45.-Band-Jubiläum ein neues Album erscheinen, allerdings ohne den alten Sänger Freddy Gigele. Mit ihm hat sich Schubert verworfen.