"In Tirol verfügen wir über saubere Wasserkraft. Die Weichen für den Ausbau müssen wir jetzt stellen", sagt WK-Präsident Christoph Walser.pixabay.com

Abhängigkeit reduzieren, Wasserkraft ausbauen

Die WK Tirol fordert den Ausbau der heimischen Wasserkraft. "Es geht darum die Abhängigkeit von unberechenbaren russischen Gaslieferungen zu reduzieren", sagt Präsident Christoph Walser.

TIROL Energiesicherheit ist eine wesentliche Voraussetzung für einen florierenden Standort und sichere Arbeitsplätze. Angesichts des Krieges in der Ukraine streben europäische Staaten an, die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen zu reduzieren. In der EU kommen 40 Prozent des Gases aus Russland, in Österreich sogar 80 Prozent. "In Tirol verfügen wir über Reserven an sauberer Wasserkraft. Wir können nicht länger auf den Ausbau verzichten", sagt WK-Präsident Christoph Walser. Der Ausbau der Wasserkraft umfasst über Großkraftwerke hinaus auch sinnvolle regionale Kraftwerke, die häufig in Genehmigungsverfahren feststecken. "Mit dem nötigen politischen Willen können wir einen wertvollen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten", sagt Walser.

"Es geht darum die Abhängigkeit von unberechenbaren russischen Gaslieferungen zu reduzieren", sagt WK Tirol Präsident Christoph Walser. © WKT/Die Fotografen

"Weichen stellen!"

Als dringlich bezeichnet Walser speziell den Unteren Inn, dieses Gebiet sollte man energiewirtschaftlich nutzen. Derzeit wird darüber diskutiert, 22 Kilometer des Unteren Inns unter Schutz zu stellen. Die Umweltexperten des Landes sehen hier allerdings keine ökologisch wertvolle Fließstrecke. "Auch wenn der Bau einige Jahre dauert, die Weichen müssen jetzt gestellt werden. Tirol hat wie kaum ein anderes Land die Chance, eine saubere, nachhaltige Energiequelle auszubauen", sagt Walser. Grün denken heiße nicht, jedes Wasserkraftwerk zu verhindern, sondern mit dem Wasser den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und das Ende der Abhängigkeit von unberechenbaren Lieferanten zu erreichen.


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