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Peaschtl-Tradition im Ausnahmezustand

Corona hin, Corona her - überlebte der uralte Breitenbacher Peaschtl-Brauch seinerzeit unbeschadet sogar die Kriegswirren der 30er Jahre, so konnte man davon ausgehen, dass sich die Peaschtln heuer, in diesen unsympathischen Coronazeiten, sicher etwas besonderes, etwas außergewöhnliches einfallen haben lassen

BREITENBACH (klausm) Corona hin, Corona her - überlebte der uralte Breitenbacher Peaschtl-Brauch seinerzeit unbeschadet sogar die Kriegswirren der 30er Jahre, so konnte man davon ausgehen, dass sich die Peaschtln heuer, in diesen unsympathischen Coronazeiten, sicher etwas besonderes, etwas außergewöhnliches einfallen haben lassen.

Freilich - großartige, stundenlange Umzüge, Vorführungen und Aufmärsche vor Hundertschaften an Zuschauern durch die Gemeinde, ohrenbetäubende Ständchen in den Straßen - das alles gab es heuer nicht, dafür folgten aber die meisten der heimischen Peaschtl-Passen dem Aufruf, am Samstag den 05. Dezember pünktlich um 18:00 Uhr an der großen Breitenbacher Peaschtl-Challenge teilzunehmen und mit Einzelauftritten vor der eigenen Haustür mit dem unverkennbaren Breitenbacher Peaschtl-Sound minutenlang ein weitum hörbares Zeichen zu setzen.

Dazu Feuerwehr-Kdt Peter Huber: „Nicht die Larve, das prächtige G’wand und der Hausbesuch der Peaschtln soll im Coronajahr 2020 die Menschen beeindrucken, sondern ausschließlich der kraftvolle, ohrenbetäubende Sound der Trommeln der sich über Breitenbach legt, ebenso wie das Glocken- und Schellengeläut und nicht zu vergessen die Bockshörner“.

LA Ing Alois Margreiter seinerseits appellierte als Bürgermeister an die Hexen und Passen, Verantwortung zu übernehmen: „Da es die gegenwärtige Situation einfach nicht zulässt, bitte ich Euch, als Alternative die tolle Initiative unserer Feuerwehr (Peaschtl-Challenge) zu übernehmen und der Breitenbacher Bevölkerung trotz der herrschenden Umstände zu zeigen, dass wir auf unser Brauchtum sehr stolz sind, aber selbstverständlich auch gleichzeitig bereit sind, die vorgegebenen Regeln zur Pandemie-Bekämpfung einzuhalten.“


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