Nicolas Seiwald und Red Bull Salzburg mausern sich zum Dauergast in der Champions League. Ob das mit der neuen Champions-League-Reform in Zukunft auch so bleibt, gilt es abzuwarten.FC Red Bull Salzburg via Getty Images

Neues Format für UEFA-Klubbewerbe ab 2024

Die UEFA Champions League 2024/25 wird mit zahlreichen Änderungen aufwarten. Das Exekutiv-Komitee der UEFA hat Mitte April das neue Regelwerk der Königsklasse beschlossen.

INTERNATIONAL In der Champions League wird ab 2024/25 nicht mehr wie gewohnt mit 32 Teams in acht Vorrundengruppen gespielt. Das Teilnehmerfeld wird um vier Mannschaften erhöht. Die 36 Teams spielen künftig in einem Ligasystem, in dem aber nicht jeder gegen jeden antritt. Jedes Team trägt in der Vorrunde acht Spiele gegen acht unterschiedliche Gegner aus – vier Heimspiele und vier Auswärtsspiele. Die Gegner werden vorab aus vier Setztöpfen gelost. Die besten acht aus der Vorrunde qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale. Mannschaften, die sich auf den Plätzen neun bis 24 der Liga befinden, spielen in einer Play-off-Runde mit Hin- und Rückspielen die noch verbleibenden Achtelfinalplätze aus.

Vier weitere "Tickets"

Die zusätzlichen vier Plätze werden wie folgt vergeben: Einen fixen Startplatz bekommt der Drittplatzierte des Verbandes, der in der Fünfjahres-Wertung auf dem fünften Platz liegt. Laut aktuellem Stand wäre das die Ligue 1, die erste Liga in Frankreich. Zwei weitere Tickets spricht die UEFA den beiden Nationalverbänden zu, die in der Vorsaison am erfolgreichsten waren. Damit jeder Verband theoretisch die Chance zu einer Teilnahme hat, dividiert man die Punktezahl des Verbandes durch die Zahl der teilnehmenden Teams. Platz vier der neuen Teilnehmer ergibt sich durch die Aufstockung des "Champion-Weges" in der eigentlichen Qualifikation: In dieser Play-Off-Runde ermittelt man fünf, anstelle von vier Teams, für die 36er-Liga. Ein "Final-Four-Turnier" ist ausgeschlossen. Es bleibt bei einem Halbfinale mit Hin- und Rückspiel und beim Finale.

Darf Noah Okafor und der FC Red Bull Salzburg auch in Zukunft in der Champions League jubeln? © FC Red Bull Salzburg via Getty Images

Großklubs profitieren

Diese neue Champions-League-Reform ist allerdings stark umstritten, denn sie könnte als Rettungsnetz für schwächelnde Spitzenklubs zum Einsatz kommen. Laut aktuellem Stand könnten die Tabellensechsten aus Deutschland, England, Spanien oder Italien in der Champions League spielen. Die Meister aus Tschechien, der Türkei, Österreich, Dänemark oder Schottland nicht. Diese Art der Verteilung der vier Plätze war und gilt immer noch als ein großer Streitpunkt der neuen Reform. Der europäische Ligaverband "European Leagues" hat komplett andere Vorstellungen. Geschäftsführer Jacco Swart, sagte in einem Gespräch mit der Sportschau: "Wir wünschen uns, dass mehr nationale Meister mitspielen." Bisher besteht eine Champions-League-Saison ab der Gruppenphase aus 125 Partien. Ab 2024 erhöht sich die Anzahl auf 189. Zudem wird der Terminkalender enger, da die zusätzlichen Runden im Dezember und Jänner absolviert werden. Die Spieltermine bleiben wie gehabt unter der Woche (Dienstag und Mittwoch) bestehen. Die Spiele der Europa- und Conference League finden weiterhin donnerstags statt. Jedes Team absolviert ab der Saison 2024/25 zwischen acht und zehn Spiele mehr.

Auch die Europa- und die Conference League ändern sich

Auch im zweitstärksten europäischen Pokalbewerb, der UEFA Europa League werden ab 2024/25 36 Teams mitspielen. Die Teams spielen ebenfalls in einer 36er-Liga die Teilnehmer der K.o.-Phase aus. Gleiches gilt für die Europa Conference League jedoch nur mit sechs anstelle von acht Gruppenspielen.


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