Am Astenberg soll eine Deponie im Ausmaß von 95.000 Kubikmetern auf 35.000 Quadratmetern entstehen. Wirnsperger

Wiesing: Nein zu Bodenaushub-Deponie

Im Wiesinger Ortsteil Astenberg soll eine Bodenaushub-Deponie entstehen. Doch die Gemeinde Wiesing ist dagegen. Nun möchte die Gemeindevertretung "alle rechtlichen Möglichkeiten in Anspruch nehmen", um die Deponie zu verhindern.

WIESING Bei der Gemeinderats-Sitzung am Donnerstag, 11. September, beschloss der Gemeinderat einstimmig eine Resolution an die Bezirkshauptmannschaft Schwaz zu übermitteln. Die Petition betrifft die Bodenaushub-Deponie "Astenberg" mit einem geplanten Ausmaß von 95.000 Kubikmetern auf 35.000 Quadratmetern. Die Dauer des Projekts ist mit 20 Jahren prognostiziert und die Zufahrt würde durch die Rofansiedlung – also durch besiedeltes Wohngebiet –  führen.

Der Unmut und der Widerstand gegen die Deponie in der Bevölkerung sind groß. In wenigen Tagen konnten bereits mehrere hundert Unterschriften gegen das Projekt gesammelt werden.

Widerstand seitens der Gemeinde

Die Mitsprache der Gemeinde Wiesing in diesem Genehmigungsverfahren ist aber begrenzt, da diese Deponie nach dem Abfallwirtschafts-Gesetzes beurteilt wird. Eine Stellungnahme verfasst Bürgermeister Alois Aschberger (UWL) trotzdem: Darin wird festgehalten, dass in der Gemeinde kein öffentliches Interesse an einer dritten Deponie besteht, da dies eine Gefährdung des Siedlungsraumes südlich der geplanten Deponie zur Folge hätte. Weiters ist das betroffene Gebiet als Landschaftsschutz mit Erholungsfunktion in der Kulturlandschaft ausgewiesen – ein ökologisches Gutachten ergeht als Beilage an die Bezirkshauptmannschaft Schwaz.

Bürgermeister Alois Aschberger und VIze-Bürgermeister Hermann Keiler (beide von der UWL).

Fahrverbot für LKW?

Laut Bürgermeister Alois Aschberger "wird die Gemeinde Wiesing ein Verkehrsgutachten in Auftrag geben und bei der zuständigen Behörde einreichen. Damit soll ein Fahrverbot für LKW und eine Tonnenbeschränkung beantragt werden, da die Zufahrts-Straße nicht für den Schwerverkehr geeignet ist. Wir werden auf jeden Fall alle rechtlichen Möglichkeiten in Anspruch nehmen."


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