Bei der Grusel-Figur "Momo" handelt es sich eigentlich um eine Skulptur des japanischen Künstlers und stellt einen Yokai, eine Gestalt aus dem japanischen Volksglauben, dar. Screenshot/Twitter

"Momo": Internet ist schlechter Babysitter

Internet-Phänomene wie "Momo" stellen keine echte Gefahr dar, sondern sollen nur Angst und Schrecken verbreiten. Falls man mit so etwas in Berührung kommt, hilft in Tirol etwa das Info-Eck.

INTERNATIONAL "Momo" ist zurück: Die Internet-Gruselfigur treibt nun ihr Unwesen nicht mehr nur auf WhatsApp. Inzwischen soll "Momo" (laut diversen Medienberichten) auch in Kindervideos auf Youtube oder im beliebten Computer-Spiel Fortunite zu sehen sein. Bereits 2018 soll (nie bewiesen!) Momo zu Selbstmorden unter Kindern geführt haben. Experten, wie etwa die Online-Plattform mimikama.at, sind der Ansicht, "dass es sich dabei um einen viralen Hoax (schlechter Scherz, Anm.) handelt". Doch was kann man tun, falls die Kinder mit so einem Internetphänomen in Kontakt kommen?

InfoEck Tirol

"Die Mitarbeiter des InfoEcks, der Jugendinfo des Landes Tirol, stehen bei Fragen zu heiklen Thematiken wie dem Phänomen 'Momo' oder Sexting, und Cyber-Mobbing gerne zur Verfügung", erklärt dazu Tirols Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP). Internet-Phänomene wie "Momo" verunsichern Eltern, Kinder und Jugendliche. "Bei verstörenden Inhalten sollte man den Kindern in Ruhe erklären, dass diese nicht echt sind, keine reale Gefahr droht und die Kinder böswilligen Aufforderungen keinesfalls Folge leisten dürfen. Auch Kettenbriefe sollten nicht weitergesendet werden", erklärt Zoller-Frischauf.

Es gibt zahlreiche Wege, um Kinder und Jugendliche vor dem Kontakt mit schädlichen Inhalten zu bewahren. Plattformen wie Youtube oder Facebook verfügen über Einstellungen zu Jugendschutz und Privatsphäre. Vorsicht ist auch dann geboten, wenn Unbekannte über soziale Medien oder einem Onlinespiel Kontakt mit Kindern und Jugendlichen aufnehmen. "Das Internet ist kein guter Babysitter", warnt die Landesrätin und spricht damit die Problematik an, dass viele Kinder oft alleine im Internet surfen können. Wichtig sei es, mit den Kindern über den Umgang mit dem Internet zu reden und gemeinsam Regeln für den Konsum und die Nutzung sozialer Medien aufzustellen.