Bei den Parkplätzen am Friedhof (im Bild) und beim Skaterplatz möchte die Stadtgemeinde Rattenberg zukünftig Gebühren einheben.

Rattenberg will "weg vom gratis Parken"

Rattenberg – die flächenmäßig kleinste Stadt Österreichs – braucht viele Parkplätze. Bis jetzt gab es etwa 250 kostenpflichtige und 250 kostenlose Parkplätze. Ab 2019 sollen nun alle Parkplätze kostenpflichtig werden.

RATTENBERG Noch gibt es für Rattenbergs Besucher zwei gratis Parkplätze. Der "P3" beim Skaterpark und der "P5" beim Friedhof sollen aber zukünftig kostenpflichtig werden – dafür sprachen sich sowohl Bürgermeister Bernhard Freiberger, als auch der Gemeinderat der Stadtgemeinde Rattenberg aus.
So sollen vor allem Dauerparker von diesen Parkplätzen vertrieben werden: "Beim Friedhofsparkplatz stehen laufend Fahrzeuge ohne Kennzeichen. Beim Parkplatz am Skaterpark sind oftmals Autoschlepper mit Anhängern", erklärte Bürgermeister Freiberger bei der Gemeinderats-Sitzung im Oktober. Das Abschleppen dieser Autos sei nicht billig: "Bei einem Auto mit Automatik-Schaltung müssen wir einen Kran holen und der kostet gleich 500,– EURO", sagt Freiberger. Diese Kosten würde sich Rattenberg in Zukunft gerne sparen...

Der Parkplatz beim Skaterparkt steht ebenso wie der Parkplatz beim Friedhof nicht auf Rattenberger Stadtgebeit. Deshalb brauchen die Parkplätze die Widmung "Privat-Parkplatz" der jeweiligen Gemeinde.

Während der Rad-WM standen gleich fünf Autos ohne Kennzeichen beim Friedhofs-Parkplatz. Die Kosten für den Ankauf der neuen Parkautomaten werden ins Budget 2019 mit aufgenommen. Wenn die Stadtgemeinde die beiden neuen Parkautomaten least, kosten diese je Automat 5.760,– EURO. Bei Direktkauf minimal weniger...

Parkgebühren nicht fixiert

"Die beiden Parkplätze kostenpflichtig zu machen, wäre auch für die Finanzlage der Gemeinde nicht schlecht", erklärt Bgm. Freiberger bei der Sitzung. Was das Parken dort kosten soll, lässt der Gemeinderat noch offen.
Im Raum steht eine Version, ähnlich der beim Schotterparkplatz in Wörgl, mit Tagesticket. Die Mitglieder des Gemeinderats favorisieren Kosten von 2,– EURO pro Tag. Der Bürgermeister sieht diesen Preis als "gerechtfertigt" an und auch GR Martin Götz findet: "2,– EURO sind nicht die Welt!" Für Rattenberger und auch für Mitarbeiter der Firmen in Rattenberg soll es die Möglichkeit geben, Jahreskarten für die betreffenden Parkplätze zu kaufen. Hier wurde im Gemeinderat von 48,– EURO pro Stellplatz pro Jahr gesprochen.
Für schnelle Erledigungen verweist der Bürgermeister auf die moderaten Preise bei den gebührenpflichtigen Parkplätzen: Bei den Parkplätzen P1, P2 und P4 kann man 15 Minuten gratis Parken, 30 Minuten kosten 50 Cent und eine Stunde kostet einen EURO. Das Tagesticket gibt es um 4,50 EURO. "Ohne, dass man etwas verlangt, ist leider keine Parkraumbewirtschaftung mehr möglich", sagt Freiberger. Das Ziel der Gemeinde ist es, die Gebühren ab der Hauptsaison 2019 einzutreiben. Diese Parkplätze sollen auch ausgebessert werden.
Langfristig gesehen arbeitet Rattenberg auf eine Schrankenlösung für alle Parkplätze ("eventuell mit Leitsystem", sagt der Bürgermeister) hin.

Der Gemeinderat der Stadtgemeinde Rattenberg war einstimmig für Parkgebühren bei den Parkplätzen P3 und P5.

Einstimmig für Parkgebühren

Die genauen Preise wurden bei der Gemeinderats-Sitzung nicht beschlossen – diese Entscheidung soll im Verkehrsausschuss diskutiert werden. Aber der Grundsatzbeschluss der Gemeinde, dass es in Zukunft bei den Parkplätzen am Friedhof und beim Skaterplatz Gebühren geben wird, wurde einstimmig gefasst...

Ein weiteres Thema mit dem sich der Verkehrsausschuss der Stadtgemeinde Rattenberg befassen wird, ist das "Bus-Parken". Den Gemeinderäten ist das Parkticket für Busse zu niedrig – den Busfahrern ist das Parkticket zu kurz: Busse parken in Rattenberg für 7,– EURO drei Stunden lang. Viel Arbeit kommt in Rattenberg auf den Verkehrsausschuss zu....