V.l.: Manuela Kamper, Ingeborg Meixner-Hammerer und Georg Lembergh beim Infoabend in Jenbach im Gesrpäch zum Film.Wirnsperger

Gemeinsam gegen jede Art von Gewalt

Gewalt nennt man jeden körperlichen und/oder seelischen Zwang gegenüber Menschen, Tiere, Dinge. Gewalt geschieht täglich – ist sichtbar oder für viele unsichtbar.

JENBACH Ein Informationsabend zum Thema „Gewalt erkennen, professionell handeln, Kinder, Jugendliche und Familien schützen“ stand Mitte Februar auf dem Programm im Somweberhaus in Jenbach. Es ist kein leichtes Thema, Betroffene fühlen sich oft alleingelassen und missverstanden. Ziel dieser Veranstaltung: Es ist sehr wichtig, Hilfe in Anspruch zu nehmen und die richtigen Ansprechpartner zu kontaktieren. Dazu referierten Gertraud Walder, Psychotherapeutin und Leiterin der unabhängigen Ombudsstelle der Diözese Innsbruck, und Doris Stauder vom Verein Frauen gegen verGEWALTigung – beide Stellen helfen und unterstützen Betroffene.

Fall Josef Patscheider

Josef Patscheider (Pfarrer und Dekan in Jenbach, 1971-1986) wurde 1986 bezüglich seines sexuellen missbräuchlichen Umgangs an acht Schülerinnen in Jenbach am Landesgericht Innsbruck rechtskräftig verurteilt. Zu diesem Fall gibt es noch viele Unklarheiten, daher möchte Bgm. Dietmar Wallner (ÖVP) „ein gemeinsames, respektvolles und offenes Aufarbeiten vor Ort.“ Im aktuellen Film: „(K)EINEN TON SAGEN“ von Georg Lembergh sprechen vier Personen aus Nord- und Südtirol über ihren sexuellen Missbrauch – eine dieser Frauen ist Manuela aus Jenbach. Der Dokumentarfilm zeigt: Missbrauch findet überall statt, es ist etwas, das sprachlos macht, aber immer wieder passiert. Zu sehen ist der Film am 25. März im Veranstaltungszentrum Jenbach und in der ORF Mediathek.


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