Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hatte offenbar ein neues Grenzzaun-Projekt analysieren lassen...BMI

FPÖ warnt: „Neue Flüchtlings-Welle droht!“

Wie bekannt wurde, hat Österreichs ehemaliger Innenminister, Herbert Kickl (FPÖ), ein Konzept für einen Grenzzaun prüfen lassen. Hintergrund: Die FPÖ warnt vor einer neuen Flüchtlings-Welle. Kickl hofft, der jetzige Minister werde das Konzept weiterverfolgen...

ÖSTERREICH/TIROL Seitens der FPÖ heißt es dazu auf Nachfrage des ROFAN-KURIER, es gäbe derzeit "die aktuell höchste Zahl an Menschen auf der Flucht weltweit". Noch nie in der Geschichte hätten sich mehr Menschen auf den Weg gemacht: Im Moment seien 70,8 Millionen weltweit auf der Flucht. Diese Zahlen stammen laut FPÖ vom UNHCR.

FPÖ: "Fast 20 Millionen wollen über das Mittelmeer!"

Die FPÖ beruft sich dabei auf  Zahlen des UNHCR, wonach offenbar allein über das Mittelmeer etwa 20 Millionen Menschen nach Europa reisen wollen. "Über das Mittelmeer drängen potenziell etwa 2,4 Mio. Nigerianer, knapp 5,4 Mio. aus dem Sudan, 5 Mio. Flüchtlinge aus dem Kongo, 3,5 Mio. Äthiopier, 2,7 Mio. Somalier und etliche mehr. Über die Balkanroute droht ein Potential von 3 Mio. Irakern, 6 Mio. Syrern, 2,7 Mio. Afghanen, 1,6 Mio. Pakistani und so weiter… Der überwältigende Großteil dieser Menschen sind junge, männliche Wirtschafts- und Klima-Flüchtlinge aus vorwiegend muslimischen Ländern", heißt es dazu von Mag. Markus Abwerzger, FPÖ-Chef von Tirol.

Kickl verweist auf Europol

Kickl warnte in diesem Zusammenhang bereits im April vor einer neuen Migrationsbewegung Richtung Europa: "Ich darf dazu etwa auf die Warnung des Europol European Migrant Smuggling Centre verweisen, wonach eine großangelegte Wanderbewegung von der Türkei nach Europa vorbereitet werde. Damit würde eine bereits instabile Situation am Balkan endgültig in eine neue Krise kippen. Zehntausende Migranten befinden sich bereits in der Region, davon alleine ca. 5.000 in Bosnien-Herzegowina, direkt an der Grenze zur EU und weitere 5.000 in Serbien. 60.000 Asylwerber in Griechenland sowie 5,6 Millionen syrische Flüchtlinge im Nahen Osten. Das zeigt das klare Potenzial einer neuen massiven Migrationsbewegung, wenn nicht rasch Maßnahmen ergriffen werden."
Kickls Maßnahmen hätten laut  FPÖ große Wirkung gezeigt und die Asylanträge massiv verringert. Durch das Ende der Regierung drohe nun ein neuer Anstieg.

Tiroler FPÖ kritisiert Tragluft-Hallen

Kritik kommt seitens der Tiroler Freiheitlichen in diesem Zusammenhang auch einmal mehr am Ankauf der Tragluft-Hallen.
"Die Tiroler Flüchtlingspolitik endete für die Steuerzahler letztlich im Millionengrab. Bereits damals in den Jahren 2015 und 2016 habe ich darauf hingewiesen, dass die Entscheidung seitens der damaligen grünen Soziallandesrätin Christine Bauer in Kooperation mit der Sozialen Dienste GmbH (TSD), sündhaft teure Traglufthallen für Migranten anzuschaffen, komplett entgegen aller Vernunft liegt und die Kosten ein Fass ohne Boden darstellen", erklärt der Tiroler FPÖ-Spitzenkandidat zur Nationalrastwahl NR Peter Wurm.
"Außer Spesen, nichts gewesen! Die Traglufthalle in Hall steht für mich als Symbol einer komplett verfehlten Zuwanderungspolitik in Tirol. Ich hoffe, solche Entscheidungen werden in Zukunft nicht mehr getroffen", ärgert sich Abgeordneter Wurm, der abschließend ebenfalls mahnt, dass "jüngsten Meldungen zufolge die nächsten Flüchtlingswellen über den Balkan und das Mittelmeer drohen..."