Grüne Meeresschildkröten fressen als eine der wenigen Arten Seegras und helfen so dem Ökosystem im Meer.GREENPEACE/Shane Ross

Meeresschildkröten vom Aussterben bedroht!

Sechs von sieben Meeresschildkrötenarten sind bereits von der Weltnaturschutzunion IUCN als "stark gefährdet" eingestuft. Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace fordert, dass mindestens 30 Prozent der Ozeane unter Schutz gestellt werden.

INTERNATIONAL Wie ein Report von GREENPEACE zeigt, sind Meeres-Schildkröten durch Fischerei, Plastikmüll und auch die Klimakrise vom Aussterben bedroht. Forscher fanden heraus, dass sich die Erderwärmung negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit von den Meeresbewohnern aus.
"Schildkröten sterben uns in rasantem Tempo vor den Augen weg. Um das Überleben dieser einzigartigen Tiere zu sichern, müssen alle Staaten dafür sorgen, dass bis spätestens 2030 mindestens 30 Prozent der Ozeane unter Schutz gestellt werden", fordert Adam Pawloff, Klimaexperte bei Greenpeace in Österreich.

Laut IUCN "stark gefährdet"

Bereits sechs von sieben Meeresschildkrötenarten sind von der Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) als "stark gefährdet" eingestuft. Damit sich die angeschlagenen Populationen erholen können, braucht es vor allem im offenen Meer miteinander verbundene Schutzzonen, sodass die Schildkröten ohne Risiko ihre langen Wanderrouten zurücklegen können. Die größten Gefahren für die Schildkröten sind die Klimaerhitzung, die industrielle Fischerei sowie die Plastikverschmutzung.
"Schildkröten haben bereits zu Zeiten der Dinosaurier gelebt – aber in nur rund 500 Jahren haben wir Menschen sie an den Rand der Existenz getrieben", sagt Pawloff. Schildkröten leben seit über 100 Millionen Jahren auf der Erde und sind für das Ökosystem in den Meeren sehr wichtig!


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